Deutlich unterschiedlicher Verbrauch - z.B.

Myth

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Deutlich unterschiedlicher Verbrauch - z.B.

Beitrag von Myth » Do 16. Mär 2017, 21:52

Hallo Forum,

vor einiger Zeit kam mir die Idee, mir auch einen Elektroroller zu kaufen. Im Moment verbringe ich noch ein bißchen Zeit mit der Recherche (möchte noch den Klasse A Führerschein machen). Derzeit bin ich vor allem bei der Firma Trinity hängen geblieben. Beim Vergleich der Modelle ist mir aufgefallen, dass die Stromkosten massiv unterschiedlich angegeben sind. Ein gutes Beispiel:

Neptun 4.0 (45 km/h) - Verbrauch auf 100km (0,22 €/kWh), 1,30 €
Uranus 3.0 (45 km/h) - Verbrauch auf 100km (0,22 €/kWh) 0,61 €

Ist das ein Fehler? Oder kann mir jemand erklären, wie diese doch sehr ähnlichen Roller so große Unterschiede im Verbrauch haben können? Ich nahm an, dass der Verbrauch im Wesentlichen vom Luftwiderstand getrieben ist, da die Motorentechnologie ja recht vergleichbar ist.

Vielen Dank für eure Antworten.
Gruß
Robert

Sunaru

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Beitrag von Sunaru » Do 16. Mär 2017, 23:32

Ich nehme an das man bei dem Neptun den Höchstverbrauch angegeben hat, der kann auf 75kmh umgestellt werden.
Und er hat einen 4kw Motor.

Natürlich ist das ganze immer vom Fahrergewicht,Fahrstil,Topologie,Wetter etc abhängig.

Wenn du eh den A Schein machst würd ich den Neptun vorziehen.

Gruß

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geoscho

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Beitrag von geoscho » Fr 17. Mär 2017, 14:21

Moin moin,

die von Trinity angegebenen Verbrauchswerte sollten m.E. mit Vorsicht interpretiert werden (hüstel) ...

Ich komme mit meinem Uranus auf - ab Steckdose - ca. 38 bis 42 wH pro Kilometer. Zu zweit und bei Wind und Wetter können das auch 48 wH werden.

Für den Strom zahle ich 28 Cent / kWh, sind bei mir also (Flachland, Hamburg) ca. 4 kWh auf 100 KM = 1,12 Euro.

Myth

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Beitrag von Myth » Fr 17. Mär 2017, 21:23

Hallo.

Vielen Dank. Ich gehe der Einfachheit halber mal davon aus, dass sich das nicht viel nimmt. Wäre schon erstaunlich, wenn das eine Modell systembedingt den doppelten Verbrauch hätte.

Gruß
Robert

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el bosso
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Beitrag von el bosso » Fr 17. Mär 2017, 21:32

Eine hohe Spitzenleistung könnte sich auch auf den Verbrauch niederschlagen.
Benny

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bikemite

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Beitrag von bikemite » Fr 17. Mär 2017, 22:20

Die Antwort ist wirklich einfach: Trinity gibt einen realistischen Verbrauch an.

Ein Neptun mit 75 km/h wird schneller bewegt, stärker beschleunigt. Daher die geringere angegebene Reichweite, verglichen mit Uranus, obwohl Neptun einen größeren Akku hat.

Mental konstant ausgerichtete Fahrer schaffen es eventuell, auch mit Neptun nicht mehr als 45 km/h zu fahren, und bei der Ampel nicht immer vorzupreschen. Dann erreicht Neptun mit 2,5 kWh Akku natürlich eine höhere Reichweite als Uranus mit 1,7 kWh.

Ich schaffe das nicht, Neptun macht zu viel Spaß.
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Beitrag von Auggie Wren » Sa 18. Mär 2017, 14:15

bikemite hat geschrieben:
Fr 17. Mär 2017, 22:20
Mental konstant ausgerichtete Fahrer schaffen es eventuell, auch mit Neptun nicht mehr als 45 km/h zu fahren, und bei der Ampel nicht immer vorzupreschen. Dann erreicht Neptun mit 2,5 kWh Akku natürlich eine höhere Reichweite als Uranus mit 1,7 kWh.

