Watt Meter zwischen 2 Batterietypen hin und herschalten

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Watt Meter zwischen 2 Batterietypen hin und herschalten

Beitrag von ScooterDude14 » Mi 10. Mai 2017, 00:12

Hallo Forum:

Ich habe einen e-max 110S mit einer 48V/60Ah Li-ion und einer 48V/40Ah LiFePo Batterie.

Um genauer zu sehen, wieviel "Saft" ich jeweils noch habe, habe ich ein Watt Meter eingebaut*, das natürlich der jeweils stromliefernden Batterie zugeschaltet werden müsste. Ausserdem habe ich einen 6A Ein/Ein-Schalter, den ich dazu gern verwenden würde.

Hat jemand von Euch Erfahrung damit, wie es mit einer möglichen "Einschwingspannung" und/oder induktiven Strömen aussieht, also ob ich den 6A-Schalter verwenden kann oder es ganz anders machen muss? Ich hatte deswegen RC Electronics angemailt und in der Antwort stand was von "Einschwingspannung" und und/oder induktiven Strömen...

Vielen Dank.

ScooterDude ;)

* Batterie Minus: an Source schwarz
Controller Minus: an Load schwarz
Batterie Plus mit "dünnem" Draht über Taster/Minischiebeschalter geschleift an Source rot
Load rot wird nicht angeschlossen.

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VU18650PF

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Beitrag von VU18650PF » Mi 10. Mai 2017, 01:32

Hallo,

wenn ich richtig informiert bin hat der e-max 110s einen 48V Akku und einen Motor mit 4kW, d.h. es fließt ein Strom von 83,33A.... über einen 6A Schalter?
Übrigens, über diesen Watts Up, der für den Modellbau gedacht ist würde ich dauerhaft keine 30A schicken.

Da würde ich dir den empfehlen: https://www.victronenergy.de/battery-monitors/bmv-700
Bild

Umschaltung müsstest du mit 2 Hochstromrelais realisierten die du dann mit deinem 6a Schalter ansteuern kannst.

RelaisBild

Bei ebay mal nach Hochstromrelais 12v 120A suchen.

Gruß,

Volker
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Beitrag von ScooterDude14 » Mi 10. Mai 2017, 22:46

Hi Volker:

Dank Dir für Deine Antwort.

Also, auf den 6A-Schalter versteife ich mich absolut nicht (den hatte ich halt schon und dachte, dann kann ich ihn ja vielleicht auch - ressourcenschonend ;) - verwenden). Sehr viel blöder ist, dass ich, wie Du an dem angehängten Foto sehen kannst, mir sehr viel Mühe und Arbeit beim Einbau von Uhr, Thermometer und Watt Meter gemacht habe (und nicht nur da...). Das jetzt alles noch mal ändern zu müssen, ist/wäre reichlich frustrierend (und die fast €150 für das BMV-700 sind im Augenblick auch etwas viel...). Das Watt Meter wurde mir, wenn ich mich recht erinnere, von dem Händler empfohlen, von dem ich den e-max habe.

Das Watt Meter-FAQ von RC Electronics (was dem, was ich habe, wohl zumindest ähnlich, wenn nicht sogar baugleich, ist) gibt übrigens als Dauerbelastung 50A an, was natürlich um einiges unter dem liegt, was beim e-max (eben 48V, 4kW) meistens anliegt.

Das muss ich jetzt natürlich erstmal überschlafen... Gibt es ev. einen Ersatz für das eingebaute Watt Meter, der nicht so teuer ist und vielleicht ähnliche Abmasse hat?!

Beste Grüße,
John aka ScooterDude
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Beitrag von Peter51 » Mi 10. Mai 2017, 23:11

Sorry, so sollte mein E-Max nicht aussehen.......Ja, gibt es. Nach Watts Up Turnigy googeln - bis 60V bis 130A für €39,-. Mit einigem Geschick läßt sich der shunt ausbauen und in einem kleinen Gehäuse in der Nähe des Batterieminuspols anbringen. Reduziert die Länge der dicken Kabel ungemein.
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Beitrag von ScooterDude14 » Do 11. Mai 2017, 13:37

Hi Peter51 und Volker:

Peter51, Dir auch vielen Dank für Deine Antwort :).

Ich hoffe, es macht Euch nicht allzu viel aus, mir noch ein paar Fragen bez. dem Turnigy und dem BMV-700 zu beantworten?! :)
1) Welches Gerät würdet Ihr empfehlen, das Turnigy oder das BMV-700? Für das BMV-700 müsste ich mir halt was Geld leihen...

2) Ist die Verkabelung für beide ähnlich wie beim Watt Meter, also...
Batterie Minus: an Source schwarz
Controller Minus: an Load schwarz
Load rot wird nicht angeschlossen
beim Turnigy: Batterie Plus mit "dünnem" Draht über Taster/Minischiebeschalter geschleift an Source rot bzw. mit dem Taster (Minischiebeschalter) setzte ich nach dem Laden das Watt Meter zurück.

3a) Welchen Querschnitt haben die Kabel vom BMV-700 (Turnigy: nach den Fotos auf eBay sind das wohl etwa 4mm²?!)?
3b) Welchen Kabel-Querschnitt solte ich bei beiden zum Verkabeln verwenden?

4) Für das Turnigy bräuchte ich wohl ebenso 2 Hochstromrelais, um mit dem 6A-Schalter zwischen meinen Batterien hin-und herzuschalten?

5) Hat das BMV-700 auch einen Shunt wie das Turnigy?

6) Turnigy: ist es egal, ob es ein neues 180A-Gerät ist oder ein gebrauchtes 130A (beide bei eBay)?

7) Turnigy: gibts irgendwo im Forum ein Shunt-Schaltkreisdiagram, damit ich weiss, wie ich den Shunt verkabeln muss (direkt habe ich nichts gefunden)?

