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Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Mi 15. Dez 2010, 13:24
von STW
Vom Brandfoto her würde ich darauf tippen, dass keine Headways, sondern eher Rundzellen aus dem Akkuschraubersortiment verbaut worden sind. Wenn der Innenwiderstand hoch genug ist, dann bekommt man von der Hitze nicht viel mit, insbesondere werden die Zellen ja nicht im vollgeladenen Zustand verbaut.
Die chinesische Fachlötkraft lötet die Zellen nicht zusammen, sondern üblicherweise wird ein Punktschweißverfahren angewendet. Dabei ist Hitzeentwicklung samt Funkenflug beim Zusammenbau normal. Wenn dann, wie bei Parallelschaltungen zu vermuten, mehr als ein Zellenverbinder pro Zelle verbaut worden ist, dann glüht es da nicht. Im Idealfall würde sich die Punktschweißverbindung wieder lösen (ist mir bei einem Kurzen im NC-Pack passiert), weil dort die Übergangswiderstände am heftigsten zuschlagen, und damit wäre das Problem auch beseitigt.

Die ganze Geschichte ist schon recht merkwürdig, ebenso wie die von der abgerauchten Thunderskyzelle. Da hätte ich eher die Vermutung (weil bergauf), dass eine Zellenverbindung übel war, was kein Wunder bei dem Materialmix ist. Und in so einer Konstellation habe ich auch schon eine angeglühte Schraube erzeugt.

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Do 16. Dez 2010, 08:30
von Haro

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Fr 17. Dez 2010, 18:22
von titanusmann
Wo ist denn die abgerauchte thundersky zu sehen? Sieht mir doch nur nach einem kompletten Akkupack von V-pover aus, die
Dir auch Sondergrößen auf Wunsch bauen! Den 60 volt Akkupack habe ich bei ebay noch nicht gesehen!

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Fr 17. Dez 2010, 19:20
von Haro
Die abgerauchte Thundersky ist auf den Fotos nicht zu sehen, die hat mit diesem Brand nichts zu tun. Gehörte einem Freund des Geschädigten.
"Meinem Freund ist mal eine Thunderskybatterie aus shanghai als er dem Berg hochfuhr abgebrannt. Das war die selbe Ursache." beitrag.php?p=5741

Oder ob das derselbe Roller war, und sich unter dem Akkuschrauber-Zellenpack noch ein originaler Satz Thunderskyzellen verbirgt, also die Akkuschrauberzellen nur zwecks Reichweitenerhöhung parallel zu den Originalakkus geschaltet wurden?

Das weiß nur der Geschädigte.
An diesen habe ich auch STWs Fragen
1. ob eine Zelle in einem 3,6V Parallel-Verbund verpolt war, oder ein ganzer 3,6V-Parallel-Verbund verpolt war;
2. warum das BMS daraufhin die Ladung nicht verhindert hat, und ob es ein BMS mit Stromkreistrennung war;
3. ob das BMS vielleicht mittels Ladeleitung umgangen wurde
weitergeleitet und warte noch auf Antwort.

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: So 19. Dez 2010, 19:52
von gervais
Einmal mehr ein Grund, die Finger von diesem
was weiß ich was drinnen ist
getapten Mist die Finger zu lassen.

Vermutlich hat sich der Roller Vertrieb /Käufer ähnlich, wie hier leeloo verlesen viewtopic.php?f=1&t=421&p=5394#p5394 und z.B. max und cont verwechselt bzw. unterschätzt was diese Überraschungspakete tun, wenn man sie wirklich fordert.

Diese 18650 Verbünde mit unselektiertem Dreck sind ohnehin heikel und da hochwerige Sony, Konions und whatever 2x teurer als die TS sind und zum genannten Preis gar nicht zu realisieren sind, ist doch klar, was da verbaut wird.

Kein Mitleid, da nicht nur hier vor diesem Dreck gewarnt worden ist.

Re: Chinaböller (LiPos)

Verfasst: Mi 8. Mai 2013, 22:46
von Haro
Hier waren Chinaböller in einem Lasten-Fahrrad verbaut:

http://www.welt.de/regionales/hamburg/a ... n-auf.html

Auf dem 5. Foto sieht man die vielen kleinen Rundzellen.

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Do 6. Jun 2019, 13:53
von Andy_T
Dumme Frage .. passt dieser Thread in die Rubrik "LiFePo Akkus"?

Soweit ich das sehe, geht es ausschließlich um durch 18650 LiIon Rundzellen ausgelöste Brände ... oder habe ich da was mißverstanden?

Mein Laienverständnis hier ist, daß die LiFePo4 Zelchemie dieses Risiko ja eigentlich (im Vergleich zu LiIon) minimieren sollte....

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Do 6. Jun 2019, 18:09
von Alf
von Andy_T » Do 6. Jun 2019, 13:53
Mein Laienverständnis hier ist, daß die LiFePo4 Zelchemie dieses Risiko ja eigentlich (im Vergleich zu LiIon) minimieren sollte....
Wenn Du aufmerksam gelesen hättest, sind die Beiträge meist 9 Jahre alt, und schon vor 9 Jahren hat Forenmitglied STW darauf hingewiesen das LiFePo4 nicht zum brennen neigt.
Damals war das Forum noch im hochqualitativen Aufbau, was die letzten 2-3 Jahre stark nachgelassen hat, weil viele der kompetenten Mitglieder deshalb hier nicht mehr aktiv präsent sind.

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Fr 7. Jun 2019, 13:19
von Andy_T
Daß der Thread schon älter ist, war mir aufgefallen.

Aber ich bin sicherlich nicht das erste neue Forenmitglied (noch werde ich das letzte sein), das versucht, sich durch Lesen der grundlegenden Foren einen groben technischen Überblick über die zugrundeliegende Technologie anzueignen ...

Von daher würde ich persönlich - soweit es nicht mit unmäßigem Aufwand verbunden ist - es begrüßen, wenn ein Admin dazukommen könnte, diesen Thread ins LiIon Forum zu verschieben ...

Re: Chinaböller (LiFePos)

Verfasst: Fr 7. Jun 2019, 22:52
von MEroller
Auch die Lithium-Eisenphosphat-Zellchemie zählt zu den Lithium-Ionen Zellen, denn das schieben auch LiFePO4 Zellen zwischen ihren Elektroden hin und her. Da es sich bei bei dem Brand angeblich um eine LiFePO Batterie handelte ist es aber hier im LiFePO Bereich gut aufgehoben ;)