LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

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Joehannes

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LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » Sa 2. Mai 2015, 08:54

Ich stelle mal eine detaillierte Frage für eine 40AH Zelle.
Die Zelle ist eigentlich nicht auffällig.
3,65V beim Laden
2,9V nach 10km unter Last
2,9V nach 20km unter Last
2,6V nach 30km unter Last
1.9V nach 40km unter Last Die restlichen Zellen sind nach 40km zwischen 2,6/2,7V im Verbund 72V/40AH

Sie wird dann im Verbund wieder mit 26.700mAh geladen und hat eine etwas schwächer Ruhespannung von 3,3xV.
Auch eine Einzelladung bringt keine Besserung. Sie ist immer an der untersten Stelle. Ich hatte die Zelle schon bei 1,1V
Sicher ein Tauschkandidat, aber bis 30km eigentlich noch okay.

Kann es jemand erklären?

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Beitrag von MEroller » Sa 2. Mai 2015, 11:03

Ganz einfach, die ist halt schon massiv gealtert - dicke SEI-Schicht mit viel gebundenem Lithium auf dem Elektroden, daher stark verringerte Kapa und hoher Innenwiderstand. Ist tatsächlich ein lohnenswerter Austauschkandidat...
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Beitrag von Joehannes » Sa 2. Mai 2015, 18:45

Mannooo, da ist dann wohl doch selektieren angebracht. Das wird dann ein nettes Schraubzwingen-Wochenende werden. :shock:
Da werde ich mal mit dem Monitor auf Spannungssuche unter Last gehen.

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Beitrag von MEroller » Sa 2. Mai 2015, 19:37

Irgendwie bräuchten wir doch eher einen Monster-Schraubstock für diese vermaledeiten vierer-Blocks, da die Kraft selbst von zwei Schraubzwingen nicht wirklich ausreicht, vier Zellen mit ganz leichtem Bäuchlein per Alu-Endplatten so weit zu plätten, dass die Serien-Stahlbänder spannungsfrei angeschraubt werden können :roll:
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Beitrag von Joehannes » So 3. Mai 2015, 09:47

Besser eine Presse aus einem hydraulischen Wagenheber und einem Rahmen dazu.
Man muss ja dann noch die Schrauben drehen können.

Welchen Wert könnte ich beim Monitoring als undervoltage denn einstellen um
diese Ausreißer finden zu können.
Da fast alle Zellen so um 2,6/2,7V sind unter Läst natürlich, ist die Schwelle wohl
tiefer. Der Abstand zu diesem Wert soll dann auch gleich ansteigen, geht ja dann
auch schnell.
Wie wäre es mit 2,1 Volt?

Die Werte müssen dann auf den Zellen notiert werden um dann eine Zuordnung
machen zu können.

Einige Zellen haben aber auch einen etwas höheren Wert, so um 2.9V, sie sind
aber aus der gleichen Serie. Was ist mit Ihnen passiert?

hutec

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Beitrag von hutec » So 3. Mai 2015, 12:08

mein Beitrag zu Jugend forscht ... :D
batteriepresse.jpg
jetzt alle halbe Stunde eine Umdrehung zu drehen
vlt. noch ein wenig Heissluftföhn aufs Gehäuse ... die Zellen sind eh Schrott.

ich bin ja echt gespannt ob da nachher mehr Kapzität wieder zu messen ist ..

Aber wenn die wieder auf 15-20AH kommen kannn ich mir einen kleinen Solarspeicher bauen

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Beitrag von Joehannes » So 3. Mai 2015, 12:39

Ja, so oder so ähnlich. Wir brauchen halt noch Platz für die Stahlbänder
und zum Schrauben der Halteschrauben. Im Fall der 40Ah Zellen für je
4 Zellen.
Ich hoffe mir wird was Produktives einfallen was nix kostet.

Also mache ich eine Zellendatei. Hier trage ich die Lastspannug der einzelnen
Zellen ein.
Jede tiefste Lastspannug nach 30km Fahrleistung bei gleicher Strecke und Temperatur.
Dann sortiere ich:
29V
28V
27V
26V
25V
21V-24v = Loser

Bei guten 100 Zellen wohl eine etwas längere Geschichte. KÖNNTE SICH ABER LOHNEN. :shock:
Alle Zellen müssen natürlich bis 2,65 V davor balanciert sein.

