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Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 19:04
von Patrick3331
So,

also ich bin nicht der erste und bestimmt nicht der letzte, der sich das fragt.

Ok, erstmal die Fakten:

Mietwohung,
Ausrichtung Süden,
grosser Balkon (wobei das Solarmodul aber nicht aussen befestigt werden sollte und sozusagen auf dem Balkon stehen muss)

Gäbe es da etwas, was genug Strom generieren könnte, um einen E-Scooter Akku (z.B. Niu N1 S) voll laden zu können? Und wenn ja, soll es keine tausende von Euro kosten.

Was würde der Spass kosten, so das man den Akku an die "Steckdose" des Solarmoduls ansteckt und er dann laden tut?

Danke euch.

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 19:30
von vsm
Bei den PV-Modulen musst Du über den Daumen mit einem Euro pro Wp rechnen, ein Modul mit 500 Wp sollte reichen um einen Niu-Akku über den Tag zu füllen, auch wenn es "nur" auf dem Balkon steht. Wenn Du den Akku direkt aus dem Modul laden willst, bräuchtest Du noch einen MPPT-Laderegler, der für die Akkuspannung ausgelegt ist. Gesamtkosten schätze ich auf 600 Euro.

Wesentlich umfangreicher wird es, wenn Du den Akku abends mit der über den Tag gespeicherten Energie Laden willst. Hier brauchst Du noch Akkus als Zwischenspeicher (z.B. zyklenfeste AGMs) mit insgesamt mindestens 1,5 kWh und entweder ein DC/DC-Ladegerät für den Niu-Akku oder einen Wechselrichter (500 W) um das Original-Ladegerät nutzen zu können. Da würde ich dann schon mit etwa 1000 EUR rechnen.

Alles, wie gesagt, über den Daumen und ohne Gewähr... ;)

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 19:48
von stromtanker
Du kannst aber auch sofort direkt mit einem Grid Tie Inverter ins eigene Hausnetz einspeisen:

:arrow: https://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=gr ... v&_sacat=0
.
:!: Eventuell Legalität beim Energieversorger klären
.
:arrow: https://www.photovoltaikforum.com/
.
Bild
.

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 20:21
von vsm
Über die Steckdose einzuspeisen wird auch in der Schweiz nicht erlaubt sein (in Deutschland sowieso nicht!) und 'ne Leitung vom Balkon zur Hausverteilung wird er auch nicht ziehen wollen, nehme ich an. :lol:

Abgesehen davon lädt er dann evtl. eben nicht nur mit Solarstrom, wenn das Modul gerade zu wenig Leistung liefert. Geld spart es im Vergleich zum Direktladen auch nicht und ist dazu noch wesentlich ineffizienter...

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: Sa 14. Jul 2018, 23:30
von achim
Ich halte die Idee aus wirtschaftlicher Sicht für Käse.
Am billigsten und zuverlässigsten kriegt man den Strom vom Versorger. Diese ganzem Insellösungen rechnen sich nie.
. Gruß,
Achim

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: So 15. Jul 2018, 01:52
von Patrick3331
Danke für die Info.

Bei Mietwohnung wird es wohl nie lohnen, weil die Anlage nicht ideal positioniert und skaliert werden kann (d.h. Ausrichtung und Grösse).

Da wir kein Haus haben (kostet in CH ein Vermögen), wäre es wohl nur als Spielerei gut. Wobei der Strom in CH nicht wirklich günstig ist.

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: So 15. Jul 2018, 02:21
von VU18650PF
achim hat geschrieben:
Sa 14. Jul 2018, 23:30
Ich halte die Idee aus wirtschaftlicher Sicht für Käse.
Am billigsten und zuverlässigsten kriegt man den Strom vom Versorger. Diese ganzem Insellösungen rechnen sich nie.
. Gruß,
Achim
So pauschal würde ich das nicht sagen.

1. Es kommt auf die Größe und Auslegung der Anlage an
2. Da man nicht einspeist, ist man was die Komponenten angeht nich gebunden, dh. zB. Module oder Akkus aus Konkurs, gebraucht etc.
3. Anlage selber bauen

Meine Anlage als Beispiel:

- 16 Stück 230W (ca. 3,7 kwp) Solarmodule aus Konkurs bei www.Secondsol.de
- 2 Jahre alte Gabelstaplerbatterie 24V, 500Ah bei eBay
- Inselwechselrichter, Sinus, 8000W, 4 Stück mppt Laderegler
- Umschaltung zwischen Netz und Inselanlage via Siemens Logo und Victron Batteriecomputer
- Modulhalterungen aus Materialien aus dem Baumarkt
- Alles selbst installiert

- und das wichtigste, Frau instruieren, dass im Sommer nur noch bei Sonnenschein gewaschen, gebügelt etc. wird :mrgreen:

Alles zusammen ca. 3.400€

Wir sind ein 5 Personen Haushalt und brauchten ca. 4500 kWh im Jahr, mit Inselanlage nur noch 800 -1000kwh,
die Anlage läuft jetzt 5 Jahre.

Rechnung:

- Ersparniss pro Jahr ca. 3500 kWh x 5 = 17000 kWh
- Bei einem Kilowattstundenpreis von ca. 27 Cent sind das 4600€
- Amortisation... die Anlage war nach 3,5 Jahren bezahlt.

Damit ich im Sommer mehr Strom ernten kann (Akku ist meist gegen 12:00 Uhr voll), habe ich mir einen Elektroroller und eine Kimaanlage zugelegt die auch Heizen kann, jetzt spare ich in der Übergangszeit auch noch Heizkosten.
Den zusätzlichen Strom den ich für Roller und Klima brauche ist noch gar nicht in der Rechnung.

Sonnige Grüße,

Volker

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: So 15. Jul 2018, 08:08
von Evolution

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: So 15. Jul 2018, 16:12
von Alf
Genau, Volker, einmal investiert, und sofort gespart.
Das ist auch meine Devise .
Buchhalterische Tricksereien interessieren den Privatman doch gar nicht.

Re: Solarpanele für Akkuladung auf Balkon (Mietwohnung)

Verfasst: So 15. Jul 2018, 16:59
von achim
Kann mich mal jemand aufklaren wie das in dem Artikel gemeint ist den Strom in das Wohnungsnetz einzuspeisen? Wie soll das denn gehen?
Ausserdem wird so getan als würde 1m2 Solarzellen genügen um den Bedarf einer SpüMa zu decken. Das ist Schwachsinn. Wieviele glasklare Sonnentage mit 90Grad Einstrahlung haben wir denn?
Und dann auf einem Balkon? Lachhaft.
Hab das alles schon durch. Der Ertrag beträgt nur einen Bruchteil dieser ganzen Rechnerei.
Ohne Pufferakku geht gar nichts uns die sind nun mal elend teuer und bach ein paar Jahren hin.

Dass wie bei Volker so was in Einzelfall als Bastlerlösung funktionieren kann, ändert daran nichts.
Ich hab Solarthermie die sich tatsächlich nach dem 5.Jahr gerechnet hat.
Aber auch nur weil das WW zuvor auf die teuerste Art mit Strom erzeugt, und die Anlage komplett selbst gebaut und installiert wurde.
Lässt man das machen rentiert sich das nach 30 Jahren und da ist schon wieder alles zu ersetzen.

Würde man seine Arbeitsstunden noch nit einrechnen wäre es auch in Eigenleistung unrentabel.

Solche Sachen sind eher ein Hobby, so wie elektrisches Fahren auch. Da hat auch noch keiner wirklich gespart.

Gruß,
Achim