Seite 2 von 3

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Mi 2. Mai 2018, 13:44
von Patrick
achim hat geschrieben: Mi 2. Mai 2018, 13:18 Ich hatte jedenfalls noch keine einzige gefährliche Situation obwohl ich mit den kleineren Rollern auch mal Straßen und Wege benutze die für KFZ gesperrt sind.
Missbilligende Blicke gab es dabei auch noch nicht. Die Akzeptanz emissionsfreier Fahrzeuge ist höher als ich es erwartet hätte.
So ging es mir auch :) Ich sehe mich manchmal auch gerne eher als ebike ohne Pedale ;)

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Mi 2. Mai 2018, 18:37
von MEroller
Seit ich vor gut 10 Jahren beinahe einem knallgelben City-EL vors Vorderrad gelaufen wäre in unserem Wohngebiet habe ich mich wieder an meine Kindergartenzeit erinnert und schaue seitdem, auch und gerade wenn ich NICHTS höre einmal, links, einmal rechts und nochmals links, bevor ich eine Straße überquere :lol:

Laut rufend, oft und gern hupend / klingelnd und generell ganz arg mitdenkend ist es nicht wirklich gefährlich mit E-Roller oder Fahrrad.

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Mi 2. Mai 2018, 18:48
von Wasted
Mir ist einmal eine Katze zwischen parkenden Autos fast vor den Roller gelaufen. Tiere sehen oft nicht so gut wie wir Menschen und haben aus ihrer Position auch den schlechteren Überblick. Gut möglich das diese sich dann mehr aufs Gehör verlassen und auch mal auf die Straße springen, wenn kein Fahrzeug zu hören ist.

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 14:57
von chrispiac
Ich hatte schon eine beinnahe Unfälle mit Vögeln, meist Amseln, die zum Glück rechtzeitig auswichen. Für eine Schrecksekunde hat es trotzdem gereicht!

a) Fußgänger:
Viele schätzen die Geschwindigkeit falsch ein. Deswegen bin ich schon, wegen deren Fehleinschätzung von denen „angeblafft“ worden, um ihr Fehlverhalten mir anzulasten. Häufig treten Autofahrer, die auf der Fahrerseite ein-/oder aussteigen wollen unverhofft auf die Fahrbahn und sind erstaunt, das da noch Verkehr folgt. Bisher ging es gut, da ich mich normalerweise links von mittigen Fahrbahnmarkierungen aufhalte - da ist rechts genügend „Überlebensraum“ für Fahrradfahrer und unachtsame Fußgänger.

In Tempo 30 Zonen habe ich es häufig mit „Smobies“ zu tun. Auch da versuche ich möglichst für viel Raum zu den Straßenrändern zu lassen und fahre möglichst mittig in der Straße (auch weil da die wenigsten Schlaglöcher sind). Normalerweise habe ich gar nicht die Zeit für die Lebensversicherung (Hupe), da ich auf bremsen und ausweichen setze. Ich hoffe, das der Eindruck trotzdem einprägend ist, das es lebensverlängernd ist ohne Handy am Ohr/in der Hand auf die Straße zu treten.

b) Fahrradfahrer:
Von denen erhalte ich viel positives Feedback, zumindest wenn man gemeinsam an der Ampel wartet und Zeit für ein kurzes Gespräch hat. Natürlich gibt es auch Konfliktsituationen. Meist wenn man Fahrradfahrer überholt und sich diese über die Lautlosigkeit „erschrecken“. Meistens kommt es zu Konflikten, wenn diese sich nicht Regelkonform verhalten und ich nicht vorhersehen kann, in welche Richtung sie weiterfahren wollen. Da in Aachen viele Einbahnstraßen für Fahradfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben sind, gibt es häufig Probleme an Kreuzungen, wo es dann keine Ampelregelung für die Fahrradfahrer gibt (falls sie sich mal an die Ampel halten). Auch unzureichende Beleuchtung an Fahrrädern haben schon zu beinnahe Unfällen mit dem NIU geführt - das wäre in den meisten Fällen mit einem Verbrenner nicht anders gewesen.

c) andere Motorräder/-roller:
Die sind meistens begeistert! Einer mit einem Kleinkraftroller hat sich bei mir beschwert, weil er von der Niederländischen Grenze an bis in die Stadt es nicht geschafft hat, von mit weg zu kommen. An der Ampel bin ich schneller von Fleck gekommen und er hat es auch nicht geschafft bei den folgenden Ampeln im Berufsverkehr vor mir durchzukommen, so das ich dann an der nächsten roten Ampel wieder neben ihn Stand (und bei grün wieder vorne erst einmal weg war :D ). Erst als eine Steigung kam, konnte er noch bei gelb über eine Ampel drüber, wo ich gebremst habe und der stärkere Motor kam dann besser den Berg rauf (was zu erwarten war). Andere Roller mit Versicherungskennzeichen können nicht/kaum mithalten (außer sie sind getuned und können schneller als 47km/h). Jetzt im Mai „nach dem Anrollern“ sind wieder viel mehr Motorroller/-räder unterwegs und da gibt es schon einige Erstaunte Fragen zu Elektrorollern. Es sieht so aus, als würde der NIU zum Probefahren bald sehr begehrt. Über die Neugierde bin ich sehr erfreut, da das ja die (potenziellen) Kunden sind, die man Überzeugen möchte.

