60 Volt Umruestung Lifepo. 5x12V oder 1 x 60V

duesseldorfer

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60 Volt Umruestung Lifepo. 5x12V oder 1 x 60V

Beitrag von duesseldorfer » Mo 31. Okt 2016, 23:07

Hallo Kollegen, ich bin ein Anfänger und möchte meinen E-Tropolis 60V 2000w Roller von Blei auf Lifepo umrüsten. I habe auch schon 20 Zellen gekauft (3,2 V 40 Ah)

Nun stellt sich die Frage: soll ich 5 Blöcke a 12Vol , und diese in Reihe schalten? Dann wurde ich 5x 4S BMS kaufen und die 5 Blöcke in Reihe schalten. So hatte ich den Vorteil, dass wenn mal ein Block stirbt ich immer noch mit 48 Volt fahren kann. Und wenn ein BMS kaputt geht, dann steht nicht alles still.

Oder soll man einen 60 Volt Block bauen, mit 20s BMS.
Hat jemand eine Kaufempfehlung für ein gutes und günstiges BMS. Würde mit 60v 10a Ladegerät lade wollen.

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Schmendrik
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Beitrag von Schmendrik » Di 1. Nov 2016, 14:16

Der letzte Absatz von Alf mit "BMS-Scheiß" war ironisch gemeint. Das BMS ist für Lithium Zellen absolut notwendig, wenn du mehr als 10 Zyklen aus deinen Zellen haben möchtest.
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Beitrag von duesseldorfer » Di 1. Nov 2016, 18:15

Na, ja mit der Ahnung ist das so ne sache. Ich bin eher Anfaenger. Und klar koennte ich die Zellen vorher gut ausbalnancieren und man kann sicherlich auch einmal im Jahr im Winter manuell nachbalancieren. Aber 20 X 11 Euro für die Balancer Module sind ja auch keine Billigloesung.
Welche BMS würdet ihr empfehlen, und sollte man Balancer + BMS einbauen oder dann nur BMS?

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Evolution

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Beitrag von Evolution » Do 3. Nov 2016, 18:29

und jetzt steht er im Regen. BMS ja oder nein. Und wenn ja, dann welches. Gibt es nun wirklich ein BMS, das leistet, was man von ihm erwartet? Wenn man die vielen Berichte über BMS-Sauger und fehlerhaft programmierte BMS liest, verliert man jegliche Hoffnung in den technischen Fortschritt.

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Beitrag von duesseldorfer » Do 3. Nov 2016, 19:08

Na, ja BMS ja/Nein ist wohl ei Glaubensfrage. Aber mich wuede wirklich interessieren warum niemand die 5 X 12V Variante einbaut. Was spricht technisch dagegen, ist doch im Prinzip 4 Zellen in einem Block zu managen. Und muss die 5 Blöcke dann auch wieder untereinander ausblancieren, und wenn ja, welche Balancer gibt es da?
Die 5 Blei Akus sind nicht ausbalanciert.

Peter51

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Beitrag von Peter51 » Do 3. Nov 2016, 19:23

Ich denke nicht, das man 5 Balancer so ohne weiteres in Reihe schalten kann. Der Leistungsausgang wird über MosFets durchgeschaltet. Man kann auch nicht einfach 5 Stück 12V LiFePo4 Batterien mit eingebautem BMS in Reihe schalten.
Also
1. Ein Schweißgerät kaufen, denn für 20x 40Ah Zellen mußt du das Batteriefach anpassen.
2. Eine Möglichkeit wäre 5 Stück 4er Blöcke mit 1,5A Lastmodulen zu kaufen - macht 140,- Euro. Die Schaltschwelle um die 3,6V - ist auch abhängig vom Ladegerät.
3. Du fragst Klappstuhl nach seinem BelAir Umbau, ob er mit seinen 5 einzelnen 12V BMS Balancern glücklich geworden ist. Vielleicht hilft er dir auch bei den anstehenden Schweißarbeiten.
4. Oder du schaust bei aliexpress nach einem 60V BMS für 20 LiFePo4 Zellen.
5. Oder du schaust bei batterysupports.com nach einem 60V BMS für 20 LiFePo4 Zellen für 80,- USD und 100A, am besten mit Gehäuse nehmen.
Dateianhänge
LiFePO420Slogo.jpg~original.jpg
E-Max 90s von 2010 - Vmax>50km/h - km-Stand >11.400 - 4x Greensaver SP50-12 C20
E-Max 110s von 2010 - Vmax>60km/h - km-Stand >1.800 - 18x LiFePo4 CHL 40Ah

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Beitrag von Schmendrik » Fr 4. Nov 2016, 11:37

Für mich ist Balancing auch eine Form des Batterie-Managements. Aber ich glaube, wir hatten das Thema hier schon mal, wenn ich mich recht entsinne.
Jedenfalls solltest du keinesfalls die nackten Zellen aneinander setzen.