Kapaermittlung durch Wandler mit Lastverbrauber 240V,

http://www.ebay.de/itm/Spannungswandler ... 3581&rt=nc


Ich habe die Belastung der Blöcke schon mal mit einem 12V KFZ--Tauchsieder gemacht um die Zellen zu entladen.
Das sollte eigentlich mit einem 12V Spannungswandler und einem Verbraucher 100w oder mehr doch auch funktionieren,
Was sagen unsere Fachleute dazu?
12V Spannungswandler an 1x4er Block LiFePo4 40AH mit Verbraucher Glühbirne 100 Watt.

Diese Entladung mit dem Monitor überwacht, der bei Erreichen der Unterspannung Alarm gibt. Wären da 100Watt okay, oder sollte der Verbraucher
und der Wandler mehr können. Welche Zeit zur Entladung kann man errechnen? Ich bin ja nicht vom Fach.

12V 40AH mit 100W wieviel Stunden bis undertvoltage ??????? :?: :o

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Beitrag von Joehannes » So 3. Mai 2015, 19:47

Thundersky u. Last v.d. Selektion.pdf
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Beitrag von MEroller » So 3. Mai 2015, 21:56

Um meine ganze 24-Zellen-Batterie nach einer Komplett-Pflege auf Kapaausreißer zu prüfen hatte ich alle Register gezogen, die mir zur Verfügung standen:
1. Motor auf Maxdrehzahl in der Luft drehend
2. Beleuchtung komplett an
3. Mein "Kraftwerk" aus DC-DC-Wandler 72=> 13,5V und Inverter 13,5V= auf 230V~ mit 300W belastet

und 4. eine normale 3-fach-Netz-Steckerleiste an die 72v Batterie angeschlossen und dort den Fön der Gattin auf volle Power und Hitze gestellt eingesteckt, mein Heißluftgebläse ebenfalls auf alles volle pulle gestellt und meinen 500W Halogen-Arbeitsscheinwerfer, der als einziger der drei zumnindest eine Teilfunktion durch leichtes Glühwendelglimmen hatte. Die anderen zwei haben schlicht Ohm'sch Strom verbraten.

In Summe brachte das um die 10A an Entladestom. So habe ich dann die schon todmüde Zelle 17 gefunden, weil sie über's BMS dem bösen Spiel ein Ende gesetzt hatte. Die habe ich dann mit einer von den 2 Schweizer GBS Zellen ersetzt, die ich über Dich und Herrn B. als Mittelsmänner erhalten hatte.

Selbige habe ich einzeln mittels dem iCharger-Klon vom blauen C Kapa messen lassen, zusätzlich aber auch mittels Widerstandsraht im Wasserglas mit dann 10A Last auf Spannungsabfall geprüft, bei voll geladen und halbleer, um den "Innenwiderstand" zu ermitteln - alles zwecks eines einfachst-Charkterisierungschecks, der vor allem im Fall der defekten Zelle 17 äußerst aufschlussreich war.

Das Messen des Spannungseinbruchs bei hoher Last ist überhaupt ein probates Mittel, um mittelmäßige bis schlechte Zellen zu finden: Alle, die weit über ihre Spezifikation hinausgehen, sind wahrscheinlich für die Tonne oder nur noch für 0,1C statische Speicherwendungen geeignet. Allerdings müssen die Zellen dazu in einem möglichst identsichen Ladezustand sein, denn der Spannungseinbruch und somit Innenwiderstand ist stark abhängig vom Ladezustand - er steigt bei leerer Zelle relativ stark an.
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Beitrag von Joehannes » Mo 4. Mai 2015, 07:27

cooles Equipment Mathias.
-Motorleistung 72V
-DC-Leistung 12V
-Steckerleiste 240v an Ladekabel 72V mit 3 Verbrauchern für ohmsche Leistung.

Und dann die Einzelspannungen der Zellen messen. So richtig interpretiert?
Also muss ich mit dem Wandler 12V/240V höher als 100W-Leistung. Vielleicht 300W Halogen.
Bei der Leistung wird der Wandler natürlich wieder teuer.
Ich will damit die 4er Blocks demontiert entladen und dann mit dem icharger wieder mit Nachweis füllen.

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