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Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 12:42
von Peter51
Das E-Max Ladegerät macht zuerst eine Konstantstromphase mit 10A Ladestrom und geht dann in die Konstantspannungsphase mit über 55V - was völlig in Ordnung ist. Dann kommt die Tricklemode-Phase (Pulsladephase, Erhaltungsladung). Die Pulse gehen über 60V......Was meiner Ansicht zu hoch ist. Deswegen habe ich zwischen Steckdose und Ladegerät eine Zeitschaltuhr und lade pro 10km ca. eine Stunde.
Die Pulsladephase sollte das Ladegerät nach 1 Stunde beendet haben, ist aber nicht so. Ist schon vorgekommen, daß - über Nacht geladen - das Ladegerät am nächsten Morgen noch pulste. Die modernen Ladegeräte haben heute einen Prozessor, der sich beim E-Max wohl gelegentlich aufhängt. ( In der Tricklemode-Phase wird gebundenens Wasser verbraucht was anschließend nicht mehr recombiniert wird und Wasser nachfüllen geht bei den zyklenfesten, deep cycle greensaver Batterien nicht).
Bei deiner täglichen und jährlichen Fahrleistung rate ich Dir zu 16 Stück 40Ah LiFePo4 Zellen. Wenn das Taschengeld eher knapp ist kommst Du mit den Multipower 50Ah (bei 20-stündiger Entladung) vielleicht 2 weitere Jahre hin und die Schaltuhr nicht vergessen. Vielleicht bekommt man für 600,- Euro ja auch 4 Stück 75Ah zyklenfeste Batterien.
Allzeit gute Fahrt!

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 12:50
von Idealist
Dann ist Dein Profil meinem ziemlich ähnlich (ich habe 10 km einfach zur Arbeit). Wenn Du vorhast, noch mehrere Jahre mit dem Roller zu fahren (was ich für absolut realistisch halte), empfehle ich Dir eindeutig:
Rüste auf LiFePo-60Ah-Zellen oder größer um und baue eine Akku-Heizung drunter. Threads gibts dazu mehrere. Du kannst Dir ja mal meine Beiträge anschauen; ich habe ja den gleichen Roller und auch schon umgerüstet. Wir hier im Forum helfen Dir natürlich, falls Du Dich dafür entscheiden solltest.

Vorteile:
- die Akkus sind langlebiger
- höhere Reichweite
- weniger Gewicht
- notfalls sind einzelne Zellen austauschbar
- mehr Spaß

Nachteile:
- zunächst hohe Kosten
- höherer Überwachungsaufwand
- Kälteempfindlichkeit

Das Original-E-Max-Ladegerät des 90S schaltet bei kalten Temperaturen zu spät ab, d. h. es nicht nicht gut genug temperatur-kompensiert. Das kann zum Zerkochen der Bleiakkus führen.

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 13:05
von Kft
Würde somit bei mir bedeuten,Ladegerät nach 2-2,5 Stunden abschalten und nicht so viel Pulsen lassen.(od.Zeitschaltuhr)
Ich könnte sicher damit leben,alle 2 Jahre neue Bleibatterien in den Roller zu machen.
Vorteil wäre man hat alle 2 Jahre Neue drinn und pro Jahr somit nur ca.200€ Batteriekosten.(bei den MP50-12c)

Ich weiß noch nicht,ob ich irgendwann mal einen anderen Roller fahren möchte.
Somit ist der Zeitraum meiner Nutzung zwischen 2-4 Jahre vorerst angesiedelt.

Ich denke ich kann wohl das e-max Ladegerät auch noch für die MP50 verwenden, wenn ich etwas die Pulszeiten reduziere.
Danke für die Erklärung und den Tip.

Gruß,
Reinhard

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 14:21
von Peter51
Hallo Reinhard,
als letzten Tipp noch, bei Kauf auf einen frischen Satz zyklenfester Batterien bestehen, also Produktionsdatum 2013 und fortlaufende Seriennummern. In Neufahrzeugen wird immer ein gematchter ( 4 zueinander passende Batterien) Satz eingebaut.
und Allzeit gute Fahrt!

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 14:53
von Gluehbert
Moin nochmal...

wie sieht es denn mit diesen Steckdosenleisten aus, die selbstständig abschalten, wenn die entnommene Leistung unter ein paar Watt fällt? In der Tricklemode-Phase hat das Ladegerät doch ständig annähernd 0 W, dann müsste doch passend abgeschaltet werden, oder? Aber ein bisschen Tricklemode will man ja vielleicht doch!?

