Neuer Jupiter nicht zugelassen…

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chrispiac

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Neuer Jupiter nicht zugelassen…

Beitrag von chrispiac » Mi 6. Dez 2017, 18:36

Oh je, was für eine Zeitverschwendung! Ich nutzte die erste Möglichkeit für einen Nachmittagstermin beim Staßebverkehrsamt im Dezember, um endlich meinen Jupiter 11.0 zuzulassen. Die Mitarbeiterin war sehr aufgeschlossen gegenüber der Idee einen Elektroroller zuzulassen und sicherte sich gleich die Mithilfe mehrerer MitarbeiterInnnen, für den Fall, das sie nicht weiterkommt. Alles ging soweit gut, bis es zu den Punkt 3.3.1 „Electric vehicle configuration“ im COC kam, wo sämtliche Einträge ausgestrichen sind und N. A. (für not avaiable) steht. Das läst sich aber nicht im Fahrzeugschein eintragen, da Fahrzeuge ohne irgend einen (elektrischen) Motor nicht zulassungsfähig sind. Also soll ich irgendwoher entweder eine Musterzulassung bekommen oder über den TÜV eine KBA Abfrage stellen, was mal eben über 30€ kosten soll. Der „Spaß“ hat mich ca. 3 Studen (ca. 1 1/4 Stunden davon warten) gekostet und den Straßenverkehrsamt mal eben 4 eingebundene Mitarbeiter inkl. den Behördenchef und einen Besuch beim TÜV, der direkt nebenan eine Niederlassung hat, der aber an der Situation leider auch nichts ändern kann (zumindest nicht 5min vor Feierabend und ohne die Hand aufzuhalten). Ein verschwendeter Nachmittag…
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Eule

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Beitrag von Eule » Mi 6. Dez 2017, 19:18

chrispiac hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 18:36
nicht zulassungsfähig
Äh, kurze Zwischenfrage: wenn du "nicht zulassungsfähige" Papiere bekommen hast, warum rufst du nicht direkt während der 4-Frauen-Show beim Händler an? Hätte man doch vielleicht sofort klären können :?:
Gruß
Werner

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MEroller
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Beitrag von MEroller » Mi 6. Dez 2017, 19:22

Nein, nicht verschwendet, sondern etwas dabei gelernt: Ohne eingetragenen Antrieb keine Zulassung als Motorfahrzeug ;)

Auf der Rückseite der CoC sollten folgende Einträge vorhanden sein:
20. Engine manufacturer: Taizhou Quanshun Motor Co., Ltd.
21. Engine Type as marked on the engine: Was auch immer für eine Bezeichnung da drauf steht
21.2 Engine Number: die eingeschlagene Motornummer, normalerweise um die Antriebswelle herum
22. Working principle: electric / und der Rest durchgestrichen (spark ignition, compression ignition, two / four stroke)
23 bis 25. --- oder n.a. (not applicable, nicht anwendbar)
26. Maximum net power or maximum continuous rated power as applicable: 11kW oder so ähnlich
26.1 das Leistungsgewicht in kW/kg
28 Gear box: n.a.
29 Gear ratio: 1:1 oder n.a.

Wenn das samt und sonders als n.a. auf Deiner Puma-CoC vermerkt ist, dann würde ich die Zulassung auch verweigern...
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Beitrag von Evolution » Mi 6. Dez 2017, 19:29

Elektrofahrzeuge sind für die meisten Straßenverkehrsbehörden ein Novum. Bei mir waren auch zwei Mitarbeiterinnen und der Bereichsleiter involviert. Eine vernünftig ausgefüllte COC ist ein Muß. So ist der verkaufte Jupiter mangelhaft. Ich würde unter Fristsetzung mit Androhung der Rückgängigmachung des Kaufvertrages zur Nachlieferung einer ordnungsgemäßen COC auffordern.

