LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

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MEroller
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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von MEroller » Mo 4. Mai 2015, 09:32

Joehannes hat geschrieben:Und dann die Einzelspannungen der Zellen messen. So richtig interpretiert?
Ja, wobei das bei der Gesamtbatterie das BMS gemacht hat. Bei einem 4er Block kann man das sicher auch von Hand machen. Aber es stimmt schon, eine ausreichende Entladelast brauchst Du schon!
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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von hutec » Mo 4. Mai 2015, 09:34

hallo Johannes,

der Icharger kann auch kontrolliert mit hohem Strom entladen , wenn er einen externe Last hat, die die mehrheit der Leistung verbrät.

Ich habe das mit meinem Aufbau bis zu 8 Zellen und 20A geschafft . Grosser Vorteil wenn eine der Zellen wegbricht dann kann der Icharger das ganze entladen stoppen.

Das coolste ist man kann sogar Rückwärts die Energie wieder in einen anderen Akku speisen . Dann gibt es viel weniger umgesetzte Wärme .
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STW
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Beitrag von STW » Mo 4. Mai 2015, 10:51

Schön, ein Thread mit Kompetenz :D

Ich denke, die Messmethoden (Zelle unter Last und gib ihm ...) und die 2.1V-Grenze passen ganz gut. Ich hatte ja bei meinen Calbs auch so zwei Ausreißer dabei, die ich letztes Jahr gewechselt habe. Gleiche Auffälligkeit: kaum über 3.38V zu bringen beim Laden, unter Last und nach 30km aber als erste mit tiefer Spannung und nach 50km ganz auf leer, bei theoretisch 70km Reichweite unter realen Bedingungen ( = digital genutzer Gasgriff :mrgreen: )

Es gibt zwei vermutete Ursachen bei mir: die eine Zelle war schon von Anfang an derart auffällig, die hätte ich mal besser gleich zurück geschickt. Bei der anderen Zelle hatte sich ein Balancerkabel gelöst zwischen meinen mittlerweile nur noch jährlich stattfindenden Inspektionen, die wird häufiger mal einen über den Durst bekommen haben und damit irgendwann Ende. Dank Baumarktverspannung (Lochplatten Stahl und mit Gewindestangen dann auf Druck gebracht) aber ohne Blähbauch.
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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » Mo 4. Mai 2015, 13:07

Alle meine Zellen von thundersky oder Winston usw. ohne layout sind aus 2. oder sogar 3. Hand. Zwei Zellen wurden bei lipopower gekauft und vier Zellen
kommen von litrade. Diese neuen Zellen halten sich über 3V unter Last. Die Gelben........
Der Rest hat halt schon etwas gelinde gesagt irgendwo gelitten.
GBS-Zellen sind noch in storage.

Im Normalfal nicht so schlimm, da die Belastung bei einer Solaranlage gering sein sollte. Wird halt als Speicher genutzt.
Beim Roller wirken eher ganz andere Kräfte. Da zieht es eine Zelle plötzlich ins Nirwana nach unten.
Die Quittung bekommen wir vom Controller der ja seinen voreingestellten Job macht.
Dann erholt sich die Zelle wieder und sieht aus als ob nix gewesen ist.

Da nützt auch nix die smarte Entladung auf dem Hauptständer. Die Zellen bleiben dann gut im Gleichlauf. Der Ruhezustand dieser defekten Zelle
ist zwar etwas niedriger aber sonst unterscheiden sie sich nur unter viel Last. Diese Zellen muss man also filtern.

Es nützt auch nix die Kapa zu ermitteln. Wo 26.000mAh verloren gehen können auch wieder 26.000mAh wieder rein.
Wir müssen die Zellen als mit einer Last von 1-2C prüfen. Nur dann finden wir die badboys.
Richtig?

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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von hutec » Mo 4. Mai 2015, 14:47

so wie ich das hier alles lese denke ich auch , dass kontrolliert mit 1-2C geprüft werden muss.

Und das werde ich in Kürze machen können . Zumindest auf Einzelzellen Ebene. 80A x 3V sind 240W sollte noch gut in Wärme umgesetzt werden können.

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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » Mo 4. Mai 2015, 22:21

Schön das STW seine Stromrechnung wieder bezahlen konnte. Der Kommentar hat mir schon gefehlt.
Hutec, seine Ratschläge brauchen wir hier.

Das mit der zusätzlichen Last beim icharger kenne ich aus der Beschreibung. Hier sind dann aber auch nur
100 Watt denke ich möglich.