Und so ein Umbau kostet nun mal Geld. Die erwähnten 140€ sind ein notwendiges Übel. Teurer wird es, wenn du die Zellen nach wenigen Zyklen wieder ausbauen und tauschen kannst, weil sie Schrott sind.
Du kannst beim (Verbrenner) Auto auch Luft-, Benzin- und Ölfilter weglassen. Nur wird das nicht lange gut gehen...
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Beitrag von duesseldorfer » Fr 4. Nov 2016, 13:42

Ich würde jeden Block mit einem! 12 v bms versehen. Die Frage ist, ob man die 5 x 12 Volt auch ausbalancieren muss. Alle Zellen harten so ein bms vorgeschaltet.

gervais

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Beitrag von gervais » Mi 16. Nov 2016, 10:57

duesseldorfer hat geschrieben: Alle Zellen harten so ein bms vorgeschaltet.
Vielleicht mal die Begriffe klären. Ein Balancer bzw. Last /Shunt Modul verbrät Ladeleistung z.B. oberhalb 3.6V Zellspannung über einen Lastwiderstand . Gibt es einzeln oder als Bestandteil eines BMS. Diese Lastmodule kann man beliebig in Verbund mit der Zelle in Reihe schalten. Wenn am Ende dieser Kette ein Leistungsteil mit MOSFET hängt,welches bei >Uges. max (Ladebetrieb)/Uges.min (Fahrbetrieb)abschaltet, nennt man das gesamte System BMS.Gibt auch andere Varianten,die hier aber nicht rel. sind:

Beachten: Ein 12V BMS ist für Uges.12V vorgesehen und verträgt nicht zwingend Uges.60V .(die lägen dann aber am Ende der Reihe an). Selbst wenn das der Fall wäre, würde sinnlos Leistung verbraten (5x Spannungsverlust).

Daher nimmt man, wie Peter empfiehlt, ein 20s BMS mit einem ! (spannungsfestem) Leistungsteil mit definierten oder programmierbaren Schaltschwellen für Uges.min/max oder einzelne Balancermodule, die man auch nur bei Bedarf ansteckbar machen könnte*.Sind nur beim Laden erforderlich. Zwingend ist aber in jedem Fall ein Zellspannungsmonitor, bzw. Unterspannungswarner damit die Zellen nicht heimlich sterben.

*Ist hier im Forum beliebt,weil die Balancer selber durch Eigenverbrauch oder Defekt schon häufiger selber für den Zelltod bzw. Abweichung sorgten, ist halt 50cts China Schrott.(Auch wenn es hier 11€ kostet)

PS: Balancer bzw. BMS in der bei uns verwendeten Bauformen gleichen keineswegs unterschiedliche Zellen (Serienstreuung) aus,auch wenn der Name das suggeriert. Da sie aber üblicherweise die Ladeschlussspannung reduzieren und bei vollständigen BMS die max. Entladespannung oberhalb der Datenblattangaben ansetzen, machen sich die Differenzen (Innenwiderstand/Kapazität) nicht so deutlich bemerkbar. Die tats. entnehmbare Kapazität des Packs ist daher oft geringer als die Daten der Einzelzellen es vermuten lassen. Seriöse Batterie Hersteller (wie BOSCH) geben das auch an, anders als die Discounter die werbewirksam stumpf addieren und multiplizieren und als Krönung eine Entladekurve mit 0.1C abbilden.

monkeystador

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Beitrag von monkeystador » Fr 30. Jun 2017, 23:37

Muss mich jetzt auch mal hier äußern. Bin vermutlich schon etwas zu spät dran. Ich habe auch meinen Etropolis auf LiFePo umgebaut.
Meiner Meinung nach ist ein 20er BMS oder Balancer eine notwendige Investition.
BMS:
1. Die Dinger kosten nicht viel und funktionieren.
2. Überladeschutz für jede Zelle. Der Balancer trennt das Ladegerät vom Akku. Ich hoffe auch wenn mal ein Ladegerät zickt das mein BMS mich vor dem Zellentot bewahrt.
3. Tiefentladeschutz. ( leider bei meinem BMS eine zu niedrige Spannung, deshalb kann ich den Akku niemals wirklich ausreizen ohne die Zelle zu schädigen, aber es würde immerhin noch eine Entladung bis auf 0 Volt verhindern )
4. Du must ein 20er kaufen. Mehrere kleine funktioniert nicht außer die sind tatsächlich für Verkettung ausgelegt.

Balancermodule funktioneren auch. Sind aber teuerer als ein 20er Aliexpress BMS denk ich mal.

Hier ist mein Thread mit den Bildern zum Umbau.
viewtopic.php?f=1&t=3098

Noch einen kleinen Tip:
Kauf dir so einen programmierbaren Spannungsabschalter. Gibt so schwarz/grüne. Name fählt mir grade nicht ein. Wenn das Ladegerät fertig ist , trennt der Abschalter die Spannung und verhindert ein wiedereinschalten des Ladegerätes. Ist ganz gut zusammen mit einem Balancer.
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