Masini Extremo

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Masini Extremo

Beitrag von Gerd » So 15. Jul 2012, 21:52

Hallo an alle,

dies hier soll ein Thread über den Masini Extremo werden, in dem alle Info's und Erfahrungen zentral gesammelt werden können.
Wenn die Themen zu speziell werden sollten ( z.B. innerer Aufbau des Controllers etc. ) diese Bitte in eigene Threads auslagern, Danke.

Viel Spaß beim Plaudern :-)
Das oben genannte entspricht meiner persönlich Meinung. Ich übernehme keine Haftung jeglicher Art. Alle Umbaumaßnahmen erfolgen auf eigene Gefahr!

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Beitrag von Gerd » So 15. Jul 2012, 21:59

Ich mache gleich den Anfang und stelle erst mal ein paar Bilder rein:
masiniExtremo2.jpg
Katalogbild
Masini Extremo_JB_1741.JPG.1714121.JPG
Seitenansicht
Meiner:
Extremo 1.jpg
Meiner :-)
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Beitrag von Gerd » So 15. Jul 2012, 22:03

als nächstes noch ein Beitrag aus einem anderen Thread (viewtopic.php?f=1&t=1144) von MEroller mit den ersten Info's ( Danke MEroller! ):
MEroller hat geschrieben:So, jetzt mehr ein paar Takte mehr zum Extremo: Das Teil kommt vom selben Chinesischen Konfektionär wie mein E-Sprit Import namens Fury und die Masini Importe namens Sportivo. Xiamen ZAP / Erider nennt sich die Firma von E-Scooter "Veteran" Mujin "Mountain" Chen. Er steht aber nur als Unterschreiber auf der CoC und steuert selbst nur den Motor zu, der mit der 5/8kW-Variante von Fury/Sportivo S identisch sei, außer mit dickeren Zuleitungs- (und ich hoffe auch Wicklungs-) Kabeln. Daher werden ihm 8kW Dauerleistung zugetraut, mit Spitzen wahrscheinlich gegen 12 bis 13kW. Mechanische kW.

Drehmoment am Hinterrad gibt es bis ca. 180Nm, wenn der Sevcon Gen4 80350 controller 180A in Richtung Motor schicken darf :twisted: Aber die Reichweite leidet unter der ungebremsten Ausnutzung solcher Extreme durchaus, d.h. es wird viel Charakterstärke von Dir brauchen, wenn Du die komplette Runde mit nur einer Ladung machen willst...

Ob Mr. Chen dem 8kW Motor auch ein härteres Achsmaterial verpasst hat als meinem 2010er 5kW Motor, davon wird abhängen, wie haltbar Deine Achsgewinde sind. Das ist der größte bislang bekannte Schwachpunkt von diesem Motor, und andere Hersteller derartiger Radnabenmotoren haben leider ähnliche Probleme. Da gibt es hier einen netten Thread, der sich mit dem Thema "Gewindekaries" befasst, und wenn da nichts verbesssert wurde wirst Du wahrscheinlich früher als wir alle dort auch was zu berichten haben.

Extremo dürfte leer ca. 145 bis 150kg wiegen, mehr als wahrscheinlich in den Papieren angegeben. Mein mit nur 24x40Ah GBS Batterie, aber on-board Ladegerät ausgerüsteter Bock wiegt schon 143kg leer. Das reduziert die zulässige Zuladung gewaltig.

Das Fahrwerk ist vor allem vorn extrem grenzwertig für das Rollergewicht, jegliches Spiel im Lenkkopflager wird schnell zum Fiasko, wenn man mal stark bremsen muss, weil sich der Vorbau massiv aufschaukeln kann bis zum Haftungsverlust vorn. Auswuchten war in der Vergangenheit auch eine große Neuheit für Mountain, so dass bei höheren Geschwindigkeiten durchaus mit Vibrationen zu rechnen ist, bis man die Wuchtung auch am Vorderrad richtig hat.

Was für ein BMS im Extremo montiert ist weiß ich nicht, das wäre durchaus nachhakenswert. Der Controller ist auf jeden Fall erste Sahne mit samtweichem Motorlauf dank Betrieb als Synchronmotor mit sinusähnlichen Phasensignalen. Hauptsächlich ein hohes turbinenartiges Geräusch dürfte ihm entfleuchen, gegenüber dem wüsten Anfahrknarzen unserer nur Block-Kommutierten 5kW Motoren.