Oder noch ein anderer Vorschlag, hatte ich schonmal in einem anderen Thread hier: 4 Stück 10 W Solarzellen in Reihe und dann direkt (über eine Diode) an die Akkus dran, während du bei der Arbeit bist. Kosten pro Stück um die 16 Euro in der Bucht und sind knapp so groß wie ein DIN A 3 Blatt.
Vorteile währen:
1. An jedem sonnigen Arbeitstag werden die Akkus weniger tief entladen und halten länger
2. Akkus sind zu Feierabend etwas voller => Fahren macht mehr Spaß, da die Spannung nicht so stark einbricht
3. Die Stromrechnung wird (etwas) günstiger (7 ct pro Tag)

Der Ladestrom liegt dann bei vielleicht 600 mA, nach 8 h Arbeit wären also 4,8 Ah nachgeladen. Verbraucht hast du vermutlich etwa 8 Ah für die Fahrt morgens, so dass du auf Nummer sicher gehst, die Akkus nicht zu überladen während du arbeitest. Aber auf keinen Fall vergessen, sie abzuklemmen, wenn du mal länger nicht fährst...

Wenn du natürlich nur Nachtschicht arbeitest... Pech gehabt

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 15:41
von Joehannes
@ Gluehbert

Das mit der Steckdosenleiste klingt gut, kenne ich gar nicht.
Hättest Du bitte einen Link?

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 15:42
von Kft
ha, der mit der Nachtschicht war gut...nein,habe keine Nachtschicht,Gott sei dank.. :roll:

Wie sieht das denn aus, wenn ich Zeitschaltuhr anschließe,die schaltet ab und das Ladegerät hängt die ganze restliche Nacht noch 7-8 Stunden am Roller?
Wieviel zieht es mir denn wieder aus den Batterien?

Habe nähmlich,wie Ihr ja bestimmt auch, nach dem abschalten des Ladegerätes noch ein Lämpchen am Lader brennen solange er mit dem Roller verbunden ist.
Ist das vernachlässigbar, oder verbraucht das Ladegerät Strom aus den Akkus?

Was mir noch aufgefallen ist, mein Roller zeigt "Batterie leer,bitte laden" an, aber meine Voltanzeige ist noch über 45 Volt.
Könnte mir vorstellen,dass es bei 42 Volt die Meldung laden "anzeigt",aber bei über 45 bzw.46 Volt?

Wie erklärt sich denn das?

Gruß,
Reinhard

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 16:05
von Gluehbert
@ Joehannes

Ich hatte jetzt nur im Kopf, dass es sowas gibt, wie z.B.

http://www.reichelt.de/Steckdosenleiste ... 0efeb4d6b0

So wie ich das sehe, darf das Ladegerät aber 1 Minute lang nicht wieder in Betrieb gehen, damit die Steckdose abschaltet. Das wäre natürlich zu lang für das emax Ladegerät, ich schätze, das schaltet sich alle 30 s wieder ein... Aber vielleicht finde ich ja noch ein anderes

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 16:13
von Gluehbert
@ Kft

Diese LED am Ladegerät leuchtet bei mir auch weiter und das tut sie auch noch über 1 Minute lange, nachdem ich alles abgeklemmt habe. Offensichtlich reichen die Kapazitäten im Ladegerät solange aus, sprich: sehr kleiner Strom. An der LED kanns also nicht liegen, wenn der Akku sich durch das Ladegerät entladen sollte. Und andere Ströme werden vermutlich nicht groß fließen. Eine Strommessung habe ich natürlich nicht durchgeführt, dazu müsste ich ja die Leitungen auftrennen.

Die Anzeige "Batterie leer": Ich glaube, die tritt bei mir auf, wenn die Akkus mal für meherer Sekunden unter 44 V hatten. Dabei "rastet sie ein", d.h. sie geht auch dann nicht wieder aus, wenn die Spannung anschließend wieder ansteigen sollte, z.B weil man kein Gas gibt. Nur Schlüssel aus resettet sie bei mir

Re: e-max Batterieen am Ende....Bitte Empfehlung

Verfasst: Fr 8. Feb 2013, 16:37
von Joehannes
Der e-max90s hat eine Anzeige im Cockpit. Der Roller ist voll wenn dort mehr als 52V stehen.
Nach 30 km Fahrt sinkt diese Spannung ohne Last auf ca. 46V. Das ist Fakt.
Also zwischen 52V und 46V liegen ca. 30 km Fahrstrecke.

Diesen Wert kann man mit einem M ultimeter prüfen. = 200V Gleichspannung. Messpunkt Anderson-Lade-Stecker.

Nun zum Ladegerät Original.
Das Ladegerät kann bis 64V in der Endphase und in der Impulsphase gehen. Das ist leider zuviel.
Hier sollte das Maximum 4x14,4V = 57,6V sein. Wenn der Lader dann nicht abschaltet werden die Akkus gegrillt. :evil: