@all: also, wir versuchen mal, sachlich zu bleiben, und nicht gleich die Verfechter der Gegenseite oder die Propheten, auf die sie sich berufen, gleich herunter zu machen. Teilweise haben wir schon wieder "Spitzen" in den Formulierungen, die ich grenzwertig empfinde - ich kann zwar damit und klarer Wortwahl gut leben, aber vielleicht jemand anders nicht so gut.
Wenn ich Links gesetzt habe, habe ich nicht unbedingt geprüft, ob da jetzt "Klimaskeptiker" oder "menschengemachte Klimaänderungsleute" hinterstecken. Es geht ja schließlich um die Analyse der jeweiligen Argumente und eventuelle Widerlegungen.
Zum Thema Mond und den Fußspuren: bitte einfach mal in Relation setzen, wieviel Prozent der Mondoberfläche tatsächlich vom den Astronauten aufgewirbelt worden ist und ob 3° Erwärmung da auch nur annähernd realistisch erscheinen. Jeder größere Meteoriteneinschlag auf dem Mond sollte Unmengen mehr Staubaufwirblungen und "Beschädigungen" der Stauboberfläche verursachen. Tatsächlich finden die auch statt:
https://www.sternwarte-sankt-andreasber ... insternis/
Die "menschengemachte" Erwärmung des Mondes halte ich damit nicht für haltbar. (Hint: man könnte ja mal überlegen, wie und ob die Reflektionen / Abstrahlung einer wärmeren Erde den Mond mitheizen, aber da habe ich schlichtweg noch keine Literatur zu gefunden).
"Nur bei ungefähr 6 Planeten oder Monden von insgesamt über 100 Himmelskörpern im Sonnensystem wurde eine Erwärmung festgestellt. Im Gegensatz dazu, kühlt sich Uranus ab (Young 2001)." Wurden die 100 Himmelskörper gemessen? Und wenn ja, welche Aussagekraft haben die Messungen (s.u.). Wir haben nur wenige "Langzeitmessungen", also so ungefähr 4 Jahrzehnte, was auch nicht gerade Langzeit ist.
Auf
https://skepticalscience.com/arg_global ... system.htm werden mögliche Ursachen für die Beobachtungen dargestellt - wir lassen jetzt mal die Himmelskörper aus, bei denen der Beobachtungszeitraum aufgrund der Umlaufbahnen einfach nicht ausreicht, um eine dauerhafte Erwärmung zu prognostizieren, dann bleibt beispielhaft über:
Mars: hier gibt es die Aussage, dass lediglich zwei Messwerte vorliegen würden. Wenn dem so ist, ist der Mars raus aus der Betrachtung. Spannend wäre trotzdem mal die Fragestellung, ob die Staubstürme Auslöser oder eben Folgen einer Erwärmung sind. Andererseits gibt es auch Wissenschaftler, die anhand des Zustandes der südlichen Polkappe, die immer wieder fotografiert worden ist, eine Erwärmung hochrechnen. Die Kritik, dass daraus kein Langzeittrend ableitbar wäre, müßte dann aber auch umgekehrt für die Situation unseres Klimas gelten. Nur weil bei uns die Polkappen schmelzen, heißt es doch nicht ... Es sei denn, wir wollen mit zweierlei Maß messen.
Ich schließe, gerade aus den Polkappenbetrachtungen, dass dort langfristig (also 4 Jahrzehnte von ein paar Milliarden Jahren) eine Erwärmung stattgefunden hat. Ob die 0.65° stimmen, die angesetzt worden sind, lasse ich mal außen vor.
Einen Klimawandel auf der Venus beschrieb das Institute of Space and Astronautical Science (ISAS), Teil der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) am 24. Januar 2019. Dort haben sich in den letzten 30 Jahren die Winde verändert.
https://kaltesonne.de/klimawandel-auf-u ... verstehen/ Auch hier wieder die Frage: haben sich die Winde in Folge einer Erwärmung verändert oder gingen sie diesen voraus? Und wenn sie diesen voraus ging: was war der Auslöser? Für die Erde argumentieren wir ja gerne, dass zunehmende Stürme Folgen der Erwärmung sind. Fraglich, ob man die Vergleiche zwischen den Planeten dann 1:1 übertragen kann. Aber wiederum: zweierlei Maß?
Wenn wir jetzt sagen, hey, das hat doch vielleicht nur was mit veränderten Umlaufbahnen zu tun bei Mars und Venus, dann müssen wir im Umkehrschluss die Umlaufbahnen für die Erde betrachten:
https://www.zamg.ac.at/cms/de/klima/inf ... der%20Fall.
Interessant der letzte Satz: "Für Klimaschwankungen über Jahrzehnte bis Jahrhunderte sind die astronomischen Schwankungen unbedeutend." Ist dem wirklich so? Wenn wir jetzt wieder Mond und die o.a. Planeten betrachten, dann sehen wir dort Veränderungen innerhalb von Jahrzehnten. Klimagefüge sind m.E. recht sensibel, und eine vollständige Beschreibung aller Regelkreise ist bis heute nicht gelungen. Und wiederum: kein zweierlei Maß ...
Soweit erstmal, vielleicht können wir uns ja in der Diskussion zunächst etwas auf ein paar wenige Themen konztrieren, bevor ich Euch den 1. Mose 8 auslege.