Peter51

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Beitrag von Peter51 » Mi 6. Dez 2017, 19:48

Naja, vor gut 2 Jahren ging die Zulassung meines L3e Rollers E-Max 120s auch nicht so problemlos vonstatten. 1. pochte man auf einen Verzollungsnachweis, obwohl von einem deutschen Händler gekauft. 2. hatte ich schon das lange Leichtkraftradkennzeichen, trotzdem passten 2 Buchstaben, 2 Ziffern, die Saison 03..10 und ein E nicht drauf. Fahre nun ohne E......
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Beitrag von otten.l » Mi 6. Dez 2017, 20:56

Wir können inzwischen auch schon ein Lied davon singen. Bislang hat es überwiegend Zeros getroffen. Ein COC, Elektroantrieb und dann auch noch in einer fremden Sprache - das bringt die meisten Mitarbeiter offenbar an ihre Grenze ;) Der Landkreis Emsland hat sich dem inzwischen aber angenommen.

Die Zulassung meiner privaten Zero (in einer anderen Stadt) hat zeitweise ebenfalls vier Mitarbeiter gebunden, ist aber korrekt gemacht worden. Da waren die Papiere dann auch noch aus den Niederlanden :D

Wir sind eben auch in dieser Hinsicht noch Pioniere.
Zero DSR 13.0, FXS 6.5 / NIU N1s, M1s, M1p / Trinity Uranus, Jupiter / Emco Nova, Novi
Vertragshändler für Zero, NIU, Trinity, Emco
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chrispiac

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Beitrag von chrispiac » Do 7. Dez 2017, 16:09

Eule hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:18
chrispiac hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 18:36
nicht zulassungsfähig
Äh, kurze Zwischenfrage: wenn du "nicht zulassungsfähige" Papiere bekommen hast, warum rufst du nicht direkt während der 4-Frauen-Show beim Händler an? Hätte man doch vielleicht sofort klären können :?:
Die „4 Mitarbeiter-Show“ mußte erst einmal feststellen, was noch benötigt wird. Dann gilt in dem Großraumbüro Handyverbot und die Telefonnummer von Trinity habe ich nicht im Mobiltelefon gespeichet. Zudem wollen Behörden meist „Papier“ sehen. Es wäre sehr unwahrscheinlich gewesen, das ich gleich jemand bei Trinity an der Strippe erreicht hätte, das notwendige Papier vorrätig wäre und die Behörde sich mit einem Fax begnügt hätte.
MEroller hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:22
Nein, nicht verschwendet, sondern etwas dabei gelernt: Ohne eingetragenen Antrieb keine Zulassung als Motorfahrzeug ;)
So sehe ich das inzwischen auch. Das ist halt das Schicksal des Pioniers, das er die Schlachten schlagen muß, die Nachzüglern dann die Arbeit erleichtert. Da sprach' erst einmal der Frust aus mir…

Die Eintragsnummern im COC weichen von Deinen Vorhersagen ab. Könnte mit den Neuerungen mit EURO 4 zusammenhängen. Du bist aber sehr nahe dran.
Evolution hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:29
Elektrofahrzeuge sind für die meisten Straßenverkehrsbehörden ein Novum. Bei mir waren auch zwei Mitarbeiterinnen und der Bereichsleiter involviert. Eine vernünftig ausgefüllte COC ist ein Muß. So ist der verkaufte Jupiter mangelhaft. Ich würde unter Fristsetzung mit Androhung der Rückgängigmachung des Kaufvertrages zur Nachlieferung einer ordnungsgemäßen COC auffordern.
Ich bin schon froh, dass die Mitarbeiter der Behörde eigentlich recht Aufgeschlossen der Idee gegenüberstanden. Sie suchten, innerhalb ihrer Möglichkeiten durchaus noch einen Weg für die Zulassung und haben die bisherigen Eingaben auch gespeichert, damit bei Wiederaufnahme direkt an der Stelle weitergemacht werden kann. Den kann ich Keinen Vorwurf machen. Trinity eigentlich auch nicht, da sie versprochen haben, sich nach Möglichkeit um solche Fälle zu kümmern - das liegt ja auch in ihrem Interesse. Ich habe denen den Fall jetzt per eMail geschildert, mal sehen wann und wie sie reagieren.