Winterbetrieb mit Batterie-Kerntemperaturen unter 15°C werden keine wirkliche Freude mehr aufkommen lassen, wenn auch der Leistungsabfall mit den 60Ah GBS voraussichtlich etwas weniger extrem sein wird als mit meinen 40Ah. Und der komplette Rundkurs auch Überland wird wahrscheinlich nicht möglich sein, wenn es kälter wird. Es ist auf jeden Fall kein Zufall, dass Mountain Chen bei allen anderen Rollern inzwischen auf Zellen von CHL umgestellt hat, die bei ihm im selben Gebäude angesiedelt sind und mit sehr geringen Innenwiderständen erheblich weniger Leistungsverlust bei kalten Temperaturen haben sowie weniger mit der Spannung einbrechen und somit auch eine höhre Endgeschwindigkeit zulassen.

Sehr empfehlenswert, insofern immer noch die Semi-slicks von Cheng Shin auf Deinem Extremo drauf sind, ist die Montage gescheiter Reifen. Alfred und ich schwören trotz etwas rauherem Lauf auf Heidenau K62 Allwetterreifen, Alfred fährt sogar die M+S Variante namens Snowtex ganzjährig. Vorn habe ich den auch drauf, hinten kommt im Herbst (äh nein, hoffentlich jetzt gleich auf den Austauschmotor...) der normale K62 drauf, weil er hoffentlich ein klein wenig abriebfester als der Snowtex ist. Aber diese Reifen krallen sich an der Straße fest, dass den Cheng Shin hören und sehen vergeht :twisted: Ist ein riesen Sicherheitsplus!
Beim Fahrverhalten ist ein klein wenig veringerte Neutralität in Kurven zu verzeichnen, mit den Cheng Shin ist die Kurvenfahrt komplett Rückstellmomentenfrei, die Heidenaus drücken den Lenker bei zunehmender Schräglage auch mit leicht zunehmender Kraft Richtung geradeaus. Mit gefällt es so besser als zu indifferent. Andere Reifen können aber das Rückstellen noch mehr verstärken, was wieder unangenem werden kann. Das Fahrwerk ist da auf der Vorderhand recht empfindlich drauf.

Wenn Du Messungen machen willst wirst Du ein geeingetes Messgerät brauchen. Etwas vom Besten vom Preis-Leistungsverhältnis her ist Grin Technologies High Current Cycle Analyst in Verbindung mit einem geeigneten Hochstrom-Shunt, oder Du bastelst Dir eine induktive oder Hallbasierte Messlösung, die mit dem CA harmoniert. Aber ein solcher Einbau sollte auf jedem Fall vom garantiegebenden Händler abgesegnet sein, denn man muss in den Batteriestromkreis eingreifen. Zum CA gibt es auch einen "Analogger" genannten Datenlogger. Aber es kann auch ein anderer 9600 Baud-Logger verwendet werden -die Daten stellt der CA so oder so bereit, mit 1 oder 5Hz Auflösung.

Ein Klemmenkasten für die einfachere Entfernung des Hinterrades beim Reifenwechsel sollte beim Extremo schon eingebaut sein, vermutlich unter dem kuppelförmigen Deckel unten im Helmfach. Dort sollten die 3 Motorpahsen sowie 5 bis 10 Drähte für die Hallensoren durchlaufen, oder aber letztere haben eigene Stecker. Da gern mal ein Hallsensor den Geist aufgibt sind gleich zwei Sätze davon eingebaut. Ich musste nach etwa 6000km schon auf den zweiten Satz wechseln...

Und nochwas zum Schluss: Wenn Du vorhast, den Roller zu zerlegen, das ist eine Heidenarbeit und sollte gut vorbereitet werden, die halbe Karosse ist ineinander verhakt und mit unzähligen Schrauben gesichert. Um an die Batterie zu kommen braucht man selbst mit Übung fast eine Stunde. Das Zusammenbauen dauert meist erheblich länger...

Ich hoffe, hiermit Deine Neugier auf Dein äußerst leistungfähiges Zweirad ein Stück befriedigt zu haben :D
Das oben genannte entspricht meiner persönlich Meinung. Ich übernehme keine Haftung jeglicher Art. Alle Umbaumaßnahmen erfolgen auf eigene Gefahr!

