E-Mobilität Unvernunft mit zweifelhaftem Wandel in die Zukunft

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rollmops
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von rollmops »

..und einen Mirai kann man auch schon ab 30.000,- schnappen :idea:
https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... 223c04b349

-Gefällt mir besser als ein neuer E-SUV :mrgreen:
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rollmops
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von rollmops »

So wird die SUV Problematik rechtlich gesehen:
https://www.youtube.com/watch?v=HL10Z3X ... O7F-MvMHiA

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rollmops
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von rollmops »

Da Kritik nun auch schon außerhalb des Forums wegen meinem Ausdruck "Wahnsinn" in der Überschrift auf mich selber hinweisen würde, habe ich das Thema geändert.
Laut WIKI ist die Bezeichnung "Wahnsinn" auch keine Verunglimpfung anderer, denn als Unterform des Wahnsinns trifft auch Unvernunft zu.
So habe ich diesen neuen Tilel als Änderung gewählt um auch die Höflichkeitsform öffentlich zu wahren...
...andere vernünftige Menschen haben da allerdings auch keine andere Bezeichnung für gewählt :lol:
https://www.youtube.com/watch?v=xjtPN_0sUw0

Evi
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Beitrag von Evi »

wegen unfairem Verhalten in dem Thema gelöscht
Zuletzt geändert von Evi am So 29. Dez 2019, 10:29, insgesamt 2-mal geändert.

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vsm
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von vsm »

Du hast natürlich recht damit, dass das Konsumverhalten im Allgemeinen das Problem ist und es sollte auch jedem E-Mobilisten klar sein, dass er keine "grüne Form" des Individualverkehrs gewählt hat, sondern eben nur eine "etwas grünere Form" im Vergleich zum jeweiligen Verbrenner-Pendant.

Dadurch, dass die allermeisten Ressourcen begrenzt sind, ist doch völlig klar, wo die Reise hingeht. Weniger klar ist, wie die Reise dorthin aussieht. Von Elon Musk kann man natürlich halten, was man will, aber er versucht definitiv diese Reise ein Stück weit zu gestalten. Ihm ist auch völlig klar, dass er keine "Öko-Karren" produziert, aber er holt eben viele Leute dort ab, wo sie stehen. Gäbe es kein Model S, würden wohl die wenigsten seiner Kunden zu einem Elektro-Kleinwagen greifen, sondern eben zu einem Sportwagen mit Verbrennungsmotor. Gäbe es kein Model X, würden diese Kunden ein Verbrenner-SUV kaufen. Der Hauptkonkurrent des Cybertrucks ist der F150 mit ziemlich durstigem V8-Motor. Mit jedem verkauften Fahrzeug rettet er also mit Sicherheit nicht die Menschheit, sorgt aber unter'm Strich dann doch für eine bessere Umweltbilanz. Das ist, wie gesagt, ein Schritt in die (meiner Meinung nach) richtige Richtung, kann aber mit Sicherheit nicht der letzte sein.

Du hast die Probleme beim Lithium- und Kobaltabbau beschrieben (wenn auch nicht ganz akkurat), aber auch hier sollte man nicht verdrängen, dass gerade durch die E-Mobilität und dem damit verbundenen Interesse am Abbau (den gab es nämlich schon vorher und tatsächlich macht die E-Mobilität [noch] einen sehr kleinen Anteil am Abbau aus) gestiegen ist und die allgemeine Situation durchaus schon verbessert wurde. Und eben diese Probleme sollte man, ohne sie zu verdrängen, in's Gesamtverhältnis setzen (wo wir wieder beim allgemeinen Konsum wären):

Das große Problem beim Lithium-Abbau ist bekanntlich die Verdunstung von großen Wassermengen, die potentiell aus dem umliegenden Grundwasser nachlaufen und damit umliegende Gebiete austrocknen. Auf einen durchschnittlichen Model-3-Akku (64 kWh) gerechnet, sind das 3840 Liter. Das klingt irre viel, entspricht aber dem "Verbrauch" von Wasser bei der Produktion von 250 g Rindfleisch, 10 Avocados, 30 Tassen Kaffee oder einer halben Jeans. Aktuell verbrauchen die Menschen 17,5 Milliarden Liter Öl pro Tag, für die Förderung sind 46 Milliarden Liter Wasser notwendig (die - im Gegensatz zum Wassereinsatz beim Lithium-Abbau - nicht einfach nur verdunstet, sondern regelrecht vergiftet werden).

Anders ausgedrückt: Wenn wir heute mit unseren Verbrennern zum Restaurant führen, um uns bei einem Steak über die Umweltbilanz von E-SUVs zu unterhalten, hätten wir irgendwie die falschen Prioritäten gesetzt...

