Umbau eines Solo Elektra BJ1974

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24VE-Roller

Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von 24VE-Roller »

Hallo Achim ich bin der selben Meinung als ich in im Mai aus dem Keller geholt habe hatte er geradmal 25km .Es ist noch alles da Papiere Bordwerkzeug Ladegerät . Da ich ihn fahren möchte wollte ich in so umbauen das er jederzeit wieder zurückgebaut weden kann Teile werden aufgehoben .
Besten Dank für die schnelle Antwort Wolfgang

achim
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von achim »

Vor einigen Monaten hätte ich eine bekommen zum Preis von 1800 Euro. Da mir die Zeit zum Restaurieren fehlt hab ich es gelassen.
Preisentwicklung steil steigend. Ich wette dass eine komplette, funktionstüchtige, restaurierungsfähige Electra mit allen Papieren, evt. noch der Rechnung, in 20 Jahren astronomische Preise erzielt. Ähnlich wie das heute bei Zündapp und Kreidler der Fall ist. Ein Florett Kleinkraftrad wird heute schon vergoldet. Ein normaler Messerschmitt Kabinenroller liegt heute bei bis zu 50.000 Euro, Ein Tiger ist praktisch unbezahlbar.
Ich für meinen Teil würde mir ein anderes Bastelobjekt suchen. ;)

Gruß,
Achim

schelle63
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von schelle63 »

Moin,
alter Beitrag aber wie ich finde aktuelles Thema.
Die alten Geräte (Solo Elektra, Hercules/DKW E1, ...) haben einfach einen Charme, dessen kann man sich schlecht entziehen.
Leider ist die originale Technik schlichtweg schlecht, war sie schon damals vom ersten Tag an. Jetzt kann man entweder so ein Mofa
1. original herrichten und in eine Vitrine stellen; vielleicht alle 2 Jahre mal bei bestem Sonnenschein auf die Straße bringen; dann stellt man womöglich fest dass die beiden Bleiakkus leer (und kaputt) sind, im Idealfall fährt man (besser gesagt: man schleicht) einmal ins Nachbardorf und strampelt den halben Rückweg nach Hause, weil die Akkus (wieder) leer sind.
Oder
2. man baut die wirklich tolle Technik von heute ein, die inzwischen zum Glück für relativ kleines Geld verfügbar ist. Der Zinker hatte es da noch vor wenigen Jahren etwas schwerer. Sein Umbau ist kompromisslos, und nicht (oder nur sehr schwer) rückgängig zu machen. Aber ich finde er ist absolut gelungen! Durchdacht, handwerklich gut gemacht, alle auftauchenden Probleme angepackt und nacheinander gelöst.
Und das wichtigste: der Roller ist auf der Straße, genau dafür wurde er gebaut. Meinen Respekt dafür.

Und Danke für die Inspiration mit dem Radnabenmotor als Mittelmotor: werde ich vielleicht an meiner Hercules E1 (für €20,-- ohne Antrieb erstanden) auch versuchen, hoffentlich komme ich ohne Schneiden und Schweißen aus.

Ein Friedensangebot noch an die Verfechter der o.g. Variante 1: ich bewundere schöne top-Restaurationen wo immer ich sie sehe, auf Treffen oder in Museen oder (leider zu selten) auf der Straße. Jedem das Seine, meinen Fahrzeugen sieht man halt den regelmäßigen Gebrauch und das teilweise hohe Alter einfach an. "Und das ist gut so." (ist ein Zitat...)

MfG,
Schelle

LXF
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von LXF »

Servus,
ist aus diesem Projekt eigentlich etwas geworden?
Ich habe ebenfalls eine E1, die ich original wieder hergerichtet habe.
Ich habe insgesamt schone eine Menge Mofas/Mopeds aus den 70ern restauriert und bin so zu der E1 gekommen.
Ich habe mich hier angemeldet, weil ich eure Expertise brauche.

Du hast das schon super beschrieben.
Ins naechste Dorf gleiten - um dann heimzuschieben.
man kanns ja mal ausrechnen 24V mit 45 AH und einem 800 Watt Motor.
Das hoert sich erstmal gar nicht schlecht an, aber die TEchnik:
Motor auf Fliehkraftkupplung, dann Riemen auch Tretwelle.
Dann Kettenuebersetzung aufs Hinterrad.
Rein rechnerisch zieht der Motor was um die 30 Amp was bei 100% Wirkungsgrad ja dann 90 min sind.
Da die Kiste aber hoechsetens 30 min laeuft (Werksangabe 12km bei 25 kmh) hat die einen Wirkungsgrad von unter 30%.
Das ist aber auch kein Wunder, da ist sogar noch ne Tretkette mit Freilauf dran, die einfach nur mitsummt.
Ausserdem gibts nur Gas oder nichtgas, geine Reglung, das einkuppeln uebernimmt die Fliehkraftkupplung.
Tja, so sah es aus in den 70ern.