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Beitrag von Gerd » So 15. Jul 2012, 22:33

@MEroller:
Drehmoment am Hinterrad gibt es bis ca. 180Nm, wenn der Sevcon Gen4 80350 controller 180A in Richtung Motor schicken darf :twisted:
Wow, 180 Nm ??? Woher hast Du die Info (Quellenangabe :-) ), ich habe gesucht, aber nichts gefunden....
Extremo dürfte leer ca. 145 bis 150kg wiegen, mehr als wahrscheinlich in den Papieren angegeben. Mein mit nur 24x40Ah GBS Batterie, aber on-board Ladegerät ausgerüsteter Bock wiegt schon 143kg leer. Das reduziert die zulässige Zuladung gewaltig.
Lt. Masini Homepage sind es 160 kg :oops: Aber das gleicht sich durch meine geringe Zuladung wieder aus :mrgreen: ( ca. 62 kg inkl. Jacke und Helm ).
Das Fahrwerk ist vor allem vorn extrem grenzwertig für das Rollergewicht, jegliches Spiel im Lenkkopflager wird schnell zum Fiasko, wenn man mal stark bremsen muss, weil sich der Vorbau massiv aufschaukeln kann bis zum Haftungsverlust vorn.
Das Fahrwerk ist meiner Meinung nach ziemlich hart eingestellt. Fühlt sich fast an wie auf einem Fahrrad :-) Aber es soll ja ein sportlicher Roller sein ;-) Jedenfalls merkt man jedes Schlagloch deutlich. Das Spiel im Lenkkopflager ist bei meinem Exemplar ( Vohrführgerät ) minimal. Aber hier fehlt mir noch ein wenig Erfahrung.
Winterbetrieb mit Batterie-Kerntemperaturen unter 15°C werden keine wirkliche Freude mehr aufkommen lassen, wenn auch der Leistungsabfall mit den 60Ah GBS voraussichtlich etwas weniger extrem sein wird als mit meinen 40Ah. Und der komplette Rundkurs auch Überland wird wahrscheinlich nicht möglich sein, wenn es kälter wird. Es ist auf jeden Fall kein Zufall, dass Mountain Chen bei allen anderen Rollern inzwischen auf Zellen von CHL umgestellt hat, die bei ihm im selben Gebäude angesiedelt sind und mit sehr geringen Innenwiderständen erheblich weniger Leistungsverlust bei kalten Temperaturen haben sowie weniger mit der Spannung einbrechen und somit auch eine höhre Endgeschwindigkeit zulassen.
Winterbetrieb ist nicht vorgesehen, dafür hab ich noch mein Auto.
Der Innenwiderstand des Akkus macht sich bei meinem Exemplar dadurch bemerkbar, dass bei Vollgas im Bereich über 30 km/h die rote Lampe im Tacho angeht. Die Spannungsanzeige geht dabei runter auf ca. 68 V, d.h. ca. 2,83 V / Zelle. Ich fürchte, dass das zu wenig ist. Wir Modellflieger sagen bei LiPo Akkus, dass Spannungen unter 3 V / Zelle gar nicht gut für die Haltbarkeit sind. Aber dass muss ich noch genauer untersuchen.
Wenn Du Messungen machen willst wirst Du ein geeingetes Messgerät brauchen. Etwas vom Besten vom Preis-Leistungsverhältnis her ist Grin Technologies High Current Cycle Analyst in Verbindung mit einem geeigneten Hochstrom-Shunt, oder Du bastelst Dir eine induktive oder Hallbasierte Messlösung, die mit dem CA harmoniert. Aber ein solcher Einbau sollte auf jedem Fall vom garantiegebenden Händler abgesegnet sein, denn man muss in den Batteriestromkreis eingreifen. Zum CA gibt es auch einen "Analogger" genannten Datenlogger. Aber es kann auch ein anderer 9600 Baud-Logger verwendet werden -die Daten stellt der CA so oder so bereit, mit 1 oder 5Hz Auflösung.
Danke, die Info hab ich gebraucht! Wobei ich eine Lösung mit Hallsensor oder induktivem Messaufnehmer bevorzuge, da ich so nicht in den Stromkreis eingreifen muss. Wegen Garantie müsste ich erst mal die genauen Garantiebedingungen kennen :oops:
Ein Klemmenkasten für die einfachere Entfernung des Hinterrades beim Reifenwechsel sollte beim Extremo schon eingebaut sein, vermutlich unter dem kuppelförmigen Deckel unten im Helmfach. Dort sollten die 3 Motorpahsen sowie 5 bis 10 Drähte für die Hallensoren durchlaufen, oder aber letztere haben eigene Stecker. Da gern mal ein Hallsensor den Geist aufgibt sind gleich zwei Sätze davon eingebaut. Ich musste nach etwa 6000km schon auf den zweiten Satz wechseln...
Extremo_Motorkabelanschluss.jpg
Klemmkasten / Motoranschluss Extremo
Ich hoffe, hiermit Deine Neugier auf Dein äußerst leistungfähiges Zweirad ein Stück befriedigt zu haben :D
Für heute erst mal :mrgreen:
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Beitrag von MEroller » So 15. Jul 2012, 23:26

