Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

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zwv-ev

Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von zwv-ev » Mi 27. Mär 2013, 15:15

Hallo tom, hallo MEroller
Die PUMAs werden von China kommend nach Österreich eingeführt. Das heißt, hier wird verzollt (6%) und hier wird auch die EUst (Einfuhrumsatzsteuer) bezahlt (20%). Jetzt ist der Roller in der EU und es sind keine weiteren Abgaben erforderlich, es ist leider auch nicht möglich die 20% EUst von A zurückzufordern und in D 19% zu zahlen. Habe mich gerade beim Zoll erkundigt!! Umgekehrt ginge es auch nicht!
Der Transport von Graz nach D kann nicht sehr teuer sein, geschätzt zwischen 100 und 150 Euro, aber ich werde mich erkundigen, wenn jemand das will. Ich muss nur wissen wohin? Bei einem Preis von 4685 bzw. 4294 Euro sind die Transportkosten nach D vernachlässigbar.
Ich nehme schon an, dass die CoC-Papiere richtig und dabei sind. Wenn die nicht richtig wären, würde sich ja die Firma Erider selbst schaden...

strichter76

Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von strichter76 » Mi 27. Mär 2013, 16:27

hallo,

als ich meinen roller in holland gekauft habe , habe ich den nettopreis bar bezahlt, weil die mwst in holland (21%) noch höher gelegen hätte.
in deutschland habe ich dann bei meinem finanzamt eine meldung abgegeben + kopie der rechnung.
dann habe ich die deutsche mwst ans finanzamt bezahlt.

dem verkäufer habe ich dann schriftlich mitgeteilt dass ich die mwst in deutschland bezahlt habe.

hat alles gut funktioniert.

der importeur muss zwar trotzdem für die importierten roller aus china sofort einfuhrumsatzsteuer zahlen. da sollte man aber drauf achten das die kalkulationsgrundlage für die erhebung der einfuhrumstatzsteuer geringer ist als der tatsächliche wert. nette chinesen legen "besondere" rechnungen dabei auf denen ein geringer warenwert angegeben ist!)

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MEroller
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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von MEroller » Fr 29. Mär 2013, 17:37

Die Sache mit der MwSt wäre also tatsächlich nochmals ein kleine Recherche wert? Wobei, zwischen 19 und 20% klafft ja nicht gerade eine dicke Lücke...

@zwv-ev: Viel wichtiger als ein Range Extender beim Puma wäre ein voll-funktionales BMS. Puma hat derzeit nur ein passives System, das bei Über- oder Unterspannung von Batterie oder Einzelzelle das Laden- oder Entladen stoppt. Balancieren tut nichts. Zwar seien die CHL bei Auslieferung gut aufeinander abgestimmt, aber irgendwann MUSS man dann die ganze Karre zerlegen und manuell blancieren, und das halt in regelmäßigen Abständen. Das möchte ich als eigentlich nicht-basteln-wollender Fahrer nicht. Ich bin nur deshalb zum Bastler geworden, weil mein Händler aufhören musste, bzw. weil mein Zweirad noch nicht richtig fertig entwickelt war...
Für 24 Zellen gibt es schon gut funktionierende Systeme (wie z.B. das Emsiso BMS2405 in meinem Bock), aber die 28-Zellen-Version vom Puma guckt da in die Röhre...

Was mich auch noch stutzig macht ist diese Aussage: "Sanftanlauf des eMotors (schont eMotor und Batterien)". "Sanftanlauf" hatte auch der originale 200A Kelly in meinem Roller (max 40/20 A Anfahrstrom...), so dass ich schon an kleinen Steigungen mit den Füßen anschieben musste. Sowas ist für mich absolut indiskutabel. Oder was ist hier genau mit "Sanftanlauf" gemeint? Heißt das nur eine leichte Verzögerung des vollen Stroms, wenn man schnell Strom gibt? Schon mal einen Puma in echt gefahren?

Und noch was zum korrigieren bei den technischen Daten der 9kW-Variante:

speed mode motor (der Elektromotor ist so gewickelt, dass er ein geringeres Drehmoment bei höherer Drehzahl hat - Speed Motor)

muss heißen

speed mode motor (der Elektromotor ist so gewickelt, dass er ein geringeres Anfahrdrehmoment hat, aber eine höhere Drehzahl erreicht - Speed Motor)

Was im Ergebnis dazu führt, dass bei hoher Drehzahl MEHR Drehmoment da ist als bei der torque-Variante und somit eine höhere Endgeschwindigkeit erreicht wird. Auf Kosten von etwas Anfahrmoment...
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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von Joehannes » Fr 29. Mär 2013, 18:13

@ZWV-ev
Es ist schon ein verlockendes Angebot. Den Roller selbst finde
ich jetzt etwas gewaltig. Aber manche kaufen sich ja auch einen
Porsche. Welcher Lieferzeitraum wird eigentlich avanciert?

