Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von MEroller » Fr 30. Nov 2018, 16:27

Nur leider mögen es Li-Ionen Akkus nicht, lange unbenutzt rumzustehen.
Bin gerade auch am hirnen, ob es sich noch lohnt, meine alternde Winston-Thundersky-Batterie im verrenteten E-Pferdchen noch fit zu halten, denn schon vor dem Ruhestand hat der Innenwiderstand der Zellen das Fahren sehr zäh und für die rechte Hand anstrengend gemacht, da ich selbst voll geladen und mit 22°C in der Batterie auf die Batteriespannug achten musste, dass sie nicht unter 70V fällt. Eigentlich wäre da eine Akkupflege vergebliche Liebesmüh...
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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von Systray » Fr 30. Nov 2018, 22:14

MEroller hat geschrieben:
Fr 30. Nov 2018, 16:27
Nur leider mögen es Li-Ionen Akkus nicht, lange unbenutzt rumzustehen.
Bin gerade auch am hirnen, ob es sich noch lohnt, meine alternde Winston-Thundersky-Batterie im verrenteten E-Pferdchen noch fit zu halten, denn schon vor dem Ruhestand hat der Innenwiderstand der Zellen das Fahren sehr zäh und für die rechte Hand anstrengend gemacht, da ich selbst voll geladen und mit 22°C in der Batterie auf die Batteriespannug achten musste, dass sie nicht unter 70V fällt. Eigentlich wäre da eine Akkupflege vergebliche Liebesmüh...
Was heisst lange ? 4 Wochen / 2 Monate / 1 Jahr oder bis eine gewisse Mindestspannung erreicht ist ?

Wie soll man die „benutzen“, einen 1x die Woche einen Verbraucher für 10min anschliessen oder das Ladegerät ?

Würde es genügen wenn in bestimmten Zeitintervallen mal kurz Ladung hin oder her fliesst ?

Eigentlich halte ich ja einen Akku mit modernem BMS für einen Gebrauchsgegenstand, der bei ausreichend Ladung auch mal 3–6 Monate gelagert werden können sollte.

Schließlich kommen die Dinger via Schiff aus China und die Zeit von Produktion, Transport nach EU, bis zum Einsatz beim Endkunde könnte durchaus eine solche Größenordnung erreichen, vor dem ersten Einsatz.
LG
Systray

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von MEroller » Fr 30. Nov 2018, 22:38

Li-Ionen-Zellen sind nicht und werden nie ein "Gebrauchsgegenstand" in herkömmlichem Sinn sein. Sie sind elektrochemische Energiespeicher. Vielleicht ein wenig vergleichbar einem teils gefüllten Kraftstofftank herkömmlicher Bauart aus Stahl. Wenn du den zu lange rumstehen lässt verdunsten die leichteren Bestandteile, und der Kraftstoff wird irgendwann unbrauchbar.
Zum Transport sind Li-Ionen-Zellen üblicherweise auf 30 oder 50% geladen, d.h. das wäre auch ein gutes Ladezustandsfenster für die Lagerung über die kalten Monate. Leider gibt es aber das BMS, das dauernd leicht an den Zellen nuckelt, und moderne "connected" E-Roller beschäftigen auch noch GSM Module und wer-weiß-was-noch, so dass zumindest dort mit gelegentlichem Zwischenladen eine gewisse Ladungsbewegung in der Batterie stattfindet.

Ich habe mir schon folgende Gedanken um Pausenbeschäftigung für meine lagernde Winston Batterie gemacht:
1. bei schönem Wetter (um den sauberen Roller nicht zu versauen) eine kleine Runde fahren und danach wieder etwas laden wäre die wirkungsvollste Methode, aber dazu muss das Wetter und die persönliche Zeit passen.
2. Fahrzeug bei eingeschaltetem Fahrlicht und womöglich Bremslicht eine oder zwei Stunden stehen lassen und hoffen, dass keine Lampen im Stand überhitzen. Danach wieder etwas nachladen.
3. Bei einem fest eingebauten Akku wie im Jupiter 11 einen separaten z.B. Anderson SB-Stecker als zusätzlichen Akkuanschluss anbringen, und dann wahlweise so Sachen wie 230V 500W Halogenstrahler und/oder Heizlüfter auf 100% gestellt anschließen zum entladen (die werden natürlich nicht wirklich funktionieren, lassen aber trotzdem einen brauchbaren Stromfluss zu), und danach wieder etwas laden. Bei entnehmbaren Akkus lässt sich vielleicht ein passendes Adapterkabel basteln.

Mein Problem bei dem allen: um die Entladung der Zellen über das BMS zu verhindern habe ich das BMS komplett von der Batterie getrennt. Um das wieder anzuschließen muss ich die letzte Verbindung über ein Poti auf das Batteriepotential bringen, sonst funkt es fürchterlich, und dann muss ich das BMS wieder auf das korrekte Datum und Uhrzeit per Laptop einstellen, um die Logs im BMS korrekt weiterlaufen zu lassen. Und dann nach jeder der o.g. Aktionen wieder komplett von der Batterie trennen.
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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von achim » Sa 1. Dez 2018, 11:22

Oder man läast das BMS einfach weg. :mrgreen:
Die Drift meines Selbstbauakkus liegt nach 1000 km noch immer im nicht messbaren Bereich.