Gerd hat geschrieben:Wow, 180 Nm ??? Woher hast Du die Info (Quellenangabe :-) ), ich habe gesucht, aber nichts gefunden....
Quelle ist Mountain Chen höchstselbst, der mir vorzeiten die Messergebnisse von diesem Motor noch mit den dünneren Kabeln für 5kW mechanisch geschickt hatte. Anfahrmoment wurde da nur mit 60A gemessen, die dann später auf 80 erhöht wurden. Bei 60A Anfahrstrom kommen ca. 160Nm zustande. Mein Fury mit etwas kräftigerem Controller lässt da schon 100A los, was dann für wahrscheinlich einiges über 180Nm Anfahrmoment gut ist. Dein Sevcon dürfte da aber womöglich ein bisschen eingebremst sein, je nach Programmierung. Hier die Messwerte als Kurven über der Umfangsgeschwindigkeit aufgetragen:
ZAP-Erider_5kW-Motor.gif
ZAP-Erider_5kW-Motor.gif (18.17 KiB) 5298 mal betrachtet
P2 ist die mechanische Leistung, P1 die elektrische.
Gerd hat geschrieben:Lt. Masini Homepage sind es 160 kg :oops: Aber das gleicht sich durch meine geringe Zuladung wieder aus :mrgreen: ( ca. 62 kg inkl. Jacke und Helm ).
Endlich mal eine nachgemessene Importeursangabe :D
Gerd hat geschrieben:Der Innenwiderstand des Akkus macht sich bei meinem Exemplar dadurch bemerkbar, dass bei Vollgas im Bereich über 30 km/h die rote Lampe im Tacho angeht. Die Spannungsanzeige geht dabei runter auf ca. 68 V, d.h. ca. 2,83 V / Zelle. Ich fürchte, dass das zu wenig ist. Wir Modellflieger sagen bei LiPo Akkus, dass Spannungen unter 3 V / Zelle gar nicht gut für die Haltbarkeit sind. Aber dass muss ich noch genauer untersuchen.
Punkt 1: Du hast nicht LiPo im Extremo-Keller mit seinem hohen Spannungsniveau, sondern LiFePO4 (Lithium-Eisenphosphat). Arbeitsbereich nur zw. 2,5 und und etwa 3,6V direkt nach Ladenede. Deine Cockpit-Warnleuchte ist noch auf den erhöhten Wert von 70V programmiert. Das sollte eigentlich erst bei 65V angehen (2,7V pro Zelle) und ist per einem kleinen Programmierkästchen korrigierbar. Das nullt dann aber auch den km-Zähler... Kilian fragen!
Punkt 2: das heißt jetzt nimmer Vollgas, sondern Vollstrom :D
Punkt 3: Absacken auf 68V spricht für massiven Stromfluss um 30km/h rum. Bei mir waren das bislang 140 bis 170A ganz kurzzeitig an selber Stelle, die mit meinen kleineren 40Ah GBS bei unter ca. 10°C auch mal die 65V verursachen und selbst meine rote Batteriewarnleuchte angehen lässt. Bei Deinen 60Ah Zellen dürften dafür sicher in Richtung 200A fließen, was auch nötig ist bei 8kW mechanischer Leistung bei 85km/h rum :twisted:

Und danke für das Bild vom Klemmkasten! Die Hallsensoren behalten offensichtlich ihre eigenen Stecker. Der freie Stecker links in Deinem Bild ist vom zweiten Satz, den also auch der stärkere Motor eingebaut hat.
Und einen schönen Gummilappen hast Du auch, um den Batteriekasten nach hinten abzuschließen, das ist gut!
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Beitrag von Gerd » Mi 25. Jul 2012, 18:11

Hallo Leute,

beim zweiten Laden meines Extremo verabschiedete sich das Ladegerät mit Rauchzeichen in die ewigen Jagdgründe.
Ich habe bereits ein Ersatzgerät von der Handelsvertretung Kilian erhalten ( schneller Service! ), jedoch verweigert dieses seinen Dienst. Es leuchtet die unterste grüne LED und die rote FAULT Condition LED blinkt. Ich vermute mal, dass das Ladegerät keine Verbindung zum Akku hat. Die Sicherungen beim 12V Converter sind alle intakt. Der Roller fährt auch noch einwandfrei. Gibt es in der Zuleitung zwischen der Ladesteckdose und dem Akku noch irgendwo eine Sicherung, welche defekt sein könnte?