d) PKWs:
Meist Ausparker, die nicht auf den rückwärtigen Verkehr achten. Dank meines Defensivverhalten und guter Reaktion bisher noch kein Unfall mit solchen Kandidaten (da hatten Andere weniger Glück: Meldung Blaulicht).
Mit zunehmenden Hormonen durch sommerliche Temperaturen hat dieser Fehler (+ generelle Unaufmerksamkeit) im Augenblick Hochkonjunktur.

e) BUS:
Ich bin erstaunt, wie viele Busfahrer einen Motorradführerschein haben und durchaus an der Elektromobilität auf zwei Rädern interessiert sind. Viele nutzen auch Elektroräder. Für die Fahrt zur/von der Arbeit meist nicht, weil sie nicht sicher untergestellt werden können (das ist eigentlich traurig). Auch dort gab es schon Nachfragen (die meisten für den Jupiter).

f) LKW:
Bisher Konfliktfrei. An einer 8% Steigung, wo ich mit meinem Vater als Sozius unterwegs war, wurde ich vor kurzem von Einem überholt. Da ich gerade auf 35km/h kam und dort 70km/h erlaubt waren, sowie die Gegenfahrbehn frei, war dieser Überholvorgang auch zu erwarten und er hat ausreichend Abstand gehalten. Man muß halt aufpassen, möglichst nicht in tote Winkel von solchen Großfahrzeugen zu geraten.

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 19:26
von Jan P.
Da ich oft Mischwege, (Fahrrad/Mofa/Fußgänger) fahre, gibt es immer wieder
mal sog. "Aha od.Hoppla"-Momente. Oft erschrecken Menschen, wenn etwas
plötzlich daher kommt. :o Dabei ist es egal ob sich um Jogger, Radler, Sportradfahrer
oder um ein E-Kleinkraftrad handelt.
Deshalb hat mein E-Roller eine am linken Spiegel-Arm, (unten), montierte Fahrradklingel. :P
Diese warnt ggf. andere vor meinem Fahrzeug, welches Km-angepasst daherkommt.
Dies praktiziere ich auch mit der Fahrt auf dem Pedelec...

Gruß Jan P. ... ;)

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 19:31
von Evolution
Statt mechanischer Fahrradklingel bietet sich für den allseits geladenen Fahrer auch die elektronische Klingel an!

https://www.amazon.de/elektronische-fah ... radklingel

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 19:43
von Jan P.
Aha - Sowas gibt's auch ?! Klingen die auch wie eine Fahrradklingel ?
Die Leute regaieren auf diesen mechanischen Klang nämlich recht schnell, da schon bekannt... :o

Gruß J.P. ... ;)

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Do 3. Mai 2018, 21:29
von ollige
Hier fahre ich haufig Straßen ohne Bürgersteig, jedoch mit Fußgängerverkehr, meist sogar Kinder.
Nicht nur deshalb... habe ich eine Pling Fahrradklingel links am Spiegel montiert und plinge grundsätzlich bei Fußgängern auf der Straße und beim Überholen von Radfahrern.

Viele Grüße,
Olli

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Fr 4. Mai 2018, 01:16
von Dirk
@ Rollerpeter
Ja , die Augmentation kennen ich auch. " Hast Du keine Angst, dass Du nicht wahrgenommen wirst und einen Fußgänger an fährst?" Öhhh, nö. Der Fußgänger ist bis jetzt auch nicht wesentlich lauter als ein Radfahrer, als ein ein Longboardfahrer als eine Mutti mit Kinderwagen und trotzdem passieren nicht wesentlich mehr Unfälle mit Fußgängern, Radfahrern, Logboardfahren und Muttis mit Kinderwägen. Warum sollte es mich auf dem E-Roller jetzt überproportional öfter erwischen ? Eeeemmmppppp. Falsche Frage. Ich glaube Du wolltest eigentlich fragen" Wieso hast Du so einen geilen E-Roller und ich Trollo nicht ?".
Peter, wir müssen wohl mit dem Neid der Neider leben, year :D

Re: Lautlos = gefährlich?

Verfasst: Fr 4. Mai 2018, 07:48
von Evolution
Nicht außer Betracht sollte bleiben, dass bei mehr Masse und höherer Geschwindigkeit das Risiko einer Verletzung steigt. Dieser Verantwortung sollten sich alle Zweiradfahrer mit Elektroantrieb bewusst sein. Defensives und vorausschauendes Fahren ist daher sehr empfehlenswert.