Ich habe Heute die 20 Zellen im Stand on Hauptständer by speed entleert. Gut das ich einen SCP- Schlachter habe.
Er war 4h in der Ecke gestanden und hat geheult. Ohne Licht, denn ich traue den Fassungen nicht.
Mit im Spiel war der Monitor um die tiefsten Zellen zu outen.
Aber ohne Berganfahrt sind auch hier keine tatsächlichen Zahlen möglich. Bei OCB bin ich auf 30% gegangen.
Eine Entleerung um 70% unter Last.
Jetzt hängt ein 4er Block am icharger. Sein Wert unter Last am Berg nach 4h: 2.7x/2,7x/2,6x/2,6x = Block C 2
aus der Datei.
Der icharger lädt nur mit 4A, denn ich vertraue nicht den Kabeln und dem PQ-Stecker.
Jetzt hat er schon 23500 mAh in 9h gefüllt.
Ich habe CHG Balanc und 3,70V eingestellt.
Der Schlachter vom Herbst war ein guter Kauf denke ich.
Den Bremssattel hinten habe ich aber wegen dem Heckschaden lieber entfernt. Die Bremscheibe ist etwas unrund im Lauf.

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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » Di 5. Mai 2015, 19:32

Damit es nicht zu trocken wird. Hier muss ich S4 und S16 tauschen.
Ich öffne Block 1 und Block 4 und tausche S4 durch S15.
Die Zellen des Schlachters sind aus 12/2008.




SCP Schlachter_1700x956.jpg
SCP Schlachter
Entladung_1700x956.jpg
Entladung
tiefste Spannung unter Last_1700x956.jpg
tiefste Spannung unter Last nach Entladung
Zelle 1-16 SCP Schlachter_1700x956.jpg
Ruhespannung nach der Entladung S1-S16
S1-S4 raus_1700x956.jpg
S1-S4 raus und erszetzt
badboys am Laborlader_956x1700.jpg
badboys trotzdem am Laborlader.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Zum Pimpen auf 72V reicht es allemal.

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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » Sa 9. Mai 2015, 07:46

Der Laborlader quält sich bei 3,49V mit 1,75A. Jetzt ist er schon 48h dran.
Ein Ende ist nicht in Sicht.

Den Wandler habe ich jetzt auch gekauft. Er hat 150 Watt dauerhaft und
kann bis 300 Watt. Jetzt brauche ich noch einen regelbaren Verbraucher
oder eine 100 Watt Glühbirne. Gar nicht einfach in einer Stromsparwelt.
Der Dremel ging bis 60 Watt. Mal sehen was meine Lötpistole so drauf hat?

Kennt jemand eine Formel?
12V/40AH >= Wandler 240V>=Verbraucher 100Watt. Wieviel Stunden
bis zu 10V Dc :idea: ???

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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von MEroller » Sa 9. Mai 2015, 13:20

100W / 0,833 (bei einem Umrichter-Wirkungsgrad von 83%) = 120W primär aus der Batterie.
Bei im Schnitt unter Last ca. 12,8V aus vier "40Ah" LiFePO4 Zellen müssen aus der Batterie im Schnitt I=P/U = 120W/12,8V = 9,375A fließen.
Gesunde und im Gleichlauf befindliche 40Ah Zellen müssten also nach 40Ah/9,375A = 4,267h etwa leer sein, also ca. 4h 16 Minuten.

Die ganze Formel am Stück:
tEntladung = 40Ah / (100W / (0,833 x 12,xV))

Die 12,xV kannst Du ja dann messen. Natürlich muss klar sein, dass die Zellen voraussichtlich schon eingies früher als 4h nochwas einbrechen mit der Spannung!
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Re: LiFePo4 Kapazitätsverlust Thundersky/Winston

Beitrag von Joehannes » So 10. Mai 2015, 07:59

Danke Meroller.

Der Laborlader hat jetzt wirklich 4 Tage gebraucht um die badboys
wieder mit 1,7A auf 3,65V zu bringen.
Diese 4 Zellen haben verschiedene Auffälligkeiten.

3 Zellen hatten unter Last eine viel niedrigere Spannung als der Rest.
Sie wurden also aus den Blöcken entfernt und durch bessere ersetzt.
Die Ruhespannung zeigte aber keinen Unterschied.

1 Zelle driftet bereits in der Ruhespannung nach unten und verliert
dann unter Last noch viel stärker an Spannung. SELBSTENTLADUNG?

Diese 4 Zellen werde ich jetzt mit dem Wandler und100 Watt in 4h
wieder entladen. Dabei aber die Zellspannungen beobachten und
beim Erreichen der Unterspannung dokumentieren. Hier werde ich
dann 2,1Volt nehmen.

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