Gruß,

Gerd
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Beitrag von MEroller » Mi 25. Jul 2012, 18:52

Hallo Gerd, hast Du auch ganz sicher nach dem Tausch das Ladkabel des neuen Ladegeräts an den Kabelbaum angeschlossen? Oh halt stopp, beim Extremo ist das Ladegerät eh extern und muss im Roller irgendwo (Helmfach?) eingesteckt werden, richtig?
Eine grüne LED an und die rote blinkt heißt "Battery presence not detected", d.h. Deine Einschätzung ist zumindest höchstwahrscheinlich zutreffend, das Ladegerät sieht die Batterie noch nicht. Aber ggf. hat ein eingebautes BMS dem Laden einen Riegel vorgeschoben?
Es gibt direkt neben dem Netzkabeleintritt ins Ladegerätgehäuse einen Sicherungshalter, der per Münze aufgemacht werdne kann. Aber das ist ja netzseitig, und die LED Orgel wird ja vom Ladegerät gefüttert, d.h. Netztspannung kommt im LG an. Das Sicherunglein beim DC/DC hat nichts mit dem Laden zu tun.
Eine weitere Bedeutung dieser LED Kombination ist "Reverse polarity or low voltage" :roll:
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Beitrag von STW » Mi 25. Jul 2012, 22:29

Es gibt ein paar potentielle Fehlerquellen, die man abchecken sollte. MEroller hat schon einige genannt:
- BMS sperrt den Ladevorgang (hat vielleicht noch vom letzten Ladevorgang mit abgerauchtem Netzteil die Schnauze voll)
- beim neuen Ladegerät ist die Polung des Ladekabels vertauscht
- Fehler zwischen Anschlußbuchse im Roller und BMS (Kabelunterbrechung)
- Sekundärsicherung des Ladegerätes hinübber (ist ggf. fest eingelötet, also Finger weg, solange Gewährleistung ist)
- exotischer wäre ein Zelldefekt, so dass das BMS den Ladevorgang verhindert. Allerdings wäre die Wahrscheinlichkeit, dass sowas zeitgleich mit einem abrauchenden Ladegerät eintritt, recht gering.

Vorschlag:
- Sichtprüfung Polung Ladekabel, ggf. mit Voltmeter ausmessen, falls das ohne angeschlossene Batterie machbar ist
- Sichtprüfung Kabel zwischen rollerseitigen Anschlußbuchse und BMS
- ggf. Spannung der Einzelzellen messen, falls die gut erreichbar sind, nur um sicherzugehen, dass da nicht zufälligerweise zeitgleich ein Defekt aufgetreten ist (aber die Messung würde ich nur durchführen, falls die Zellen gut erreichbar sind, ich halte so eine Fehlersituation für unwahrscheinlich)

Wenn das nicht hilft, in folgender Reihenfolge:
- Ladegerät erneut tauschen
- BMS / zentrale Steuereinheit tauschen
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Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren. A.Einstein

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Beitrag von Gerd » Do 26. Jul 2012, 23:57

Hallo,
Fehler gefunden. Beim Ersatzgerät war die Belegung des Ladesteckers zum Akku hin nicht richtig, dadurch konnte der Lader den Akku nicht finden. Nun funktioniert es, Danke an alle für die Lösungsvorschläge.

Nur nochmal zur Erklärung: Der Extremo hat ein externes Ladegerät, da aufgrund des großen 60Ah Akkus kein Platz mehr unter der Verkleidung ist. Das Ladegerät liegt im Helmfach, dort befindet sich auch die Anschlussbuchse, Hersteller Neutrik oder ähnlich.
Ladeanschluss_Extremo.jpg
Ladeanschluss Extremo
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Beitrag von MEroller » Fr 27. Jul 2012, 12:47

Gerd hat geschrieben:Das Ladegerät liegt im Helmfach, dort befindet sich auch die Anschlussbuchse, Hersteller Neutrik oder ähnlich.
Neutrik "Speakon", der ultimative Stecker für Hochleistungs-Lautsprecher. Ob er die 10A Ladestrom problemlos verkraftet ist allerdings etwas anderes, aber sagen wir mal so: ein Kaltgerätestecker wäre an dieser Stelle wesentlich ungeeigneter :D
Wichtig ist beim Speakon nur, dass man es richtig raushat mit Stecken und Bajonettverschluss, denn gut funtkionieren tut nur er nur verriegelt.
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