Vielen Dank nochmals! :D

John

P.S. Peter51, wie weit kommst Du mit Deinem e-max 110S (40Ah LiFePo4 CHL) bei ca. Tempo 45 und mehr oder weniger gerader Strecke?

Peter51

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Beitrag von Peter51 » Do 11. Mai 2017, 13:54

Mein E-Max 110s hat inzwischen 24Stück 40Ah CHL Zellen :oops: und einen Sabvoton Sinuscontroller sowie DC DC für 12V Bordspannung nebst neuer Verkabelung (4 Nachmittage im Winter). Energieinhalt 24x 3,2Vx 40Ah = 3kWh. Da sollten im Sommer 90km bei 45km/h drin sein. Mit 16 Zellen sollten 60km im Sommer möglich sein.
Spare auf einen Cycle Analyst V3?, dann hast du etwas Gescheites und verzichte auf die Umschalterei - wird nur zu Problemen führen.
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Beitrag von HELIX » Do 11. Mai 2017, 15:21

Hi,

bei dem Turnigy musst du aufpassen, da gibt es viele billige Nachbauten die recht ungenau sind.

Hab ich auch eins verbaut.
Bild

Wie Peter schon sagte, kannst du den Shunt auslöten und in die Minusleitung einschleifen. Dabei musst du noch eine Verbindung auf der Leiterplatte unterbrechen. Minus zur Spannungsmessung und Versorgung bekommt das Mesgerät durch den Batterieseitigen Anschluss des Shunts. Von diesem Anschluss geht es einmal an den AD-Wandler und einmal auf Ground der Leiterplatte, diese Verbindung trennen und den Shunt nur an den AD-Wandler lassen. Für die Masseverbindung eine zusätzliche Leitung vorsehen.

Hab dir einen Stromlaufplan des WattsUp`s mit angehängt.
Dateianhänge
GeändWatts_up.pdf
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Beitrag von VU18650PF » Do 11. Mai 2017, 18:41

Hi,

ja das BMV 700 hat einen 500A Shunt, an dem sind zwei fette Schrauben. An meiner Solaranlage hab ich da 70qmm Kabel dran ;)

Also ich würde nach wie vor den Modellbauteilen nicht trauen, der Kabelquerschnitt ist 2,5 oder 4qmm, für >80A solltest du aber mindestens 10qmm haben. Dünne und/oder lange Kabel werden heiß, das ist ein Indikator das du Energie verbrätst und somit weniger Reichweite hast.
Bei mir ist sich übrigens schon mal ne Lötstelle bei so einem Wattmeter bei “50A Dauerbelastung“ flüssig geworden...

Man muss einfach mal sehen für was die Teile gebaut sind, für Modellbauer, die mal messen wollen was ihr Motor verbraucht. Dies tun sie garantiert nicht für länger als 5-10 Min... und wie lange fährst du Vollgas?

Wie hier schon angesprochen, kommt noch die Genauigkeit dazu.

Ich kann dir nur empfehlen dich mal genauer mit dem BMV 700 zu beschäftigen, lade dir doch mal die Anleitung runter und du wirst sehen was das Teil für einen wahnsinnigen Funktionsumfang hat und vergleiche mit dem Modellbaum Essgerät... :shock: :lol:
Ist halt schon amtlich, dafür bisschen teurer.

Finde aber es ist den Preis voll Wert!

Um nur einige Vorteile zu nennen:

- einstellbarer Lade-/Entladeverlustfaktor
- Programmierbares potenzialfreies Relais z.B. für Unterspannungsabschalung nach Spannung und/oder SOC
- nicht nur Anzeige von Spannung, Strom, Leistung sondern auch SOC, Restlaufzeit usw.

Verkabelung ist auch einfach, der Shunt kommt in die Minusleitung, zwischen Batterie und Controller ein dünnes Kabel an Batterie Plus, dann ein Steuerkabel mit Steckverbindung vom Shunt auf das Display, fertig.

Gruß,

Volker
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Beitrag von HELIX » Do 11. Mai 2017, 19:18

Ich hätte noch dazu sagen sollen, dass ich bei meinem Wattmeter im Roller nicht den originalen 5W, 1mV/1A-Shunt verwende.

Verbaut ist ein Shunt der 100A Dauerstrom verträgt, so um die 12 W schafft der max. Der hat auch M6 Schraubverbindungen, da läuft nix weg. :D

Ist eine gut und günstig Lösung, die sehr gut funktioniert. ;)

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Beitrag von ScooterDude14 » Do 11. Mai 2017, 23:30

Hi Alf, Helix, Peter und Volker:

Vielen Dank für Euer Feedback!!

Ich denke, ich werde jetzt entweder das BMV-700 oder den Cycle Analyst nehmen, der ist sogar wasserdicht, sagt die Cycle Analyst Info Page. Das BMV-700 klingt aber auch sehr verlockend. Zumindest scheinen die beiden etwas einfacher zum Verkabeln zu sein als das Turnigy?! Einbauen würde ich es dann zwischen den Lautsprechern am vorderen Plastikteil des e-max (über dem Batteriekasten).

Aber vorher werde ich den Tipp von Helix ausprobieren: den 100A Dauerstrom-Shunt für's Watt Meter. Ist das sowas wie dies hier: Digital Rot LED Panel-Meter Amperemeter mit Shunt AC/DC12V - 260V? Würde das auch verhindern, das Lötstellen sich bei 50A Dauerstrom verflüssigen?!

Alf, bezieht sich das, was Du schreibst, auf Helix' Tipp mit dem Dauerstrom-Shunt für's Watt Meter?

Nochmals herzllichen Dank für Euer ausführliches Feedback! :D

John

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