Lenkkopflager rastet

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lasser
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Lenkkopflager rastet

Beitrag von lasser » Mi 16. Mai 2018, 22:54

Moin!
So langsam muss ich mal um das Lenkkopflager meines Rollers kümmern. Es rastete schon lange ganz leicht, ohne das es zu Problemen kam. Jetzt aber ist der Rastpunkt - natürlich geradeaus - so stark, dass das Kurvenfahren zwar noch nicht gefährlich, aber doch kein wirklich Spaß mehr ist.
Gehe ich richtig in der Annahme, dass das 2 Lager sind, eines oben, eines unten? Und das ich beide im Prinzip nur säubern, einfetten und um 90° gedreht wieder einbauen müsste?

Davor käme allerdings der Ausbau. Und sowas habe ich bei einem Roller noch nicht gemacht. Mal ganz blöd gefragt: wie geht das? Verkleidung vorne alles ab, alles vom Lenker runter, Lager lösen und Gabel nach unten raus?

Was würde sowas ca.(!!) bei einem 2-Rad-Schrauber kosten?
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Beitrag von dominik » Fr 18. Mai 2018, 12:14

Der Ausbau geht grob wie von die beschrieben.

Es sind zwei Lagerschalen, eine oben , eine unten.
Das drehen derer wird wenig bis nichts bringen, falls du sie überhaupt ohne Deformation aus dem Lenkkopf raus bekommst.

Ich würde zuerst mal die Klemmung des Lenkkopflagers etwas lösen und dann versuchen die vorhanden Lager fetten.
Die Chinesen haben mit Fett nur spärlich wenn nicht sogar gar nicht gearbeitet.

An meinem war es ähnlich, ich wollte auch schon neue Lager bestellen und alles auseinanderbauen.
Da fiel mir aber mein ab Werk völlig "fettfreier Tachoantrieb" wieder ein, der nach 1000km schon defekt war.
Habe dann zuerst mal das Lenkkopflager etwas gelockert und mal mit einem vorhandenen Sprühöl etwas rein gesprüht und siehe da das rasten war sofort weg.
Habe dann ein spühbares Motorrad-Kettenfett besorgt , das Lager etwas weiter aufgeschraubt damit das von oben und von unten geflutet.
Das ist zwar die Lösung für die faulen, funktioniert jetzt aber schon seit zwei Jahren und erspart einem eine Menge Arbeit.
Hierfür brauchst du die Gabel nicht komplett ausbauen, du musst nur soweit lösen das du mit dem Sprührohr oben und unten rein kommst.
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Beitrag von achim » Fr 18. Mai 2018, 13:16

In dem Moment wo über den Außenring eines Lagers eine Kraft übertragen wird ist es Schrott.
Ausbau ohne Zerstörung also kaum möglich. Kräfte immer nur über den Innenring übertragen.
Geh mal davon aus dass es sich um simple offene Axiallager handelt.
Evtl. wäre eine Umrüstung auf Kegelrollenlager möglich-

Gruß,
Achim

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Beitrag von lasser » Fr 18. Mai 2018, 14:36

@achim, @dominik, vielen Dank für eure Antworten!

Ich habe mir inzwischen die Sache genauer angesehen und entschieden, dass ich das nicht selbst machen werde. Es ist vermutlich nicht besonders kompliziert, aber aufwändig, und das scheue ich im Augenblick.

Ich habe nicht allzuweit weg einen Rollerschrauber gefunden, der das gerne macht. Ich nehme ihm, soweit es geht, die Entkleidung des Rollers ab. Spart Zeit und Geld, vermutlich auch Schäden, weil die Verkleidungsteile inzwischen ein bisschen - naja, eigensinnig sind.

Übrigens ist bereits ein Kegelrollenlager eingebaut, meint zumindest der Schrauber, der sofort meinte, in das Ding passt ein Standard-Lager ;-)

Ich hoffe, er behält recht, denn der damalige Verkäufer des Rollers (Quadix) schweigt sich nach einer Ersatzteilanfrage wie bisher immer aus. :evil:

LG
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Beitrag von Peter51 » Fr 18. Mai 2018, 21:24

Gehe man davon aus, dass deine Lenkkopflager Kugeln haben. In der Regel sind Bezeichnungen auf den Lagern eingelasert. Bilder sagen mehr als Worte:
Dateianhänge
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Beitrag von Joehannes » Fr 18. Mai 2018, 22:28

Ich denke auch es ist ein Kegelrollenlager. Auch zu finden bei Racingplanet.de
125er Klasse Benziner.

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Beitrag von lasser » Fr 18. Mai 2018, 22:39

Du hast irgendwo hier mal was davon geschrieben, dass der Cemoto OS310 baugleich mit einem REX RS 1100 sei, zumindest im Betreff (viewtopic.php?f=1&t=1055&p=14686&hilit= ... 100#p14686).

Ist das tatsächlich so? Erinnerst Du noch, wo Du das her hast?
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Beitrag von Joehannes » Sa 19. Mai 2018, 07:45

JA; war von racingplanet für einen Freund von STW aus Berlin. Ich denke der user war gernot hier im Forum.
http://elektroroller-forum.de/E-Roller- ... not#p34738
Dateianhänge
DSC_0495-1305x979.JPG

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Beitrag von achim » So 20. Mai 2018, 00:16

Ein Kegelrollenlager sollte aber ein (fast) ewiges Leben haben.....

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Beitrag von didithekid » So 20. Mai 2018, 10:15

achim hat geschrieben:
So 20. Mai 2018, 00:16
Ein Kegelrollenlager sollte aber ein (fast) ewiges Leben haben.....
Hallo,
dem würde ich mich auch anschließen. Wenn das untere Lenkkopflager (das die Hauptlast trägt) ein Kegelrollenlager ist,
würde ich zunächst prüfen ob es tatsächlich daran liegt. Eine Rastung kommt eigentlich nur bei Kugeln vor, weil diese auf einem Punkt aufliegen und sich dort eindrücken. Villeicht ist die Rastung aber auch im oberen Lager (dass vermutlich Kugeln hat). Durch zu starkes Anziehen des Vorspannringes kann auch das obere Lager leiden (das beim Fahren kaum Last trägt). Müsste nur das obere Lager getauscht werden, ist der Arbeits-Aufwand meist deutlich geringer.
An Spezialwerkzeug (falls man es selbst mach) wird (für oben) vermutlich ein Hakenschlüssel und ein Schraubenschlüssel in der (großen) Schlüsselweite der Spannmutter sowie ein langer Dorn oder Schraubenzieher gebraucht. Heißluftföhn ist beim Einbau hilfreich.


Viele Grüße
Didi
Zuletzt geändert von didithekid am So 20. Mai 2018, 10:28, insgesamt 1-mal geändert.

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