Neptun 45km/h Drosselung entfernen, ummelden

prof7bit

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Neptun 45km/h Drosselung entfernen, ummelden

Beitrag von prof7bit » Sa 12. Aug 2017, 18:22

Hallo,

gesetzt den Fall ich kaufe einen Trinity Neptun in der 45km/h Variante, wie groß wäre der Aufwand (wahrscheinlich vor allem der Papierkram) wenn ich bei späterem Erwerb eines A-Führerscheines die Drosselung entfernen (lassen) möchte? Technisch gesehen sind das wahrscheinlich nur drei Mausklicks aber wie sieht in so einem Fall der Papierkram aus? Vermutlich brauche ich eine andere Betriebserlaubnis / Fahrzeugbrief (?), muss ich mich dafür an den Hersteller wenden (sofern dieser dann noch existiert) und/oder bekomm ich den ganzen Papierkram von TÜV und Zulassungsstelle ausgestellt wenn ich das Fahrzeug im umgebauten Zustand dort vorstelle? Und was kostet sowas mindestens?

Wie machen das eigentlich die Hersteller oder Händler wenn sie das selbe Modell wahlweise in zwei Varianten verkaufen, haben die die passende Betriebserlaubnis für den jeweiligen Fall auf Vorrat in der Schublade liegen und händigen einem entweder die eine der die andere aus je nachdem in welchem Zustand sie das Modell verkaufen?

gervais

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Beitrag von gervais » Sa 12. Aug 2017, 19:20

Auf eigene Faust: Teuer, umständlich oder gar unmöglich für Privatpersonen.

Für Hersteller (!) ist das freilich kein Problem. Unsere chin. Freunde machen das sehr wahrscheinlich nach dem Schubladen Verfahren, was aber nicht heißt, dass Du oder Dein Importeur die jeweilig andere COC Variante oder die für die Begutachtung beim TÜV notwendigen Papiere in die Hand bekommen. Es ist ja auch nicht zwingend so, dass die L1e Version mit der L3e Version identisch ist, auch wenn das im Prospekt so aussieht. Das solltest Du vorher erfragen.

Beim City EL (ein E-Dreirad) hat der Hersteller die notwendigen Papiere für die Umschreibung beim TÜV auf 45km/h individuell inkl. der Beschreibung der notwendigen Änderungen gg. Gebühr bereitgestellt , aber das wußte man vorher.

Der Trinity Importeur wird Dir aber sicher gerne verbindlich Auskunft erteilen.
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herby87
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Beitrag von herby87 » Sa 12. Aug 2017, 22:14

Wenn Du Deine 45 km/h Version wieder entdrosseln willst, dann lässt Du Dir das Original CoC von Trinity geben, programmierst den Controller um und lässt das Fahrzeug zu. Wenn Du das Fahrzeug bereits 2016 gekauft hast, dann kannst Du das Ganze wegen der EU4-Gesetzgebung, die seit dem 1.1.2017 gilt, vergessen.
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Beitrag von prof7bit » Sa 12. Aug 2017, 22:37

> aber das wußte man vorher.

Keine Sorge, ich hab ihn noch nicht bestellt, ist ja auch noch Wochenende und ich konnte bislang noch keinen Kontakt zu Trinity oder einem hier nahegelegenen Trinity-Händler herstellen. Ich geh nur in meiner Prä-Rollerkauf-Euphorie verschiedene Überlegungen durch. Es wäre natürlich schon vorteilhaft wenn man später die Fahrzeugklasse noch ohne überproportionalen Aufwand wechseln könnte, wer weiß wann mich das nächste Mal der Rappel packt und ich mir in den Kopf setze den Motorrad-Schein zu machen (mein Chef wills mir einreden "worauf wartest Du, irgendwann bist Du alt und grau" und meine Frau wills mir ausreden "bist Du wahnsinnig?", den Elektroroller hat sie aber bereits genehmigt, obwohl sie beim Preis etwas zusammengezuckt ist).

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Beitrag von prof7bit » Sa 12. Aug 2017, 22:50

herby87 hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 22:14
Wenn Du das Fahrzeug bereits 2016 gekauft hast, dann kannst Du das Ganze wegen der EU4-Gesetzgebung, die seit dem 1.1.2017 gilt, vergessen.
Was hats damit auf sich bzw welcher Teil dieser Gesetzgebung wirkt sich da aus oder worum gehts da überhaupt? Ich dachte bei Euro-4 gehts nur um Abgaswerte? Was haben die da schon wieder an zusätzlichen Schweinereien durch die Hinitertür eingeschmuggelt? Könntest Du da ein paar weiterführende Information geben?