Kann man bereits eine Resonanz bei den Kaufwilligen abschätzen?
Einen Sales Manager vor Ort ist schon lobenswert und auch nötig.

Aber ich denke mal auch für meine Person ist diese Investition zu hoch.
Gute 5000 € für ein Sommerfahrzeug der Chinaklasse oder Geldanlage mit Risiko?

Die Idee ist im Grunde gut durchdacht. Aber die Realität sieht bestimmt
anders aus. Die 16 Stück sind sicherlich nicht erreichbar, eher fünf oder so.

MFG
Joehannes

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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von herby87 » Fr 29. Mär 2013, 20:26

Das möchte ich als eigentlich nicht-basteln-wollender Fahrer nicht.
Wenn man sich für diese Kaufvariante entscheidet, dann muss man Bastler sein. Du kaufst das Fahrzeug super günstig, dafür verzichtest Du auf den Service. Nicht zu vergessen es gibt keine Händlergarantie und keine Ersatzteilgarantie. Garantieleistungen und Ersatzteile musst Du Dir selber besorgen. Aber darauf wurde ja klar verwiesen, es ist also keine Mogelpackung.
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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von zwv-ev » Sa 30. Mär 2013, 16:38

MEroller hat geschrieben:beim Puma wäre ein voll-funktionales BMS. Puma hat derzeit nur ein passives System
Da hast du vollkommen recht, das BMS muss ein Aktives sein. Ich werd das mal versuchen abzuklären.
MEroller hat geschrieben:Was mich auch noch stutzig macht ist diese Aussage: "Sanftanlauf des eMotors (schont eMotor und Batterien)". "Sanftanlauf" hatte auch der originale 200A Kelly in meinem Roller (max 40/20 A Anfahrstrom...), so dass ich schon an kleinen Steigungen mit den Füßen anschieben musste. Sowas ist für mich absolut indiskutabel.
Auch dieser Punkt bedarf einer Abklärung, danke. Für mich ist ein Sanftanlauf eine zeitliche Verzögerung bis die max. Ampere erreicht sind. Bei meinem mod. Geco42 sind das zB. 0,5 sek. Wäre dieser Wert 0, dann würde das ganze Fahrzeug sehr ruppig beschl. und bremsen. Sanftanlauf darf nichts mit Anfahrstrombegrenzung zu tun haben!
MEroller hat geschrieben:speed mode motor (der Elektromotor ist so gewickelt, dass er ein geringeres Drehmoment bei höherer Drehzahl hat - Speed Motor)
muss heißen
speed mode motor (der Elektromotor ist so gewickelt, dass er ein geringeres Anfahrdrehmoment hat, aber eine höhere Drehzahl erreicht - Speed Motor)
Stimmt, da hat sich ein Fehler eingeschlichen...(ist korr.)

zwv-ev

Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von zwv-ev » Sa 30. Mär 2013, 17:15

Joehannes hat geschrieben:Es ist schon ein verlockendes Angebot. Den Roller selbst finde
ich jetzt etwas gewaltig. Aber manche kaufen sich ja auch einen
Porsche. Welcher Lieferzeitraum wird eigentlich avanciert?
Ja, er ist gewaltig, aber auch nicht so viel größer als ein zB. SCP4040. Mir geht es darum ein Fahrzeug zu finden, dass viel Platz für den Fahrer hat (bei den "normalen eRollern" stoßen großgewachsene Fahrer ständig mit den Knien an der Lenkstange an), eine respektable Reichweite bei ca. 80/85 km/h bietet (nix Porsche), sodass man gut im Verkehr mitschwimmen kann ohne, wie bei 45 km/h-Rollern, ständig in der Angst leben muss abgeschossen oder von der Straße gedrängt zu werden.
Die Idee PUMA ist erst ein paar Tage online, wann und ob eine Bestellung zu Stande kommt wird man in ein paar Wochen sehen.
Joehannes hat geschrieben:Aber ich denke mal auch für meine Person ist diese Investition zu hoch.
Gute 5000 € für ein Sommerfahrzeug der Chinaklasse oder Geldanlage mit Risiko?
Die Idee ist im Grunde gut durchdacht. Aber die Realität sieht bestimmt
anders aus. Die 16 Stück sind sicherlich nicht erreichbar, eher fünf oder so.
Kann sein, dass keine 16 Stück zusammen kommen. Aber weniger geht nicht, weil der Verein mit dem Roller experimentieren will und nur so Verbesserung anbieten kann. Sonst müsste der Vereinsanteil am Preis viel höher sein. Es stimmt auch, dass 5000 Euro viel sind, obwohl das wirklich nur Kaufpreis, Transport, Steuern und der kleine Vereinsanteil sind. Wenn man dem wirtschaftliche Überlegungen zu Grunde legen würde, dann müsste er mind. 9000 Euro kosten.
Natürlich ist das Risiko da, keine Frage, will ich auch nicht verschweigen. Keiner kann etwas genaues über Fertigungsqualität und Zuverlässigkeit der einzelnen Komponenten und ihr Zusammenspiel sagen. Die Überlegung ist auch folgende: Die 16 Puma-Käufer bleiben zusammen (eMail), tauschen sich aus, melden Probleme, der Verein koodiniert und forscht aktiv an Verbesserungen (zB. BMS (siehe MEroller)). Wenn einer eine Sache verbessert, profitieren alle 16 davon. In 1-2 Jahren muss der Puma dann perfekt funktionieren. Die CHL-Akkus sollen ja recht gut sein, das ist schon einmal eine gute Basis....

