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Re: Ladezyklen

Verfasst: So 22. Sep 2019, 13:00
von STW
Die Spannung kann man leider nicht in Verbrauch umrechnen. Der Verbrauch würde in Wattstunden (Spannung mal Stromstärke mal Zeit) berechnet.

Vorschlag: kauf Dir ein (ruhig preiswertes) Energiekostenmessgerät. Für unsere Zwecke reichen wirklich die einfachen Systeme aus, weil wir eh nur mit Daumen*Fensterkreuz abschätzen.
Berechne die theoretische Akkukapazität aus Spannung mal Amperestunden. Hierbei ruhig runden. Geh von 50V mal xxAh (den Wert aus dem Datenblatt zum Roller entnehmen) aus, das Ergebnis gibt die Kapazität in Wattstunden aus. Nehmen wir mal an, Du hast 20Ah, dann hast Du im Ergebnis 1000Wh.

Nach der Fahrt aufladen, Dein Energiekostenmessgerät zeigt nach Beendigung des Ladevorgangs ca. 600Wh an - dann hast Du den Akku ungefähr zu 60% entladen. Oder ca. 0.6 Zyklen "verbraucht". Aus Rundungsgründen lassen wir alle Messungenauigkeiten weg (Wirkungsgrad des Ladegerätes, Balancingphase, usw., eigentlich spielt da eine Menge rein. Aber das kann man für grobe Betrachtungen ignorieren).

Wenn Dein Hersteller 1000 Ladezyklen angibt: das ist recht optimistisch. Kalkuliere mal lieber mit 200 - 300, dann wird schon die Kapazität etwas merkbar nachlassen.

Re: Ladezyklen

Verfasst: So 22. Sep 2019, 15:23
von s4800
Also wenn das alles so kompliziert ist, war das mit anderen Fahrzeugen leichter mit Hilfe eines Dreisatzes nachzurechnen was Verbraucht und wie weit man kommt. Werde deswegen das Thema für mich schließen und Euch nicht mehr nerven. Aber Spaß hat es mir und Familie am Sonntag gemacht mit den Dreisätzen eine Antwort zu finden.

Re: Ladezyklen

Verfasst: Mo 23. Sep 2019, 21:25
von didithekid
Hallo,
für Alle die die Frage weiterhin interessiert:
Wenn der volle 48-Volt-Akku (also bei Ladezustand 100%) die Spannung 52,3 Volt anzeigt,
liegen die 13 Li-Ion-Zellen jeweils etwas über 4 Volt. Sie dürfen aber nicht (wie man es vom Benzintank mit den Litern her kennt) auf 0 Volt leer gezogen werden, sondern gelten in Fahrzeugen bei etwa 3 Volt als leer (0% also 13x3= 39 Volt).
Im o. g- Datenblatt sieht man auch die typische Entladekurve, die nicht besonders linear verläuft.
Und bei Ruheanzeige 45 Volt sind nur noch rund 40% Reserve drin.
Natürlich wird dem Akku tatsächlich ein Stromfluss (Ampere) an Elektronen entnommen und nicht die Spannung.
Der Luftprüfer an der Tankstelle füllt ja eigentlich auch Luft in die Reifen und nicht Druck.
Viele Grüße
Didi

Re: Ladezyklen

Verfasst: Mo 23. Sep 2019, 22:04
von Alf
Der Reifenprüfer erhöht oder erniedrigt nach Wunsch den Druck.

Re: Ladezyklen

Verfasst: Di 7. Apr 2020, 19:16
von Karlchen
Wenn Dein Hersteller 1000 Ladezyklen angibt: das ist recht optimistisch. Kalkuliere mal lieber mit 200 - 300, dann wird schon die Kapazität etwas merkbar nachlassen.
[/quote]

Bei einem Li Ionen Akku kann man wohl mit mehr als 200-300 mal rechnen. Dann kann ich ja gleich Blei nehmen. Da kann es gut hin kommen.

Re: Ladezyklen

Verfasst: Di 7. Apr 2020, 19:59
von achim
Von Lithium erhoffe ich mir auch etwas mehr. Die 200-300 Zyklen passen nach meiner Erfahrung wirklich zu Bleiben - wobei ich deutlich eher zu 200 tendieren würde.

Gruß,
Achim