Sie haben ja auch umgehend mit einer Nachlieferung sämtlicher COCs nach Achims Meldung mit der falschen Spitzengeschwindigkeit reagiert. Ich denke mal, das irgendwas in der Form jetzt leider erneut fällig ist, sofern keine Musterzulassung greifbar ist. Die Drohkulisse ist dazu hoffentlich nicht nötig, dazu waren die Gespräche mit Trinity bisher zu Konstruktiv.
Peter51 hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 19:48
Naja, vor gut 2 Jahren ging die Zulassung meines L3e Rollers E-Max 120s auch nicht so problemlos vonstatten. 1. pochte man auf einen Verzollungsnachweis, obwohl von einem deutschen Händler gekauft. 2. hatte ich schon das lange Leichtkraftradkennzeichen, trotzdem passten 2 Buchstaben, 2 Ziffern, die Saison 03..10 und ein E nicht drauf. Fahre nun ohne E......
Danke für die Pionierarbeit. Von Trinity habe ich entsprechende Nachweise erhalten und für Elektrofahrzeuge und Leichtkraftmotorräder hält das Straßenverkehrsamt der Städteregion Aachen extra „Kurznummern“ vor. Leider begrenzt das die Möglichkeit von Wunschkennzeichen. Die lassen sich für gewöhnliche Fahrzeuge hier soger im Internet reservieren.
otten.l hat geschrieben:
Mi 6. Dez 2017, 20:56
Wir können inzwischen auch schon ein Lied davon singen. Bislang hat es überwiegend Zeros getroffen. Ein COC, Elektroantrieb und dann auch noch in einer fremden Sprache - das bringt die meisten Mitarbeiter offenbar an ihre Grenze ;) Der Landkreis Emsland hat sich dem inzwischen aber angenommen.

Die Zulassung meiner privaten Zero (in einer anderen Stadt) hat zeitweise ebenfalls vier Mitarbeiter gebunden, ist aber korrekt gemacht worden. Da waren die Papiere dann auch noch aus den Niederlanden :D

Wir sind eben auch in dieser Hinsicht noch Pioniere.
Danke für Deine Stellungnahme. Gerade die hat mich in der Auffassung bestärkt, das Elektrozweiradfahren doch noch eine Pioniertat ist und scheinbar noch etwas entfernt vom „Massenmarkt“, insofern verbuche ich den Besuch beim Straßenverkehrsamt als Lehrzeit und nicht als „Leer“-zeit. Wenn man das öffentlich macht (wie hier im Forum) haben wenigstens viele was davon und das hilft Nachzüglern richtig vorbereitet bei den Zulassungsbehörden vorzusprechen. Damit dürfte ich Anderen die Erfahrung (und die verbundene Wartezeit) erspart haben.
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Beitrag von Evolution » Do 7. Dez 2017, 16:20

Peter, bei welchem deutschen Händler war 2015 ein E-Max 120S vorrätig? Krain? Die waren doch zu der Zeit erst angekündigt!

Peter51

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Beitrag von Peter51 » Do 7. Dez 2017, 18:58

Der letzte Importeur für E-Max Roller war e-tropolis (Gehören zur SIG Solar GmbH 28816 Stuhr). Da habe ich meinen E-Max 120s gekauft. Die haben im September 2015 ein Schlußverkauf veranstalltet und auch etliche etropolis Modelle wurden verkauft. Leider sind viele E-Max Ersatzteile auf einem Bremer Schrottplatz gelandet......
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E-Max 110s von 2010 - Vmax>60km/h - km-Stand >1.800 - 18x LiFePo4 CHL 40Ah

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Beitrag von Evolution » Fr 8. Dez 2017, 13:39

Ja. Ich habe von dieser rabiaten Entsorgung gehört. Eine solche Wertevernichtung ist nur mit hohem Frust zu erklären.

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