Wenn es eine Electra wäre, dann würde die schon wieder laufen.

Aber wohl mit zwischengeschaltetem Controller für das analoge Fahrgefühl.
Bei der RGNT laufen im Kabelbaum dummerweise viele Schwachstromkabel - Armaturen, Dashboard, ... sind alle mit hauchdünnen Litzen ausgestattet, 10 Kabel Dashboard, 8 Kabel Joystick / An- und Motorschalter, ungefähr 8 Kabel Lichtschaltereinheit, 2 - 4 Kabel Bremslichtschalter. Also ca. 30 mal Signallitze. Die Kabel in Gruppen schön in Textilband umwickelt, zusammengeführt, wieder getrennt, ... Die meisten gehen irgendwo hin auf eine Platine / Box?, vermutlich in der Akkubox, die erzeugt dann die notwendigen Signale für Blinker, Horn, schaltet das Licht, steuert wohl auch das Lenkradschloss, und dürfte daher auch mit dem Schlüsselempfänger verbunden sein, hat eine Verbindung (wie auch immer) zum Dashboard, das auf dem Display die Symbole für Blinker, Licht, ... usw.. erscheinen. Dahinter vermute ich ein Bus-System und keine Direktverkabelung, kann mich aber täuschen.
10 Anschlüsse Dashboard: Kabel für plus, minus, 2 Blinker, 2 Licht, 2 Can-Bus wären auch denkbar.
Schon beim vorsichtigen Abwickeln des Textilbandes, um die Kabelfarben zu ergründen, hätte man das Problem, die Litzen nicht gleich mit abzureißen. Wenn ich es recht in Erinnerung habe, dann sind die Farben teilweise mehrfach benutzt, z.B. für Armaturen rechts / links und definitiv auch Dashboard. Den ganzen Kabelbau nackig machen dürfte also mehr Probleme als Erkenntnisse verursachen.
Damit ist klar, dass man für eine Ist-Aufnahme der Verkabelung ein paar Stunden Zeit benötigt für vorsichtiges Arbeiten, und die Chance dabei einen neuen Fehler zu verbauen ist recht groß.
Von daher: hätte man ein Blockschaltbild für den Anfang, besser noch einen vollständigen Schaltplan / Kabelplan, dann könnte man sich auf die Bereiche für die Fehlersuche konzentrieren, die im ersten Ansatz relevant erscheinen.
Weiter bei den Sympthomen: ich weiß, dass der An-Schalter in Verbindung mit dem Schlüssel funktionert. Auch läßt sich damit manchmal aus dem Lademodus ein "Aus" erzwingen. Was im Developermenü trotzdem nicht funktioniert ist der Joystick-Test. Auch nicht mit neuem Joystick.
Damit ist es wahrscheinlich, dass es einen Fehler zwischen Armaturen und einer Steuerplatine gibt, oder die Steuerplatine selbst defekt ist.
Ebenso hört sofort der Lüfter auf und die Maschine geht hart aus, wenn ich den Ladeanschluß vom Netz trenne. Das spricht dann auch für einen Fehler einer Steuerplatine oder deren Spannungsversorgung. Erwartungshaltung ist, dass das Linux-Betriebssystem sauber heruntergefahren wird, was aber nicht erfolgt.
Damit wäre, aus technischer und theoretischer Sicht, die Ecke klar, bei der die Fehlersuche beginnen müßte. Aus praktischer Sicht scheitere ich aber daran, ob ich zuerst die rechte oder die linke Abdeckung des Akkukastens entferne, oder ob das eine Schaltung innerhalb des Dashboards wäre und ich das erst zerlegen sollte - aber das ist in Teilen verklebt, und einmal geöffnet werde ich es nie wieder wasserdicht zusammen bekommen.
Also ein demotivierendes Dilemma. Und wenn der erste konkrete Tipp von RGNT dann "Inverter" lautet, dann kann ich nur an der Kompetenz des Supports verzweifeln. Meine Befürchtung ist, dass der J.B. von RGNT aber auch der Ansprechpartner der Händler ist und denen solche nutzlosen Hinweise gibt.
Wer zahlt dann den Scheiß, wenn auf Verdacht der Controller getauscht wird, der dann aber doch nicht für den Defekt verantwortlich ist? Letztendlich ist der Kunde der Blöde, weil der Händler hat sich an die Herstelleranweisungen gehalten ... Oder der Händler bleibt auf den Kosten sitzen, und dann der gleich zwei Reparaturen an einer RGNT gemacht: die erste und die letzte. Und die Reparaturzeit zieht sich wie Käse auf einer Pizza.
Also noch hat keiner geboten für den Schrotthaufen - wenn ich aus Langeweile selbst weiter an der Maschine diagnostiziere, dann wird sie nur teurer für einen potentiellen Käufer.