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Mr.Eight
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von Mr.Eight »

Inzwischen ist es schon egal, was wir herstellen, Öl, Kunststoff, Kohlefaser, Eisen, Aluminium, Gold, Kupfer, Kleidung, Windkrafträder, Solarzellen... Also alles, was wir im täglichen Leben brauchen... die meisten von uns.
Es wird immer jemand sein Leben dafür opfern, um zu überleben... weil es keine andere Arbeit gibt, um sich etwas zu Essen zu kaufen... Oder sie hoffen, aus der Armut damit reich zu werden mit der Arbeit... ein kleines Stück vom Glück abzubekommen. Ob sie in Müllbergen nach Elektroschrott suchen, den Rest verbrennen oder auf billige Weise einschmelzen, um das Glück zu erhalten... und größtenteils gar nicht wissen, das sie sich vergiften.
Die meisten tun es, um zu überleben...
Nein, das Leben als solch ein Arbeiter ist für uns nicht lebenswert. Aber was würden sie tun bei den überbevölkerten Ländern, wenn es diese menschenunwürdigen, gesundheitsschädlichen Jobs nicht gäbe? Es gibt keine Weltgewerkschaft die alle Menschen abholen / retten können. Es ist wünschenswert. Aber es wird immer Menschen geben, denen das Leben anderer egal ist, solange der Profit stimmt. Und solange wir diese Menschen unter uns haben, die andere dermaßen ausnutzen und die Umwelt egal sind... weil das wichtigste der Profit ist. Solange werden wir kaum etwas bewegen.
Es ist schlicht ein Problem... es ist nicht genug Nahrung und Arbeit für alle da. Aber es werden immer mehr Menschen in den Ländern.
Und das Denken weniger reicht aus, die guten Vorsätze zu vernichten... Denn wir eröffnen mit unserer sauberen Einstellungen Löcher billig etwas herzustellen, wo andere wieder einspringen und diese ausnutzen.
Beispiel Atomstrom. Wir tun der Welt einen kleinen Gefallen, keinen radioaktiven Müll mehr zu produzieren. Dafür wird der Strom teurer. Also kommt der Profitorientierte daher, und baut die Kraftwerke außerhalb Deutschland und verkauft den billigen Strom wieder in Deutschland. Billige Eier aus Legebatterien sind verboten in Deutschland. Also schafft man die Produktionsstätten in die Nachbarländer, verarbeitet da die billig produzierten Eier in Fertiggerichten, und diese kommen wieder nach Deutschland. Solange es Menschen gibt, die in diese Profitlöcher springen, werden wir die Welt kaum verändern. Leider muß immer einer leiden und man wird es nicht verhindern können als einzelner. Das ist wie mit Drogenkartellen.

Eine Bitte: Ich möchte nicht dahinstellen, das alles gut ist und wir nicht darauf achten brauchen. Im Gegenteil. Wir allen sollten so gut wir können auf Nachhaltigkeit und Fairniss achten. Nur soll man sich vor Augen führen, das wir nicht alles verhindern können, weil die Einstellung einiger weniger die Wertevorstellungen vieler immer wieder zunichte machen.
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achim
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von achim »

Nur als kleine Anmerkung: Wasser kann man praktisch gar nicht "verbrauchen". Man kann es gebrauchen, verschmutzen, aber es ist niemals weg. Mit der richtigen Technologie lässt es sich auch immer wieder aufbereiten. Wasser wird niemals eine knappe Ressource werden, es sei denn man verknappt es künstlich aus niedrigen Beweggründen. Dass Wasser nicht immer grad an dem Ort ist wo es benötigt wird ist natürlich eine anderes Problem, allerdings eines das schon in grauer Vergangenheit bestand.

Gruß,
Achim

Andy_T
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von Andy_T »

rollmops hat geschrieben:
Do 28. Nov 2019, 15:31
..und einen Mirai kann man auch schon ab 30.000,- schnappen :idea:
https://suchen.mobile.de/fahrzeuge/deta ... 223c04b349

-Gefällt mir besser als ein neuer E-SUV :mrgreen:
... solange, bis du ihn dann auftanken willst und erfährst, daß ein kg Wasserstoff 10 € kostet (kommst du mit dem Mirai 100 km weit)....

Stromkosten beim e-Auto, meine ich, kann man mit 5-7 Eur für 100 km ansetzen, also sparst du mit dem Mirai nicht wirklich was...

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Mr.Eight
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von Mr.Eight »

Dafür kannst du bei Wasserstoff auf den großen Akku verzichten. Nur einen kleinen Akku zum zwischenpuffern, damit man die Bremsenergiegewinnung und die spontan abrufende Kraft realisieren kannst. Bei Wasserstoff steht die Energie nicht so schnell abrufbereit wie bei einem Akku.
Dafür brauchst du viel Platin um den Tank einigermaßen dicht zu bekommen.
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rollmops
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Re: E-SUV Unvernunft

Beitrag von rollmops »

Danke für die vielen tollen Meinungen, denn man muß immer auch beide Seiten sehen.
So gibt es auch Konstruktive Diskussion :)

Wenn wir Alle mehr im Kleinen und Großen über unser Tun und Handeln auch schon mal etwas länger nachdenken, kommt man oftmals zu einer besseren bzw. vernünftigeren Entscheidung.

Sogar beim Fliegen haben Wissenschaftler -irgendwo bei QUARKS mal beschrieben- festgestellt, dass wenn man andere Luftlinien nimmt, die sogar länger sind und daher mehr Sprit vergeuden, aber dennoch weniger CO2 ausstoßen. Finde das aber hier nicht
Der Link ist aber auch trotzdem interessant.
https://www.quarks.de/technik/mobilitae ... bschaffen/

Dann doch lieber einen SUV fahren als Fliegen😩 Den Teufel mit dem Belezbub austreiben :roll:

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