Det Akku meines Scooters wurde über 6 Monate nicht benutzt und die Reichweite hat bis jetzt noch nicht gelitten. Allzuviele Sorgen muss man sich wohl nicht machen.
Ich halte es wie ME Roller. Wenn das Wetter mal taugt wird halt mal gefahren. Auch im Winter gibt es schöne Tage.

Gruß,
Achim

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von MEroller » Sa 1. Dez 2018, 18:29

Habe jetzt mal meiner Thunder-Batterie wieder etwas Training verschafft. Vielleicht führt diese Verknüpfung direkt zu meinem Bericht:
viewtopic.php?f=20&t=3411#p109475
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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von Ralle2003 » So 2. Dez 2018, 21:13

Ich fahre meinen Jupiter auch jetzt bei kalten Temperaturen. Wie beim Fahrrad auch, heißt es etwas dicker anziehen und ab zur Arbeit oder wo auch sonst hin. Bei Klatteis oder Schnee bleibt der Roller stehen.
Bei kalten Temperaturen und Sonne macht die Fahrt auch Spaß. :D
Der Akku muss bei wirklich kalten Geraden natürlich öfters geladen werden. Aber da habe ich hier im Forum gelernt bzw gelesen, dass öfter Laden den Akku nicht schadet.

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Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb, Teil 2

Beitrag von Kifo » Di 4. Dez 2018, 17:46

(Fortsetzung meines Erfahrungsberichts)

04.12.2018
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LIEFERUNG
Heute war Liefertag. Der Fahrer kam direkt von Trinity bei Braunschweig und hat wie vereinbart 1/2 h vor Ankunft an meiner Wintergarage bei mir angerufen. Transportiert wurde der Roller gut geschützt und sicher verzurrt in einem Kastenwagen.
Ausladen und eine kurze Einweisung gingen ganz schnell, ein paar Fragen wurden kompetent beantwortet und da stand das gute Teil nun. Zustand: 1a.
Leider konnte ich mangels Zulassung noch keine ausgiebige Probefahrt machen, sondern nur eine kurze Runde über den Hof drehen. Soweit scheint alles OK zu sein. Der Akkustand war ca. 50% und auf Empfehlung des Fahrers habe ich ihn noch für 1h nachgeladen, so dass er mit ca. 75% ins Winterlager ging.
Rein in die Garage (schnief), abgedeckt (Louis-Abdeckhaube 'Pro' in Größe XL-XXL passt perfekt) und nun heißt es erst einmal warten. Im Frühjahr melde ich mich dann wieder mit den ersten Fahreindrücken.

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von Kifo » Do 13. Dez 2018, 21:21

(Fortsetzung meines Erfahrungsberichts)

13.12.2018
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ZULASSUNG
Heute war ich auf der Zulassungsstelle. Obwohl der Roller in der Mehrparteien-Wintergarage steht, habe ich ihn jetzt zugelassen. Der (Diebstahl-) Versicherung wegen. Keine Zulassung - keine Versicherung, sagt meine Versicherung.

Als ich bei der Dame in der Zulassung meine Anliegen vorgetragen habe (inkl. E-Kennzeichen), hat sie gleich gesagt: „Das wird jetzt etwas länger dauern“. E-Fahrzeuge sind für die immer noch extrem selten. Sie hat dann (teilweise mit Hilfe eines weiteren Kollegen) rund eine Stunde gebraucht. Aber sie es hat es hinbekommen. Die Unterlagen, die Trinity mir in die Hand gedrückt hat (EU Konformitätszertifikat vom Hersteller ZAP/Puma, Musterzulassung vom TÜV Nord, Bestätigungsschreiben für ein Neufahrzeug) plus meine Versicherungsbestätigung haben alle erforderlichen Angaben enthalten.

Sie hat dann noch Dokumente von einem anderen E-Motorrad aus der Schublade gezogen (war eine Zero), weil sie dachte, das wäre das gleiche Modell. Das hat ihr dann aber nicht viel weiter geholfen.

Letztlich hat jedenfalls alles geklappt und ich habe nun mein Kennzeichen. Im (Früh-) Frühjahr kommt das Ding dran und dann geht es los!

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von apfelsine1209 » Fr 14. Dez 2018, 11:03

Kifo hat geschrieben:
Do 13. Dez 2018, 21:21
...habe ich ihn jetzt zugelassen. Der (Diebstahl-) Versicherung wegen. Keine Zulassung - keine Versicherung, sagt meine Versicherung...
Meines wissens reicht für den diebstahlsversicherungsschutz ein saisonkennzeichen (bis zu einer gewissen dauer des nicht-saison-zeitraums). Da könntest Du also u.U. ein paar mark sparen.

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Re: Trinity Jupiter 11 - Meine Erfahrungen bei Anschaffung und Betrieb

Beitrag von Kifo » Fr 14. Dez 2018, 11:39

Ja, da hast du natürlich recht. Ich habe mich bewuss gegen ein Saisonkennzeichen entschieden. Eine Zulassung hätte ich jetzt aber natürlich dennoch gebraucht.

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