Ich schaffe das nicht, Neptun macht zu viel Spaß.
Geht mir nicht anders. Ich erreiche mit dem L3 Akku auch nur 75-80 km, was sicher an meinem Gewicht und meiner Fahrweise liegt.
Der Neptun macht wirklich einfach zu viel Spaß, Beherrschung und Selbstlimitirrungen ist da nicht drin.
Da hätte ich mir sonst auch den Uranus kaufen können... :D

Auggie

gernot

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Beitrag von gernot » So 19. Mär 2017, 18:32

Ob nun 60 cent oder 1,20€, diese Rechnungen sind Augenwischerei und nebensächlich, wenn man die wahren Fahrtkosten ansetzt: die Rechnung wird erst interessant, wenn Du die Abnutzungskosten des Akkus in Deiner Rechnung berücksichtigst. Mit anderen Worten: den Wiederbeschaffungswert eines neuen Akkus, wenn der erste das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat.
Mal ganz grob gerechnet: Wenn dein L3 Akku perfekterweise 40.000 km halten sollte und Dich der Akku pro Volladung 70 km weit bringt, sind das ungefähr 570 komplette Ladevorgänge der Batterie. Das solltest Du in Relation zur Neuanschaffung eines L3 Akkus setzten, für den Pi-mal-Daumen 2.300€ anfallen. Grob gerechnet müsstest Du also 2300/570=4€ pro 70km gefahrenener Strecke hinzurechenen, wobei die eigentlichen Stromkosten natürlich noch dazu kommen. Damit sieht man: nur weils "billig" scheint, sollte niemand Elektroroller fahren...

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dirk74

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Beitrag von dirk74 » So 19. Mär 2017, 19:22

Rechnen wir mal alles rein:
Gesamt-Km: 29900
Roller-Kosten+Zubehör: 3300 €
Strom-Kosten bisher: 450 €
=12,5 €/100 km

Gegenüber dem Bahnfahren mit mehrmals Umsteigen ist das immer noch deutlich günstiger. Im Vergleich zum Auto sicherlich auch.
Setzt man einen 2-Takt-Roller dagegen, wird es sicherlich schwieriger, bzw. dann muss der Akku vermutlich noch deutlich länger halten. Hier kommt dann der Idealismus ins Spiel und Ökonomie und Geiz müssen weichen. :)


Gruß
Dirk
Trinity Uranus L2 - 3 kW - 60V / 40Ah Lithium-Akku - >33000 km

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Beitrag von wiewennzefliechs » So 19. Mär 2017, 19:27

gernot hat geschrieben:
So 19. Mär 2017, 18:32
Mal ganz grob gerechnet: Wenn dein L3 Akku perfekterweise 40.000 km halten sollte und Dich der Akku pro Volladung 70 km weit bringt, sind das ungefähr 570 komplette Ladevorgänge der Batterie. Das solltest Du in Relation zur Neuanschaffung eines L3 Akkus setzten, für den Pi-mal-Daumen 2.300€ anfallen.
Leider stimmen die 2.300 Euro nicht ganz ;) Lt. http://trinity-electric-vehicles.de/pro ... 4-0-75kmh/ braucht man beim Neptun für 88 km Reichweite 2 Akkus mit je 72V/28Ah (2,016 kWh). 88 km dürften den von Auggie erwähnten 75-80 km Praxisreichweite entsprechen. Einer von diesen Akkus kostet 900 Euro, 2 Stück davon also 1.800 Euro. Angenommen, die Akkus halten tatsächlich 40.000 km, dann verursachen sie Kosten in Höhe von 1.800 Euro/40.000 km = 4,5 Cent pro km. Hinzu kommen die Stromkosten. Bei einem Verbrauch von 5 kWh/100 km ab Steckdose und einem Strompreis von 28 Cent/kWh kommt man auf Stromkosten von 1,4 Cent/km. Zusammen mit dem Akku-Verschleiß liegt man also bei knapp 6 Cent pro km bzw. 6 Euro für 100 km. Für 6 Euro bekommt man zu den derzeitigen Preisen ca. 4,6 Liter Super. Ok, das ist etwas mehr als Benzinroller von der Größe des Neptun auf 100 km verbrauchen, aber sooo sehr viel mehr ist es nicht (Auggies Roller ist auf 45 km/h und 4 kW gedrosselt. Er entspricht daher einem Fuffi, und moderne Fuffis verbrauchen 3-3,5 l/100 km).
Damit sieht man: nur weils "billig" scheint, sollte niemand Elektroroller fahren...
Billiger als ein Benzinroller ist das Fahren mit einem Elektroroller in der Tat nicht. Wesentlich teurer aber auch nicht, wenn man bedenkt, dass Wartung und Reparaturen bei Elektrorollern einfacher und damit billiger sind als bei Benzinrollern.

Gruß

Michael
Emco Novantic C2000 seit 25.11.2013 - 2 kW - 48 V / 37 Ah (=1,776 kWh) Li(NiCoMn)O2
EVPS-Akku Nr. 1 (28 Ah) bei 4.304 und 8.595 km auf Garantie getauscht
Beide EVPS-Akkus bei 13.125 km erneut defekt, ersetzt durch Cleantron-Akku 48 V / 37 Ah

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