Re: Kleinigkeiter verändern/verbessern
Verfasst: Mi 25. Aug 2010, 20:24
Sorry, habe das Wattsup mit dem Watt Power Meter verwechselt. Das Wattsup hatte ich mir nie näher angeguckt, weil das Turnigy bei gleichen Daten erheblich preiswerter ist.
Wenn mir eine Zelle nach 60% Kapazitätsentnahme in die Unterspannung rutscht, alle anderen aber nicht, dann war die Zelle schon vorher platt. Da nutzt mir ein zellbasierter Unterspannungsschutz nicht. Punkt. Aus. Fertig.
Wer mehr als 80% Kapazität aus einem Lithiumakku regelmäßig entnimmt, hat diesen fehldimensioniert. Bleiben also bei normaler Nutzung 20% Kapazitätsunterschied, den die Zellen haben können, ohne dass es zu gravierenden Schäden kommt. Schaut man sich die typische Entladekurve von Lithiumzellen an, dann ist in dem Zusammenhang klar, dass dann eine Überwachung der Strangspannung reicht. Die Aufgabe übernimmt der Controller.
Schaut man sich dann noch die Spannungsfestigkeit bei verschiedenen Temperaturen an, dann kommt man zu dem Schluß, dass eine (zellenbasierte) Unterspannungsüberwachung temperaturkompensiert (und je nach Zellenhersteller und dessen Datenblatt auch lastkompensiert) arbeiten müßte. Das tut bislang keine Spannungsüberwachung, also schaltet sie im Winter zu früh ab oder im Sommer zu spät. Die meisten Controller im Rollerbereich schalten bei spätestens 10V pro Bleiakku ab, also 2.5V pro Lithiumzelle. Das ist im Sommer unter Last ausreichend - die Leerlaufspannung liegt dann immer noch deutlich darüber. Also im Sommer genug Reserven, im Winter zu viel Reserven. Die heilt mir auch ein Lipoblitzer nicht, und auch kein simpler zellbasierter Unterspannungsschutz.
Equalizer: die machen nix anderes, als alle Zellen auf die der niedrigsten Spannung herunter zu ziehen (das sind also nix anderes als Balancer mit variabler Reaktionsspannung, die von der am wenigsten geladenen Zelle bestimmt wird). Und das in "Modellbaudimensionen" hinsichtlich der Stromstärke. 300mA bei Akkus von 40Ah aufwärts wirkt irgendwie lächerlich. Und das Ding arbeitet dann auch unter Last, wenn die Zellen sowieso etwas auseinandergehen und Übergangswiderstände die Ungenauigkeiten noch erhöhen. Das Verfahren ist also für große Akkus Quatsch. Und gefährlich noch dazu, wenn man eins dieser Billigdinger verwendet, die auch dann noch arbeiten, wenn alle Zellen mehr als 3.4V haben, aber eine schon bei weniger als 2.5V (der Trost ist ja, dass es 3-5 Tage dauern würde, bis alle Zellen ruiniert wären, den Spielzeugdimensionierungen bei der Stromstärke sei Dank). Und im Bereich zwischen ca. 10-80% Entladung im Leerlauf ist das System dann auch noch recht wirkungslos, weil dann die Leerlaufspannung aller Zellen identisch ist.
Verbrauch: schön, wenn ein Fahrer mit 3KWh hinkommt. Nun könnten wir über die Genauigkeit von Meßgeräten der 10€-Klasse referieren, inwieweit die die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom beim Laden berücksichtigen, also die Blindleistung herausrechnen usw. (ich habe auch ein Energiemeßgerät gehabt, dass mir deutlich weniger als 4KWh anzeigte), den Tachovorlauf von 10% bei chinesischen Rollern beim Kilometerzähler, bis zu 20% bei der Höchstgeschwindigkeit, über persönliche Fahrweisen usw..
Wenn mir eine Zelle nach 60% Kapazitätsentnahme in die Unterspannung rutscht, alle anderen aber nicht, dann war die Zelle schon vorher platt. Da nutzt mir ein zellbasierter Unterspannungsschutz nicht. Punkt. Aus. Fertig.
Wer mehr als 80% Kapazität aus einem Lithiumakku regelmäßig entnimmt, hat diesen fehldimensioniert. Bleiben also bei normaler Nutzung 20% Kapazitätsunterschied, den die Zellen haben können, ohne dass es zu gravierenden Schäden kommt. Schaut man sich die typische Entladekurve von Lithiumzellen an, dann ist in dem Zusammenhang klar, dass dann eine Überwachung der Strangspannung reicht. Die Aufgabe übernimmt der Controller.
Schaut man sich dann noch die Spannungsfestigkeit bei verschiedenen Temperaturen an, dann kommt man zu dem Schluß, dass eine (zellenbasierte) Unterspannungsüberwachung temperaturkompensiert (und je nach Zellenhersteller und dessen Datenblatt auch lastkompensiert) arbeiten müßte. Das tut bislang keine Spannungsüberwachung, also schaltet sie im Winter zu früh ab oder im Sommer zu spät. Die meisten Controller im Rollerbereich schalten bei spätestens 10V pro Bleiakku ab, also 2.5V pro Lithiumzelle. Das ist im Sommer unter Last ausreichend - die Leerlaufspannung liegt dann immer noch deutlich darüber. Also im Sommer genug Reserven, im Winter zu viel Reserven. Die heilt mir auch ein Lipoblitzer nicht, und auch kein simpler zellbasierter Unterspannungsschutz.
Equalizer: die machen nix anderes, als alle Zellen auf die der niedrigsten Spannung herunter zu ziehen (das sind also nix anderes als Balancer mit variabler Reaktionsspannung, die von der am wenigsten geladenen Zelle bestimmt wird). Und das in "Modellbaudimensionen" hinsichtlich der Stromstärke. 300mA bei Akkus von 40Ah aufwärts wirkt irgendwie lächerlich. Und das Ding arbeitet dann auch unter Last, wenn die Zellen sowieso etwas auseinandergehen und Übergangswiderstände die Ungenauigkeiten noch erhöhen. Das Verfahren ist also für große Akkus Quatsch. Und gefährlich noch dazu, wenn man eins dieser Billigdinger verwendet, die auch dann noch arbeiten, wenn alle Zellen mehr als 3.4V haben, aber eine schon bei weniger als 2.5V (der Trost ist ja, dass es 3-5 Tage dauern würde, bis alle Zellen ruiniert wären, den Spielzeugdimensionierungen bei der Stromstärke sei Dank). Und im Bereich zwischen ca. 10-80% Entladung im Leerlauf ist das System dann auch noch recht wirkungslos, weil dann die Leerlaufspannung aller Zellen identisch ist.
Verbrauch: schön, wenn ein Fahrer mit 3KWh hinkommt. Nun könnten wir über die Genauigkeit von Meßgeräten der 10€-Klasse referieren, inwieweit die die Phasenverschiebung zwischen Spannung und Strom beim Laden berücksichtigen, also die Blindleistung herausrechnen usw. (ich habe auch ein Energiemeßgerät gehabt, dass mir deutlich weniger als 4KWh anzeigte), den Tachovorlauf von 10% bei chinesischen Rollern beim Kilometerzähler, bis zu 20% bei der Höchstgeschwindigkeit, über persönliche Fahrweisen usw..