Akkuanzeige am Tacho falsch?

parafux
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Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von parafux » Do 15. Feb 2018, 12:46

Hallo,

gestern habe ich die erste Ausfahrt mit unserem neuen 3kW unu gemacht. Zu zweit sind wir 22km gefahren mit voll geladenem Akku. Mindestens die Hälfte der Strecke sind wir nur ca. 30km/h schnell gefahren. Höchstgeschwindigkeit laut Tacho war ca. 53 km/h. Das werde ich übrigens mit GPS noch gegenprüfen. Wir sind zu zweit gefahren, Gesamtgewicht der Fahrer: 130 kg. Temperatur: 0°C. Gelände: hauptsächlich Eben, ein Berg mit ca. 100 Höhenmeter war dabei

Jetzt zum Problem:
Als wir wieder zu Hause waren war die Tanknadel noch knapp über 1/2. Am Akku hat jedoch nur noch eine grüne LED geleuchtet. Das passt IMO nicht zusammen. Der Hersteller empfiehlt, den Akku komplett zu entladen und dann nochmal nach zu Testen.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht? An was kann diese Unstimmigkeit der Anzeigen liegen?

Was mir außerdem aufgefallen ist: Laut Bedienungsanleitung soll bei 4 gründen LEDs und einer roten LED der Akkustand 80% betragen. Nachdem der Akku jedoch voll aufgeladen ist, leuchten eben diese LEDs (4 grün 1 rot).

Danke schon mal vorab
Zuletzt geändert von parafux am Fr 16. Feb 2018, 07:28, insgesamt 1-mal geändert.

sontec
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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von sontec » Do 15. Feb 2018, 13:45

Die Anzeige am Akku selbst ist ja eh nicht so genau und meiner Meinung auch nur zum kurzen checken geeignet!
Verlass dich auf die Anzeige am Tacho, damit fährst Du am besten.... :idea:

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von Rollerpeter » Do 15. Feb 2018, 18:33

Hallo,
ich habe bei meinen Fahrten nach 20 km eine ähnliche Erfahrung gemacht. Trotzdem hatte der Akku nach 35 km immer noch eine grüne LED an. Nach 40 km brannte nur noch die rote LED. Ich bin mir anhand der Tachoanzeige sicher, dass der Akku noch für weitere 10 km Kapazität haben würde.
Also, kein Problem parafux!
:idea: So macht e-Technik Sinn, nicht bei den vierrädrigen Boliden. :idea:

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von Eule » Do 15. Feb 2018, 23:10

parafux hat geschrieben:
Do 15. Feb 2018, 12:46
Was mir außerdem aufgefallen ist: Laut Bediehnungsanleitung soll bei 4 gründen LEDs und einer roten LED der Akkustand 80% betragen. Nachdem der Akku jedoch voll aufgeladen ist leuchten eben diese LEDs (4 grün 1 rot).
Genauer sollte es heißen: " wenn vier grüne LEDs leuchten, ist der Akku MINDESTENS zu 80% geladen (zwischen 80 und 100 %). Beim Laden leuchten alle vier LEDs erst dann auf, wenn der Ladestrom bereits zurückgeregelt wird (CV-Phase) und die Zellen gebalanced werden. Im Schnitt dauert diese CV-Phase 30 bis 60 Minuten.
Gruß
Werner

parafux
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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von parafux » Fr 16. Feb 2018, 07:27

@Eule: das heisst, wenn am Ladegerät die LED grün leuchtet (gerade umgeschaltet hat), dann muss ich noch c a. 1 Stunde warten damit der Akku ganz voll ist, richtig? Also nicht nur mindestens 80% sondern "nahe" 100% habe ich erst nach dieser CV-Phase, also nach einer Stunde im gründen LED-Bereich am Ladegerät.

So, gestern bin ich nochmal, wie vom Hersteller empfohlen, den Akku fast ganz leer gefahren mit folgenden Erfahrungen. Vorab: ich bin diesmal alleine gefahren, jedoch immer voll am Anschlag, also 50 km/h, zumindest diesmal laut GPS. Mehr als 50 km/h ging nicht, das war laut GPS die Maximalgeschwindigkeit des Tracks. Temperatur, wie beim ersten Mal, ca. 0°C. Strecke: einige kleinere Hügel, je ca. 20-30 m Höhe. Ich habe jedoch sehr darauf geachtet, dass ich die Rückgewinnung immer verwende beim Bremsen, d.h. erst kurz vor der Abzweigung entweder links oder rechts ganz leicht den Bremshebel betätigt. Man merkt dann, wie plötzlich sehr stark die Bremswirkung einsetzt, wesentlich stärker als nur die Motorbremse, wenn man vom Gas geht. Jetzt aber:
* nach wieder ca. 22 km war die Tachonadel bei knapp über 1/2
* die Akkuanzeige hat noch 2 gründe LEDs gehabt
* ich bin danach weitere 11 km gefahren, bis die Tachonadel fast im roten Bereich war. Die Akkuanzeige war jetzt auf nur noch der restlichen roten LED.
* kurze Aussetzer sind jetzt beim Antrieb aufgetreten, also erste Warnzeichen.
* ich bin dann noch weitere ca. 2 km gefahren, immer wieder mit ganz kurzen Aussetzern
* dann musste ich leider abbrechen, weil es zu schneien angefangen hat.
* die Höchstgeschwindigkeit laut Tacho war in dieser letzten Phase nur noch 45 km/h

Fazit für mich: die Tanknadel am Tacho kann man schon ganz gut verwenden, "genauer" (wenn man bei 5 LEDs überhaupt davon sprechen kann) ist jedoch die Akkuanzeige. Ich habe nur die rote LED ganz vergesen mitzuzählen, je LED sind das also 20%, weil 5 statt nur 4 LEDs.
Die Tanknadel geht in der zweiten Hälfte wesentlich schneller runter als im Vergleich zur ersten Hälfte.

35 km Reichweite bei 0°C und Geschwindigkeit immer am Maximum (wenn möglich) finde ich jetzt ganz OK. Ich bin gespannt ob ich im Sommer dann eher Richtung 50 km komme.

Bis jetzt bin ich aber voll und ganz zufrieden, auch mit dem wirklich leisen Motorgeräusch, das praktisch nicht vorhanden ist. Und ich habe schon andere eRoller Probe gefahren, z.B. den eTropolis Retro, größer, schwerer, und definitiv lauter. Da hört man ein richtiges Surren vom Antrieb, genau wie bei den anderen beim Händler. Ein eMotorad hat sogar im Stillstand richtig "geblasen". Sowas gibt es beim unu überhaupt nicht. Mucksmäuschenstill!

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von Eule » Fr 16. Feb 2018, 12:11

parafux hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 07:27
@Eule: das heisst, wenn am Ladegerät die LED grün leuchtet (gerade umgeschaltet hat), dann muss ich noch c a. 1 Stunde warten damit der Akku ganz voll ist, richtig?
Es können auch nur 30 Minuten sein. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.
Also nicht nur mindestens 80% sondern "nahe" 100% habe ich erst nach dieser CV-Phase, also nach einer Stunde im gründen LED-Bereich am Ladegerät.
Wenn du wissen möchtest, wieviel Ladestrom noch aktuell in den Akku fließt, besorge dir z.B. ein Energie-Messgerät, und ziehe ein paar Watt ab, den das Ladegerät selbst verbraucht. Parallel dazu geht übrigens auch die Gehäusetemperatur des Ladegerätes merklich zurück, je weniger Strom in den Akku fließt.
Die Tanknadel geht in der zweiten Hälfte wesentlich schneller runter als im Vergleich zur ersten Hälfte.
Das scheint generell so zu sein, ist bei meinem unu und vielen anderen, die darüber berichteten, auch so.
Gruß
Werner

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von vsm » Di 20. Feb 2018, 09:22

Eule hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 12:11
parafux hat geschrieben:
Fr 16. Feb 2018, 07:27
@Eule: das heisst, wenn am Ladegerät die LED grün leuchtet (gerade umgeschaltet hat), dann muss ich noch c a. 1 Stunde warten damit der Akku ganz voll ist, richtig?
Es können auch nur 30 Minuten sein. Da spielen viele Faktoren eine Rolle.[...]
Mit dem aktuellen Ladegerät dauert die CV-Phase knapp eine Stunde, die LED leuchtet aber erst nach dem gesamten Zyklus grün, also am Ende der CV-Phase. Länger warten bringt da, abgesehen von einer höheren Stromrechnung, rein gar nichts, da die Last vom Ladegerät getrennt wird.

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von Eule » Di 20. Feb 2018, 13:31

vsm hat geschrieben:
Di 20. Feb 2018, 09:22
Mit dem aktuellen Ladegerät dauert die CV-Phase knapp eine Stunde, die LED leuchtet aber erst nach dem gesamten Zyklus grün, also am Ende der CV-Phase. Länger warten bringt da, abgesehen von einer höheren Stromrechnung, rein gar nichts, da die Last vom Ladegerät getrennt wird.
Gut zu wissen, Danke für die Info!

Beim Ladegerät der ersten Generation (mit Lüfter) ist das nicht so! Nach Aufleuchten der grünen LED schaltet der Lüfter zwar ab, es wird aber weiter geladen bzw. gebalanced. Die Abschaltschwelle für den Lüfter bzw. das Aufleuchten der grünen LED liegt bei ca. 40 Watt Stromaufnahme ab Steckdose. Innerhalb der nächsten etwa zwei Stunden geht der Strom dann immer weiter kontinuierlich zurück, bis nur noch der Eigenstromverbrauch des Ladegerätes übrig bleibt (ca. 4 Watt).
Gruß
Werner

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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von parafux » Fr 16. Mär 2018, 17:07

heute habe ich bei 14 Grad Außentemperatur erneut eine Akkuladung leer gefahren mit folgendem Ergebnis:

1. Strecke eben bis auf zwei Berge je ca 70 Höhenmeter
2. Alleine ohne Beifahrer
3. Nach 25 km hat diesmal der Motor wieder wie beim ersten Mal Aussetzer gehabt. Ich hab das damals als Warnhinweis abgetan, dass jetzt bald der Akku leer ist. Damals hat es ja zu schneien angefangen und ich musste abbrechen. Diesmal waren die Aussetzer dermaßen massiv und zwar:
3.1 Bei weiterhin Vollgas hat der Motor abgeschaltet bis zum Stillstand. Erst wenn ich vom Gas gegangen bin und erneut Gas gegeben habe hat der Motor sich wieder eingeschaltet.
3.2 Das Abschalten des Motors hat sich außerdem durch mittelstarkes lautes Klacken geäußert
3.3 Das Ganze An-Abschalten des Motors ging ca. 5 km lang so weiter. Danach war wieder alles ganz normal.
3.4 währendessen hat am Akku die rote und noch eine grüne LED gebrannt.
4. Nach 30 km konnte ich weitere 5 km ohne Zwischenfälle mit 50 km/h problemlos ohne Aussetzer fahren
5. Nach 35 km hat die Maximalgeschwindigkeit sich kontinuierlich reduziert.
6. Nach 42 km waren dann nur noch maximal 20 km/h möglich und ich habe abgebrochen und den Akku geladen.

Jetzt die Frage an andere unu-Fahrer: Sind diese Aussetzer normal?

Adrian02_de
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Re: Akkuanzeige am Tacho falsch?

Beitrag von Adrian02_de » Fr 16. Mär 2018, 17:35

Du, da is was faul. Schreib mal UNU und geh zur Werkstatt.

Das es später langsamer wird ist normal. Die Aussetzer bestimmt nicht.

Grüße Adrian

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