LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

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Joehannes

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Beitrag von Joehannes » Sa 9. Mai 2015, 07:46

Der Laborlader quält sich bei 3,49V mit 1,75A. Jetzt ist er schon 48h dran.
Ein Ende ist nicht in Sicht.

Den Wandler habe ich jetzt auch gekauft. Er hat 150 Watt dauerhaft und
kann bis 300 Watt. Jetzt brauche ich noch einen regelbaren Verbraucher
oder eine 100 Watt Glühbirne. Gar nicht einfach in einer Stromsparwelt.
Der Dremel ging bis 60 Watt. Mal sehen was meine Lötpistole so drauf hat?

Kennt jemand eine Formel?
12V/40AH >= Wandler 240V>=Verbraucher 100Watt. Wieviel Stunden
bis zu 10V Dc :idea: ???

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Beitrag von MEroller » Sa 9. Mai 2015, 13:20

100W / 0,833 (bei einem Umrichter-Wirkungsgrad von 83%) = 120W primär aus der Batterie.
Bei im Schnitt unter Last ca. 12,8V aus vier "40Ah" LiFePO4 Zellen müssen aus der Batterie im Schnitt I=P/U = 120W/12,8V = 9,375A fließen.
Gesunde und im Gleichlauf befindliche 40Ah Zellen müssten also nach 40Ah/9,375A = 4,267h etwa leer sein, also ca. 4h 16 Minuten.

Die ganze Formel am Stück:
tEntladung = 40Ah / (100W / (0,833 x 12,xV))

Die 12,xV kannst Du ja dann messen. Natürlich muss klar sein, dass die Zellen voraussichtlich schon eingies früher als 4h nochwas einbrechen mit der Spannung!
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Beitrag von Joehannes » So 10. Mai 2015, 07:59

Danke Meroller.

Der Laborlader hat jetzt wirklich 4 Tage gebraucht um die badboys
wieder mit 1,7A auf 3,65V zu bringen.
Diese 4 Zellen haben verschiedene Auffälligkeiten.

3 Zellen hatten unter Last eine viel niedrigere Spannung als der Rest.
Sie wurden also aus den Blöcken entfernt und durch bessere ersetzt.
Die Ruhespannung zeigte aber keinen Unterschied.

1 Zelle driftet bereits in der Ruhespannung nach unten und verliert
dann unter Last noch viel stärker an Spannung. SELBSTENTLADUNG?

Diese 4 Zellen werde ich jetzt mit dem Wandler und100 Watt in 4h
wieder entladen. Dabei aber die Zellspannungen beobachten und
beim Erreichen der Unterspannung dokumentieren. Hier werde ich
dann 2,1Volt nehmen.

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Beitrag von MEroller » So 10. Mai 2015, 15:55

Wenn eine LiFePO4-Zelle kontinuierlich Spannung verliert, obowhl nichts angeschlossen ist, ist sie innerlich zerstört: Lithium-Dendriten haben dann die Trennfolie zwischen den Elektroden durchstochen und somit einen internen Kurzschluss verursacht. Ich tu' mich etwas schwer, das als "Selbstentladung" zu bezeichnen, aber der Effekt nach außen ist leider derselbe.
Entladen bis auf 0V und entsorgen ist da angesagt :evil:

Bei den Restlichen sind wir mal gespannt auf die weiteren Beobachtungen :D
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Beitrag von Joehannes » Mi 13. Mai 2015, 20:17

Ich habe jetzt 4 defekte oder schwache Zellen in einem Block verbunden. Eine Zelle mit möglicher Selbstentladung
und 3 Zellen die in der Nutzung unter Last tiefer als 2,3x Volt lagen.
Diese Zellen wurden auf 3,65V mit zum Schluss bis 0,5A geladen.

Der Wandler hat dann mit 50 Watt Verbraucher die Zellen entleert.
Nach 4h sank die Zelle mit der möglichen Selbstentladung unter 1 Volt. Die 3 anderen Zellen waren dann noch leicht
über 3,0X Volt unter Last.

Jetzt ging der Wandler unter 11 Volt auf Alarm. Hier sollte dann eigentlich der Motor wieder gestartet werden. Ab 10,5V
schaltet der Wandler dann einfach ab.

Jetzt ersetze ich die wirklich defekte Zelle durch eine weitere schlechte Zelle und wiederhole den Kapaversuch.
Ich denke diese Zellen eignen sich weiterhin als Speicher in unserer Solarwelt. ;) Das ist Spitze...... :D

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Beitrag von Joehannes » Do 14. Mai 2015, 08:11

Nee, gerade als Stromspeicher sind sie noch nutzbar. HOFFE ICH. Hier wirken ja nicht
diese Kräfte wie in einem Roller. Man wird damit keinen Heizlüfter betreiben können, aber
so für den Rest der Hauselektrik sollte es auf der unteren Wattleistung reichen.

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Beitrag von Joehannes » Sa 16. Mai 2015, 11:21

Das geht jetzt recht flott. Im 4er Block habe ich jetzt durch den Wandler die schlechtesten Zellen gefunden.
Sie wurden zwar nur mit 100 Watt entladen, aber immerhin.
Eine stärkere Belastung durch den Roller wird wohl dann auch diese Zellen outen. Sie haben die niedrigste Kapa.

Eine Zelle habe ich möglicherweise durch Selbstentladung komplett gefiltert. Sie steht auf Überprüfung separat in der Ecke.

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Beitrag von monkeystador » Do 8. Okt 2015, 21:34

Entlädtst du die Zellen auch im Normalbetrieb bis < 2.5V? Ich habe mir vorgenommen spätestens beim Spannungseinbruch unter die 3.0V zu stoppen. Eigentlich ist ja 2.8V die Grenze, alles unter 2.5V ist schon Tiefenladung
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