Mich wuerde interessieren was heute moeglich ist und deshalb will ich die umbauen, ohne den Look groesser zu veraendern.
Mir schwebt ein Radnabenmotor mit 24-48V vor den ich in die Originalfelgen reinbekomme.
Dazu ein Brushlessregler mit Drehgriff.

Liebe Gruesse aus Frankfurt

schelle63
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von schelle63 »

Hi LXF,
ich habe jetzt einen Radnabenmotor mit Regler, der recht klein baut, gekauft. Ist aber ein 10"er. Außerdem habe ich eine 9"-Vespa-Felge erstanden, die ist zweitelig und geschraubt. Ich denke dass ich die originale Felge vom Radnabenmoor abdrehen und Schraubenlöcher passend für die Vespa-Felge einbringen kann. Der Rest sollte dann ein Klacks sein, mal sehen was der TÜV-ingenieur meines Vertrauen dazu sagt (wenn die Pedale dann einfach in der Luft drehen...).
Keine Ahnung wann ich das mache, bin gerade an einer anderen E-Baustelle zugange.
MfG
Markus

achim
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von achim »

Ich bin nach wie vor der Meinung dass das Frevel ist.
Alle Erfahrung zeigt dass nur originale Technik gefragt ist und die Jahrzehnte überlebt. Alle Umbauten, egal wie professionell sie ausgeführt wurden, interessieren in 10 Jahren niemanden mehr.
Aber jeder wie er meint.
Gerade der vollständige Verzicht auf Elektronik macht dieses Fahrzeug interessant und einzigartig.
Und was heisst schleichen? Es ist ein Mofa !
Sollte ich in der Rente die Zeit dafür finden werde ich ein Solo Electra komplett und original restaurieren und versuchen irgendwo zwei zeitgenössische Bleiakkus zu finden die dann seziert und mit Lithium Zellen gefüllt werden. Der Boschmotor ist unverwüstlich und verträgt eine gewisse Überspannung. Damit sollte dann eine Vmax von 25-30 km/h bei 20 km Reichweite möglich sein, was vollkommen ausreichend ist und das Mofa wäre weiterhin original.

Gruß,
Achim

schelle63
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Re: Umbau eines Solo Elektra BJ1974

Beitrag von schelle63 »

Achim, Du hast ja Recht. Originalität ist super.

Jetzt ist es so dass meine Hercules ohne Motor da stand, mit durchgerostetem Batteriefach, ohne Schalter und "Gasdrehgriff", ein paar Halter offenbar abgeflext.
Ich werde keine Veränderung vornehmen, die nicht wieder rückgängig zu machen ist.
Dafür werde ich ein Mofa zurechtmachen, das
  • legal (!)
    auf die Straße zurückkommt,
    mit einer ordentlichen Reichweite,
    mit einer ordentlichen Hinterradbremse,
    mit einem leisen Antrieb,
    mit einer hohen Effizienz (eines E-Antriebs würdig),
    dem Stand der Technik des 21. Jahrhunderts ensprechend
daherkommt.
Womit ich und meine Familie die eine oder andere Fahrt mit dem (Elektro-)Auto einsparen werden.

Finde ich 1000 mal besser als ein originales Schätzchen das wirklich nur 1x bis zur Eisdiele und zurück schafft. Frevel hin oder her, mein Gewissen ist rein. ;)

Mehr als 30 km/h will ich auch nicht schaffen, und ob in der Kiste jetzt direkt Lithium-Akkus verstaut sind, oder die noch aufwendig in ausgeräumten Bleigehäusen versteckt werden, macht für mich keinen Unterschied. Ein anderes Ladegerät (das mir übrigens auch fehlt) und ein modernes BMS brauchst Du ohnehin auch noch (genauso wie ich).

Und es gibt auch Umbauten, die nach weiteren 30 und mehr Jahren durchaus als historisch erhaltenswerte Modernisierungen durchgehen.

MfG
Markus

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