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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von MEroller » Sa 30. Mär 2013, 17:19

zwv-ev hat geschrieben:
MEroller hat geschrieben:beim Puma wäre ein voll-funktionales BMS. Puma hat derzeit nur ein passives System
Da hast du vollkommen recht, das BMS muss ein Aktives sein. Ich werd das mal versuchen abzuklären.
Beim 28 Zellen Puma gibt es derzeit mit ziemlicher Sicherheit nichts alternatives mit Balancing, das habe ich schon nachgefragt. Beim 24 Zellen Puma schon.

Hier im Forum gibt es übrigens schon eien hervorragende Basis und Community, die sich auch Puma widmen könnte...

Zu Herbys Einwand: Es ist korrekt, dass man am Anfang sicher etwas basteln muss, wie bei Chinarollern üblich. Mir geht es aber um's regelmäßige Entkleiden zur manuellen Balancierung, das wird das Rollerleben lang so sein. Das mag ich nicht.
Aber man kann ja notfalls beim ersten Generalcheck gleich eine Spinne anbringen, bzw. die vom passiven BMS sowieso schon vorhandene nutzbar machen für eine zentrale Pflege-Anschlussmöglichkeit, ähnlich wie es z.B. Alfred in seinen GK eingebaut hat. Ganz ohne Basteln geht es einfach nicht...
zwv-ev hat geschrieben:Auch dieser Punkt bedarf einer Abklärung, danke. Für mich ist ein Sanftanlauf eine zeitliche Verzögerung bis die max. Ampere erreicht sind. Bei meinem mod. Geco42 sind das zB. 0,5 sek. Wäre dieser Wert 0, dann würde das ganze Fahrzeug sehr ruppig beschl. und bremsen. Sanftanlauf darf nichts mit Anfahrstrombegrenzung zu tun haben!
In dieser Hinsicht habe ich auch einen "Sanftanlauf" in den Kelly programmiert. "Throttle up/down Rate" habe ich auf 3 gestellt. 1 oder 0 wäre "Fast", und 8 oder 10 wäre Slow. Dem Dekra-Prüfer war er mit "3" trotzdem etwas heftig :twisted: Aber ich kann auch auf Glatteis damit anfahren und fahren ohne durchdrehendes Hinterrad, was mir sagt, dass es so i.O. ist.
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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von MEroller » Sa 30. Mär 2013, 18:53

(Preis inkl. on board Ladegerät, das sonst nicht eingebaut dabei wäre)
Ist das das optionale 2kW TC-Ladegerät? Das da (von der ZWV Website), links im Bild?
Bild
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Re: Elektroroller PUMA 9 kW um 4685 Euro...

Beitrag von Joehannes » Sa 30. Mär 2013, 19:09

@zwv-ev

Ich will jetzt die Qualität des Rollers nicht anzweifeln. Frisch vom Band, mit der neuesten Technik und einen "salesmaneger vor Ort".
Das sind ja eigentlich alle wichtigen Faktoren. Aber jetzt kommt aus Erfahrung noch das Risiko hinzu. Ich habe bei diesem Spiel schon
einen GK verzockt. Bei Alred hat es aber funktioniert und auch bei Rollmops.
Wenn die Roller in Graz angekommen sind, also ohne Risiko, wäre dies für mich eine Option.

Aber zurück zur Realität in Deutschland.
Da muss man wirklich 16 Typen suchen die da mitziehen. Es würde mich ja sehr freuen den Erfolg bei dieser Transaktion zu lesen.
Aber Beispiel Heute aus der Bucht, da liegt die Schmerzgrenze. Wohl auch mit Risiko aber gerade mal die Hälfte.

http://www.ebay.de/itm/121086260834?ssP ... 1423.l2649

Es ist zwar ein Joneway, aber sonst hat er Ähnlichkeiten. Bei besserem Wetter sind sicherlich noch einige Euronen drin. ;)

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