Niu N1S Bremse

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el bosso
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Niu N1S Bremse

Beitrag von el bosso » Mo 16. Apr 2018, 09:48

Ich hab ein mittleres Problem an der VR-Bremse.
Direkt nach dem Entlüften hab ich einen akzeptablen Druckpunkt, aber nach 15min schwindet er, und der Griff lässt sich mit Kraft bis zum Griff ziehen. Beim Pumpen des Hebels ist kein Wandern festzustellen.
Ist das bei euch auch so? Ist die VR-Bremse defensiver ausgelegt?
Ich dachte erst ich hab Luft im Kolben, weils beim Entlüften etwas geblubbert hat. Daher dachte ich daran ein Stahlbus Entlüfterventil anzubringen und noch mal zu entlüften. Weiß jemand die Gewindemaße der Entlüfterschraube mit Sicherheit?
Meine andere Vermutung ist nun, die Flüssigkeit kann den Schlauch unter Druck expandieren, was durch den größeren Durchmesser und die weichere Außenhülle begünstigt wird.
Was würdet ihr empfehlen, Ventil oder Stahlflexleitung oder beides?
Benny

kabee

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Beitrag von kabee » Mo 16. Apr 2018, 09:56

Das ist Absicht. Die Vorderradbremse wurde so konstruiert, dass sie zwar einerseits giftig reagiert, aber andererseits es äußerst schwierig ist sie zum Blockieren zu bekommen. Das wurde wohl so gemacht, weil sich bei den ersten NIUs ein paar Unbedarfte nach kraftvollem Zupacken auf den Bart gelegt haben. Entlüften bringt da gar nichts.
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achim

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Beitrag von achim » Mo 16. Apr 2018, 11:48

Was ich ein vollkommenes Unding finde. Ein schwammiger Druckpunkt vermittelt immer ein ungutes Gefühl.
Wie immer - alle müssen sich nach den Doofsten richten.

Gruß,
Achim

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el bosso
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Beitrag von el bosso » Mo 16. Apr 2018, 12:21

achim hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 11:48
Was ich ein vollkommenes Unding finde. Ein schwammiger Druckpunkt vermittelt immer ein ungutes Gefühl.
Ja, ich denke nur man bremst hart (sportlicher Fahrstil, man möchte verlorene Meter auf der Bremse gutmachen und bremst spät) und aus irgendwelchen Gründen (Temperatur, Belag, durch ne Pfütze gefahren + Scheibe feucht) ist die Bremsleistung nur noch 80% oder so und ich kann nicht stärker am Hebel ziehn, weil der schon auf Anschlag ist.
Außerdem find Ichs doof, wenn der eine Hebel nen anderen Weg oder Kraftaufwand, als der andere hat. Ist doch grad das coole am Roller. Zwei Hebelbremsen und vorne natürlich rechts, wie's sich gehört.
Ich hab mal das Bike eines Bastlers begutachten dürfen (GSX-F 750 älteres Modell mit abgespeckten Ölradiator als Streetfighter-Projekt). Das Teil hatte mit Stahlflexeitung so brachial auf abtippen verzögert, dass du dachtest es schlägt 'ne Granate hinten in den Frame rein. Schon nahezu beängstigend.
Benny

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Eule

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Beitrag von Eule » Mo 16. Apr 2018, 13:02

el bosso hat geschrieben:
Mo 16. Apr 2018, 12:21
man bremst hart (sportlicher Fahrstil
Das würde funktionieren, wenn du den Roller unterm Sitz mit Bleibatterien zuschmeist. Dann baust du eine Rennbremse ein und die Fuhre wird dich trotzdem nicht aushebeln, aber schwarze Striche auf den Asphalt malen :mrgreen:
Gruß
Werner

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el bosso
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Beitrag von el bosso » Mo 16. Apr 2018, 13:22

Also was komisch ist, ich hatte nach der Lenkermontage reichlich Luft in den Bremsen und hab mal nach Möglichkeiten gesucht die raus zubekommen und bin schnell fündig geworden.
Trick 17: du ziehst die Bremshebel voll durch, dadurch wird eine Öffnung im Hebel frei, die es Blasen ermöglicht zu diffundieren. Der Hebel wird mit drei Haargummis fixiert und bis zu 24h stehen gelassen.
Hat hinten super funktioniert. Vorne wird der Bremspunkt annähernd gleich gut, aber nach 15 min lässt sich der Hebel wieder lasch durchziehen.
Da kann doch was nicht stimmen!
Hat mal jemand die Muße das auszuprobieren?
Einzige Idee meiner Seite wäre noch, die Entlüfterschraube jedes mal zuzudrehn und erneut zu öffnen - hab ich nämlich nicht gemacht 🤔
Benny

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Beitrag von NIU2017 » Mo 16. Apr 2018, 21:13

Ist bei mir auch so, deshalb hat der Händer sie auch entlüftet, es ist aber immer noch so wie von dir beschrieben. Ich finde die Bremsleistung aber trotzdem ziemlich gut. Meine 125er Vespa hat einen viel längernen Bremsweg und man muss auch viel kräftiger zulangen. Ich habe mich an die Bremse vom NIU gewöhnt und komme jetzt super zurecht. Meist bremse ich erst leicht mit der hinteren Bremse an und nehme dann die vordere mit dazu.

Sustainable

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Beitrag von Sustainable » Di 17. Apr 2018, 08:10

Guten Morgen,

bei mir ist es nicht so. Wenn ich den rechten Bremshebel ziehe, dann blockiert das Vorderrad, wenn der Hebel noch ca. 1 cm vom Griff entfernt ist.

Ich empfinde eher die schlechten Serienreifen als limitierenden Faktor bei der möglichen Verzögerung. Bei Trockenheit funktioniert das ja noch einigermaßen gut, aber auf feuchter Fahrbahn (Spur einer Straßenkehrmaschine) habe ich einen ungewollte Sopermoto-Drift hingelegt. Zum Glück kam es zu keinem Sturz. Nur der Seitenständer ist jetzt mit der Schräglagenebene angeschliffen.

Klingt exakt wie bei Wasted im Thread Allwetterreifen:
Wasted hat geschrieben:
Do 7. Sep 2017, 17:49
Ich in die Linkskurve rein und plötzlich merke ich wie das Heck ausbricht. Der Roller beginnt sich zu neigen und schon schlagen mir die Funken entgegen.

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Beitrag von el bosso » Mi 18. Apr 2018, 18:40

Also vielleicht bin ich ja paranoid, aber es kommt mir fast so vor, als ob die neuere Dot 5.1 BF sich stärker komprimieren lässt, als die Dot 4. Fast so, wie beim geringeren Viskositätsindex beim Gabelöl. (((Die Gabel federt da zwar weicher, hängt aber locker 1-2 cm tiefer in den Federn, und schlägt leichter durch...))) 😵
Die Tabellen mit Eigenschaften der BFs geben zwar die Kompressibilität als gering an, aber sowohl bei Dot 4 & 5.1.
Naja, aber dass sich der Hebel komplett bis an den Griff ziehen lässt ist doch schon daher doof, däss man sich da die Finger zwischen einklemmen kann.☝
Ich überlege echt, ob ich wieder die alte durch die Leitung jage.
Benny

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Beitrag von chrispiac » Mi 18. Apr 2018, 19:12

Zitat aus dem Wartungshandbuch NIU N1S/Civic - English - V1 Seite 8:
Specifications of the braking system:

Dedicated brake liquid DOT3 or DOT4
Wir treffen uns… an der Steckdose!

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