3x16A Drehstrom, was einer 11 kW Wallbox entspricht, ist der übliche private Ladestandart in Deutschland.
Der Haushaltsstrom ist immer noch billiger, als an der öffentlichen Ladestation.
Eine 11 kW CEE Steckdose oder Wallbox muss beim EVU angemeldet werden, aber nicht genehmigt werden.
Unser Reihenhaus wurde 1969 gebaut und war ursprünglich einphasig mit Wechselstrom, abgesichert mit 32 A, ans Stromnetz angeschlossen.
Damals haben 7,4 kW Leistung für das ganze Haus gereicht. An diesem Stromnetz mit über 6 kW einphasig zu laden, wäre sinnfrei.
Als Mitte der 80ziger die Gastherme für warmes Wasser im Bad kaputt war, wurde ein Durchlauferhitzer mit 21 kW eingebaut.
Das wurde damals vom EVU genehmigt und wir bekamen Drehstrom abgesichert mit 3 x 63 A ins Haus.
Den Sicherungsschrank habe ich selbst installiert, Vorsicherungen der Hausverteilung sind 3 x 40 A Neozed Schmelzsicherungen. Alleine der Durchlauferhitzer benötig maximal 30 A auf jeder Phase. Dann zusätzlich eine 22kW Wallbox macht wenig Sinn.
Auch einphasig mit 6,6 kW zu laden wäre problematisch.
Seit den achzigern ist Drehstrom in der Hausinstallation Standart, selbst in kleinen Wohnungen im Hochhaus.
Meine Wallbox ist eine 3x16A CEE Drehstromsteckdose, die ich selbst installiert habe. Ein Ladeziegel stellt die Verbindung zum Elektroauto her.
Am Ladeziegel kann man den Ladestrom aus dem Stromnetz einstellen von 6-8-10-13 und 16 A. Das ist eine einfache und billige Lösung.
Mein Elektroauto Skoda-VW e-up hat zwei 3,7 kW Lader eingebaut, die auf zwei Phasen angeschlossen sind.
Es fließen dann 16 A auf den Phasen L1 und L2 und 16 A auf dem Nulleiter. Das ist so bei einem zweiphasigem Anschluss.
Statt auf dem Nulleiter könnte auch 16 A auf L3 fließen dann hätte man 11kW Ladeleistung. Dann hätte VW noch eine dritten Lader einbauen müssen.
Die zwei Lader kann man auch parallel betreiben, dann mit 2 x 3,7 kW einphasig, aber mit 32 A Strom.
Falls man das Elektroauto nach Amerika exportieren will, dann könnte man das einfach umstellen.
In Europa aber Sinnfrei
