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Re: Zubehör Akku beim 1954L
Verfasst: Sa 4. Jul 2026, 20:36
von Morris
JeGaHa hat geschrieben: Di 20. Mai 2025, 21:12
Moin,
ja ist ein alter Thread, aber ich glaube das passt hier gut rein.
Ich habe für meinen 1954L auch eine günstige Möglichkeit gesucht die Reichweite zu erhöhen.
Mit einem 60% tauglichen Akku und einen toten Akku kommt man ja nicht mehr so weit.
Ich habe mir dann einen 14S8P bei Aliexpress besorgt. (Unit Pack Power 52V 2000W 50A 20Ah) Mit 3A Ladegerät keine 300,- Euro.
Das original Stecksystem von Kumpan ist, soweit ich es bisher rausfinden konnte, nicht wirklich etwas genormtes. Bzw. nicht einfach zu finden und zu bekommen. Ist aber auch nur mit 30A angegeben, dann kann man ja auch auf XT60, XT90 oder MR60 wechseln. Also habe ich eine meiner drei Akkuleitungen mit MR60 versehen. Dreiploig um ggf. später die Ladeleitung noch nutzbar zu machen.
Da der Akku ja etwas kleiner ist habe ich mir einen Adapter, ein Exoskelett für den Akku gezeichnet und 3D gedruckt.
Und was soll ich sagen, das Ding macht unbedenklich so seine 25km damit.
Somit komme ich dann mit Filament, M5 Gewindestangen, Einschmelzhülsen, Stecksystem und Kleinteilen auf rund 300,- Euro.
Damit kann ich erstmal gut leben als Ergänzung zu der anderen Akku Krücke.
Vielleicht ist das ja was für jemanden zum Nachbauen.
Details hier bei Thingiverse.
https://www.thingiverse.com/thing:7043681
Ich sehe dein Akku hat zwei Stecker einen zum Laden und einen zum entladen. Soweit so normal. Aber kann der Kumpan nicht rekuperieren? Das heißt du brauchst ein BMS mit nur einem Stecker für Ladung und Entladung. Denn das passiert ja während der Fahrt. Hab mal gehört wenn man so ein BMS hat wie du jetzt mit zwei getrennten Ports für laden und entladen geht das BMS kaputt durch die Rekuperation. Wie sind deine Erfahrungen?
Re: Zubehör Akku beim 1954L
Verfasst: Sa 4. Jul 2026, 22:12
von didithekid
Hallo,
im Gegensatz zu einem Common-Port-BMS (gemeinsame Ein-/Ausgänge) hat ein Charge-Port-BMS einen seperaten Ladeeingang, den es unabhängig vom Entlade-Ausgang sperren kann. Das ermöglicht eine etwas bessere Kontrolle, um die Schutzfunktionen für die Akkuzellen sicherzustellen.
Natürlich ist der Schutz der Akku-Zellen gegen Überladung beim Charge-Port-BMS nicht mehr in gleicher Weise gewährleistet, wenn Strom durch den Power-Port in den Akku geladen wird, wo bei Überladung nicht sofort gesperrt würde. Dem BMS selbst geht es da nicht "an den Kragen", sondern die Gefahr besteht bei den (teuren) Akku-Zellen. Bei einem Fahrzeug mit Rekuperation sollte allerdings der rekuperierende Motorcontroller immer so eingestellt sein, dass oberhalb einer gewissen Akkuspannung (z. B. um den Ladezustand 85%) gar kein Rekuperationsstrom mehr zum Akku geschickt wird. Daher muss es im realen Fall nicht unbedingt ein Problem darstellen, in einem solchen Fahrzeug ein Charge-Port-BMS zu verwenden.
Zum Laden eines solchen Akkus (also eines Akkus mit Charge-Port-BMS) empfiehlt sich aber das Laden über diesen separaten Ladeanschluss und nicht über eine ggf. am Roller vorhandene Ladebuchse (falls diese nicht im Anschluss umgebaut worden ist, mit Verkabelung zu den separaten Ladeanschlüssen der Akkus).
Viele Grüße
Didi
Re: Zubehör Akku beim 1954L
Verfasst: Sa 4. Jul 2026, 22:20
von Morris
Also den Akku einfach nicht bis 100% Vollknallen und dann geht das auch mit der reku über den entlade Port versteh ich das richtig? Also wenn ich nur bis 90% lade bleibt genug Luft für die reku, egal welcher Port?!
Re: Zubehör Akku beim 1954L
Verfasst: So 5. Jul 2026, 10:31
von didithekid
Nein, falsch verstanden!
Ein ab Werk für Rekuperation vorgesehener Motor-Controller eine Spannungsgrenze, ab der er die Rekuperaton abschaltet (Schei...egal ob BMS oder nicht!)
Dann muss ein Akku auf 90% (und ebenso auf 99% oder 100%) nicht mehr damit rechnen mit weiterem Rekuperationsstrom vollgepresst zu werden, auch wenn das (falsche) BMS diesen nicht zurückhalten könnte.
Ein selbst programmierter Motor-Controller hat die Spannungsgrenze ggf. falsch oder gar nicht eingestellt. Da könnte mit Rekuperation also ständig Strom in den Akku gepresst werden. Wenn dann der Akku auf der Passhöhe einer Bergstraße z. B. auf 90% geladen wurde und bei der Bergabfahrt und Rekuperationsbremsung wird immer weiter Strom in den Akku gepresst, den das (falsche) BMS nicht an der Stelle sperren kann, wo er in den Akku fließt, droht dem Akku natürlich Überladung über die 100%.
Aber das (billige) BMS geht davon nicht kaputt, sondern kaputt gehen die teuren Akku-Zellen.
Viele Grüße
Didi
Re: Zubehör Akku beim 1954L
Verfasst: So 5. Jul 2026, 18:52
von Helmut Heuft
Wow , ein guter Ansatz die guten alten Kumpan 1954 L weiter nutzen zu können . Weil die originalen Kumpan Ansmann Akkus Typ 1.5 wird es nicht mehr lange auf dem Markt geben.
mfG.
Heuft Prüfstanstechnik