Ich hatte schon eine beinnahe Unfälle mit Vögeln, meist Amseln, die zum Glück rechtzeitig auswichen. Für eine Schrecksekunde hat es trotzdem gereicht!
a) Fußgänger:
Viele schätzen die Geschwindigkeit falsch ein. Deswegen bin ich schon, wegen deren Fehleinschätzung von denen „angeblafft“ worden, um ihr Fehlverhalten mir anzulasten. Häufig treten Autofahrer, die auf der Fahrerseite ein-/oder aussteigen wollen unverhofft auf die Fahrbahn und sind erstaunt, das da noch Verkehr folgt. Bisher ging es gut, da ich mich normalerweise links von mittigen Fahrbahnmarkierungen aufhalte - da ist rechts genügend „Überlebensraum“ für Fahrradfahrer und unachtsame Fußgänger.
In Tempo 30 Zonen habe ich es häufig mit „Smobies“ zu tun. Auch da versuche ich möglichst für viel Raum zu den Straßenrändern zu lassen und fahre möglichst mittig in der Straße (auch weil da die wenigsten Schlaglöcher sind). Normalerweise habe ich gar nicht die Zeit für die Lebensversicherung (Hupe), da ich auf bremsen und ausweichen setze. Ich hoffe, das der Eindruck trotzdem einprägend ist, das es lebensverlängernd ist ohne Handy am Ohr/in der Hand auf die Straße zu treten.
b) Fahrradfahrer:
Von denen erhalte ich viel positives Feedback, zumindest wenn man gemeinsam an der Ampel wartet und Zeit für ein kurzes Gespräch hat. Natürlich gibt es auch Konfliktsituationen. Meist wenn man Fahrradfahrer überholt und sich diese über die Lautlosigkeit „erschrecken“. Meistens kommt es zu Konflikten, wenn diese sich nicht Regelkonform verhalten und ich nicht vorhersehen kann, in welche Richtung sie weiterfahren wollen. Da in Aachen viele Einbahnstraßen für Fahradfahrer auch in Gegenrichtung freigegeben sind, gibt es häufig Probleme an Kreuzungen, wo es dann keine Ampelregelung für die Fahrradfahrer gibt (falls sie sich mal an die Ampel halten). Auch unzureichende Beleuchtung an Fahrrädern haben schon zu beinnahe Unfällen mit dem NIU geführt - das wäre in den meisten Fällen mit einem Verbrenner nicht anders gewesen.
c) andere Motorräder/-roller:
Die sind meistens begeistert! Einer mit einem Kleinkraftroller hat sich bei mir beschwert, weil er von der Niederländischen Grenze an bis in die Stadt es nicht geschafft hat, von mit weg zu kommen. An der Ampel bin ich schneller von Fleck gekommen und er hat es auch nicht geschafft bei den folgenden Ampeln im Berufsverkehr vor mir durchzukommen, so das ich dann an der nächsten roten Ampel wieder neben ihn Stand (und bei grün wieder vorne erst einmal weg war

). Erst als eine Steigung kam, konnte er noch bei gelb über eine Ampel drüber, wo ich gebremst habe und der stärkere Motor kam dann besser den Berg rauf (was zu erwarten war). Andere Roller mit Versicherungskennzeichen können nicht/kaum mithalten (außer sie sind getuned und können schneller als 47km/h). Jetzt im Mai „nach dem Anrollern“ sind wieder viel mehr Motorroller/-räder unterwegs und da gibt es schon einige Erstaunte Fragen zu Elektrorollern. Es sieht so aus, als würde der NIU zum Probefahren bald sehr begehrt. Über die Neugierde bin ich sehr erfreut, da das ja die (potenziellen) Kunden sind, die man Überzeugen möchte.
d) PKWs:
Meist Ausparker, die nicht auf den rückwärtigen Verkehr achten. Dank meines Defensivverhalten und guter Reaktion bisher noch kein Unfall mit solchen Kandidaten (da hatten Andere weniger Glück:
Meldung Blaulicht).
Mit zunehmenden Hormonen durch sommerliche Temperaturen hat dieser Fehler (+ generelle Unaufmerksamkeit) im Augenblick Hochkonjunktur.
e) BUS:
Ich bin erstaunt, wie viele Busfahrer einen Motorradführerschein haben und durchaus an der Elektromobilität auf zwei Rädern interessiert sind. Viele nutzen auch Elektroräder. Für die Fahrt zur/von der Arbeit meist nicht, weil sie nicht sicher untergestellt werden können (das ist eigentlich traurig). Auch dort gab es schon Nachfragen (die meisten für den Jupiter).
f) LKW:
Bisher Konfliktfrei. An einer 8% Steigung, wo ich mit meinem Vater als Sozius unterwegs war, wurde ich vor kurzem von Einem überholt. Da ich gerade auf 35km/h kam und dort 70km/h erlaubt waren, sowie die Gegenfahrbehn frei, war dieser Überholvorgang auch zu erwarten und er hat ausreichend Abstand gehalten. Man muß halt aufpassen, möglichst nicht in tote Winkel von solchen Großfahrzeugen zu geraten.