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Re: Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war „strategischer Fehler Europas“
Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 11:23
von Falcon
Atomkraftgegner sind Ideologen, die mit reinem Sachverstand nicht mehr zu überzeugen sind.
Denen hätte man auch erzählen können, dass Atomkraftwerke mit gequälten Kätzchen und Hundewelpen betrieben werden, während Windkraft potenzfördernd ist und Solarstrom den IQ steigert - sie hätten es in Diskussionen genauso vehement behauptet wie den Blödsinn ala "Atomstrom verstopft die Leitungen", "Sonne & Wind schicken keine Rechnung", "Erneuerbare sind CO2-neutraler als die vom ZDF dunkel eingefärbten Dampfwolken aus den AKW-Kühltürmen", "Der Vertrieb von Erneuerbaren Energien-Lösungen wird Deutschlands neues Wirtschaftswunder einleiten".
Jetzt ist das Kind aber in den Brunnen gefallen... Der Schaden, den Grün-Rot angerichtet hat, ist schon da... Und in einem Land, in dem Susi & Sören sich morgen vielleicht schon wieder irgendwo an Bagger ketten, weil eine Buche einem AKW statt einem Windrad weichen soll, würde ich als Energieversorger auch kein AKW mehr bauen.
Re: Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war „strategischer Fehler Europas“
Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 11:38
von Markus Sch.
Ich schaue öfter hier:
https://www.zeit.de/wirtschaft/energiem ... ien-ausbau
Da sieht man das vor allem im Winter Kohle und Gas oft noch einen hohen Anteil an der Stromerzeugung haben.
Ich hätte es besser gefunden wenn man mit dem Atomausstieg noch gewartet hätte bis die Erneuerbaren da weiter sind und auch
Speicher endlich zur Verfügung stehen.
Re: Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war „strategischer Fehler Europas“
Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 11:40
von Falcon
Ein Flüssigsalzbrutreaktor könnte den Atommüll den wir jetzt haben reduzieren. Die alten AKW wären dafür gute Standorte. Doch die Politik investiert lieber in Kernfusion (Söder) eine Technologie die dann wieder strahlende Abfälle produziert.
Ein Endlager gibt es ja auch noch nicht und 1700 Castorbehälter sind zur Zeit an der Oberfläche. Genügend Brennstoff wäre ja vorhanden.
In den 60ern sind schon Flüssigsalzbrutreaktoren gelaufen, die Technik funktioniert. Leider sind die Elektoautofahrer von der Recyclingpartei strikt dagegen, Atommüll zu recyclen um Strom zu erzeugen.
Ich glaube jeder, der heute allgemein von AKW und Kernenergie spricht, bezieht sich nicht nur auf alte Technik aus den 60ern, sondern schließt gerade neue Reaktortypen wie Salz-Thorium Reaktoren mit ein - auch die zählen aber fachlich zu AKW's.
Der Punkt bleibt doch, dass im Grunde nahezu das ganze EU-Ausland auf Atomstrom setzt und selbst in der Klimakonferenz sich nahezu alle Staaten einig waren, dass Atomstrom die CO2-neutralste und zugleich verlässlichste Methode der Energieerzeugung für Industrienationen ist.
Die dt. Energiewende hat doch im Grunde schon gezeigt, dass die Idee von "100% Erneuerbare Energien" ohne genügend Speicher und einem intelligenten Stromnetz kaum machbar ist. Alles kann durchaus mit viel Aufwand und noch vielen Milliarden Euro Investitionen bis zum Jahr 2100 stehen - und dann sind wir alle froh drum - solange haben wir erstmal einen Wettbewerbsnachteil
Re: Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war „strategischer Fehler Europas“
Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 12:27
von DreggsaggOnBike
sehenswert
Wir haben einen riesigen Fusionsreaktor der uns täglich Energie schickt - die wir nur einsammeln müssen - die Natur machts vor...
... und das mit dem Speicher wird auch noch

Re: Von der Leyen: Abkehr von Atomkraft war „strategischer Fehler Europas“
Verfasst: Mi 11. Mär 2026, 14:54
von rainer*
Das Problem ist nur, das die Kernenergie pro kWh erheblich teurer als alle anderen Alternativen sind. Hinkley Point C wird (das ist nur ein Kraftwerk!) wird mit rund 100 Milliarden Euro subventioniert. Die liegen bei mindestens 15Cent/kWh Gestehungskosten für ihren Strom, sonst da sind die unrentabel. Und da sind noch nicht alle Entsorgungskosten oder Ewigkeitslasten dabei - die werden zum größten Teil durch den britischen Staat garantiert (wie bei uns auch). Die Verkaufspreise wurden von britischen Staat auf Steuerzahlerkosten so hoch angesetzt (sonst würde den Strom keiner abkaufen), und der französische Steuerzahler ist auch noch mit dabei und ersetzt der EDF einen Teil der erhöhten Baukosten (was aber nur ein paar Milliarden sind, nicht so viel wie die Britten zahlen).
Die Baukosten sind ja auch geringfügig von geplanten 20,8 Milliarden € auf 55 Milliarden € gestiegen. Und schon 2030 soll es in Betrieb gehen, zeitlich geringfügig später, es sollte eigentlich jetzt schon laufen.
Block 3 in Flamanville: auch das sieht nicht viel besser aus, nur trägt hier alles der französische Staat. Und es läuft bereits seit Dezember 2025 im Regelbetrieb, nach nur 12 Jahren Bauverzögerung.
Was hätte mit dem Geld, was da verpulvert wurde nicht alles anstellen können im Stromnetz bzw. der Stromerzeugung, der Speicherung oder der Verbrauchsreduktion.
PS: die "Einspeisevergütung" pro kWh in Großbritannien an den Betreiber sind natürlich gegen Inflation geschützt. Im Gegensatz zur deutschen Einspeisevergütung für Erneuerbare.
Die Franzosen werden sich noch umschauen mit Ihrem Kraftwerkspark. Ich kann mir nicht vorstellen, das die anstehende Erneuerung auch nur ansatzweise so weiter finanziert werden kann.
Achso - wir wollen ja durch die Atomkraft unabhängig von Energieimporten werden. Wo gibt es eigentlich den Brennstoff zu kaufen? Ach - eigentlich nur bei den Russen und den Amis? Nein auch China. Und die Franzosen holen in Niger Uran aus dem Boden.