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Beitrag von herby87 » Sa 12. Aug 2017, 23:37

Neben den Abgaswerten gibt es bei der Euro-4 auch noch andere Vorschriften die das Abgas nicht betreffen, z. B. zur Bremse, aber das ist letztendlich egal, da es schlichtweg darum geht, dass das Fahrzeug bei Erstzulassung als L3e nach dem 31.12.2016 nach Euro-4 zertifiziert ist und das ist bei den alten Neptuns nicht der Fall. Es spielt keine Rolle, ob sie die Euro-4 Vorschriften erfüllen.
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Beitrag von prof7bit » So 13. Aug 2017, 13:17

herby87 hat geschrieben:
Sa 12. Aug 2017, 23:37
da es schlichtweg darum geht, dass das Fahrzeug bei Erstzulassung als L3e nach dem 31.12.2016 nach Euro-4 zertifiziert ist und das ist bei den alten Neptuns nicht der Fall. Es spielt keine Rolle, ob sie die Euro-4 Vorschriften erfüllen.
Also auf die Gefahr hin daß ich mich als begriffsstutzig oute: Ich kann der Erklärung nicht folgen. Du schreibst ich müsste mir von Trinity das CoC für die 75km/h Variante geben lassen und dann das Fahrzeug damit anmelden. So weit so gut. Warum würde das nicht funktionieren wenn der Roller oder das CoC von 2016 wäre? Es werden doch auch heute noch Fahrzeuge angemeldet die 8 Monate beim Händler herum standen? Und wenns die ganze Zeit über ein L1e war dann war er ja noch niemals angemeldet, höchstens versichert. Ich verstehs nicht! Kannst Du die Zusammenhänge bitte für Nicht-Juristen und Nicht-Beamte erklären?

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Beitrag von herby87 » So 13. Aug 2017, 14:28

Warum würde das nicht funktionieren wenn der Roller oder das CoC von 2016 wäre? Es werden doch auch heute noch Fahrzeuge angemeldet die 8 Monate beim Händler herum standen? Und wenns die ganze Zeit über ein L1e war dann war er ja noch niemals angemeldet, höchstens versichert.
Wenn L3e Fahrzeuge ab dem 01.01.2017 erstmalig zugelassen werden, müssen sie ein CoC haben, das nachweist, dass sie die EU-4 Richtlinie erfüllen. Wenn Du einen Neptun hast, der 2017 produziert wurde, dann wird er die EU-4 erfüllen, wenn er vor 2017 produziert wurde, dann erfüllt er die EU-4 nicht. Andere Hersteller haben ihre Fahrzeuge in 2016 nach EU-4 prüfen und zertifizieren lassen, die kann man auch jetzt in den Verkehr bringen. Und wie du richtig schreibst, als L1e war er nur versichert, aber nicht zugelassen.
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Beitrag von prof7bit » So 13. Aug 2017, 16:03

Ok, ich glaube ich beginne zu verstehen. Ich muss also beim Kauf darauf achten daß in der CoC EURO-4 drin steht (es gibt also beim Neptun überhaupt keine 2016 Modelle, auch nicht die aus Herbst/Winter 2016 die das vorausschauender Weise schon hatten, warum machen die das auf den allerletzten Drücker, das ist doch ein irrsinniges Risiko für Händler? Auf welche Buchstaben/Ziffernfolge muss man da achten oder steht da wörtlich "EURO-4" drin? [sorry, ich hab noch nie ein CoC in den Fingern gehabt, zu meinen Zeiten gabs nur nen grünen ledrigen Lappen namens Betriebserlaubnis]).

Und wie lange hält das Euro-4 dann? Ist evtl für 1.1.2018 schon wieder ne Überraschung eingeplant? und 2019 und, und, und? Sollte ich ihn vielleicht gleich nach Kauf mal für nur einen Tag als L3e anmelden nur um den Lauf der Zeit einzufrieren? Oder machen vorausschauende Händler sowas von sich aus? Kann man das nachprüfen?

gervais

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Beitrag von gervais » So 13. Aug 2017, 16:22

Schätze doch mal, wieviele Roller bundesweit von L3e zu L1e (und umgekehrt) umgeschrieben werden ? Das wird doch auch nicht beworben. Betrifft ein paar Leute, um die sich Hersteller, geschweige denn Händler, sicher keine Gedanken machen müssen.
Mein Roller wächst mit ist eine lustige Idee, aber kommerziell völlig uninteressant. Mein Tipp wäre auch der Deines Chefs.

PS: Auf Mobile.de stand (steht?) seit langer Zeit ein "nagelneuer" Golf V TDI mit EURO 5 ohne EZ . Keine Zulassung mehr möglich, da hat auch jemand eine Frist verpasst. Standuhren ohne EZ bzw. Herstellerbescheinigung sind halt immer ein Risiko
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