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Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Mi 16. Jul 2014, 20:18
von Joehannes
Da schaut mer mal 2 Tage nicht ins Netz und fragt sich, was wollen se denn jetzt schon wieder von Alfred. :o
Ja, war wohl ne harte WM.

Haben Fahrschulautos nicht auch eine Bremse für den Fahrlehrer?
Da haben dann wohl zwei nicht richtig geschaut.

Kopf hoch Mathias und gute Besserung.
Die Felge von B. hat dann wohl kein Glück gebracht.

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Mi 16. Jul 2014, 20:38
von wiewennzefliechs
Ein Fahranfänger sitzt nicht notwendigerweise in einem Fahrschulauto. Ich habe den Bericht so verstanden, dass der Fahrer durchaus schon einen Führerschein in der Tasche hatte, nur eben noch nicht so lange. Das schließe ich u. a. aus der Aussage, dass der Unfallgegner kurz vor dem Ende seiner Probezeit stand, was bedeutet, dass er schon fast 2 Jahre lang im Besitz einer Fahrerlaubnis ist (die Probezeit dauert 2 Jahre).

Gruß

Michael

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Mi 16. Jul 2014, 23:27
von MEroller
Michael hat das richtig interpretiert, das war kein Fahrschulauto, aber ein noch nicht ganz der Probezeit entwachsener junger Mann, der ganz alleine im Auto saß.

Die Maschinerie kommt jetzt so langsam in Gang - war beim Arzt (inzwischen fühlt sich mein linker Fuß dank dessen schon wieder weit besser an :D ), Gutachter war da, RA ist beauftragt. Jetzt muss halt noch der ganze Papierkram in Schwung kommen.

Und ja Joehannes, dem neuen Vorderrad war nur ein kurzes Leben beschert :(

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Fr 18. Jul 2014, 12:22
von gerri
Gut das Du immer mit der Montur unterwegs bist, hätte wohl ohne anders ausgschaut......gute Besserung

ist denn das Pferdchen noch therapierbar...?

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Fr 18. Jul 2014, 14:58
von MEroller
Danke Gerri!
Pferdchen therapierbar? Sehr gute Frage, welcher der Sachverständige gerade nachgeht. Ich habe ihm auf jeden Fall mal die Liste von Verkleidungsteilen samt Preisen vom "Masini" Thunder äh Sportivo zukommen lassen.

Wenn ich mir Alfreds GK angucke nach seiner Umnietaktion bin ich verhältnismäßig guter Dinge, dass auch mein Perdchen außer dem Plastikzeugs und neuer Vordergabel/Lenkkopflager/Vorderrad noch sturkturell i.O. ist. Hauptständer habe ich vergessen...

Bilder stelle ich auch gleich mal ein.

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Fr 18. Jul 2014, 15:34
von MEroller
Hier die Bilder. Zuerst mal vorn der Hauptschaden. Die Bremsscheibe hat noch die ursprüngliche Ausrichtung des gebrochenen Vorderrads...
Unfall_vorn.JPG
Hier das Rad mit dem Speichendurchbruch rechts und dem Anbruch oben:
Unfall_Vorderrad_gebrochen.JPG
Die Gesamtansicht der hauptsächlich betroffenen Seite:
Unfall_Links.JPG
Hauptständer-Fußhebel in Schwingenverkleidung:
Unfall_Hauptstaender_in_Schwingenverkleidung.JPG
Der linksseitige Anprall hat die gesamte Vorderverkleidung so stark nach rechts gedrückt, dass selbst das Innenschild eingerissen ist:
Unfall_Verkleidung_maltraetiert.JPG
Und jetzt noch für alle Unentschlossenen bezüglich Motorradkleidung das Ende meines linken Motorradhosenbeins:
Unfall_linkes_Motorradhosenbein.JPG
Beim Entlangschrammen am Stoßfänger und aufsammeln des Nummernschilds sind diese Spuren entstanden. Dank Motorradhose und drunter meinen Jeans habe ich nur oberflächliche kleine Abschürfungen am linken Schienbein, knapp über Schaftende des Motorradstiefels, erlitten. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was da nur mit der Jeans passiert wäre :shock:

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Di 22. Jul 2014, 21:00
von MEroller
@Alfred: Ich bin ja ADAC-Mitglied, d.h. den Heimtransport rechnet der Abschlepper irgendwie anders ab. Wenn ich da noch was hören sollte werde ich mich natürlich hier melden.

Das Gutachten kam heute, und mein Roller ist aus bisheriger Sicht ganz klar noch ein Reparaturfall, mit einem aktuellen Wiederbeschaffungswert von brutto 3800 €, bei geschätzten brutto 1870 € Reparaturkosten. Wobei dort noch nicht eingerechnet ist, dass es hierzu noch einer Speditionsaufgabe hin zum Reparateur und wieder zurück zu mir gibt. Ich werde deshalb wohl trotz allem auch auf einem finanziellen Verlust sitzen bleiben, ganz abgesehen von den teilweise 2,5h Busfahrten am Tag, statt in Summe 45 Minuten mit dem Roller, dem ganzen Ärger. Und einem lädierten linken Fuß :evil:

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Di 22. Jul 2014, 23:56
von Peter51
Ich denke, dein Gabelschaft /- joch wird ähnlich aussehen wie bei Alfred. Mit Teilen und Arbeitszeit liegt meines Erachtens der Gutachter zu niedrig. Für dein Fuß hast Du deinen Arzt und Rechtsanwalt. Defekte Elektroroller, die auch schon einmal 3.300,- gekostet haben, werden meist für 350,-...550,- Euro gehandelt /verkauft.
Bei mobile ist ein Fury 100 eingestellt Bj. 2011 mit 1.800km für 3.800,- , die der Verkäufer nicht bekommen wird. Die Totalschaden / Restwertkalkulation hätte auch so aussehen können: Reparaturkosten 2.500,- ./. Restwert Roller 500,-.
(Bleiben noch 2000,- übrig um mit gebrauchten Teilen den Roller instand zu setzen).

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 08:18
von Joehannes
:lol:

Ja, die 3800€ hat der Gutachter bestimmt aus mobile als Referenzwert abgekupfert.
Dieser ist ersichtlich zu weit nach oben angesetzt.

Bei den Reparaturkosten kommt es auf die Details an. Eine Rep sollte arbeitsgleich
mit einer Harley oder so sein.
Da möchte ich das Gutachten mal ins 3-4x ziehen.

Man kann den Roller von M.... eher in einem wirtschaftlichen Totalschaden sehen.
Reparaturkosten höher als der Zeitwert. Also Zeitwert in Richtung 1800. Für den
Roller gute 600 und der Rest in die innere Technik. Die innere Technik könnte dabei
aber auch Schaden bekommen haben. Mir ist der Lader nur mal vom Trittbrett gefallen.
Spulen ans Gehäuse und dadurch Totalschaden. Beim Controller oder Akkuverbinder
oder BMS kann das auch auftreten. Zeitnaher Folgeschaden.

Also, so leid es mir tut: Der Gutachter ist leider im falschen Beruf. Realitätsfremd.
Zeitwert netto: 1800 minus Restwert. :evil:


Bei solch einen Schaden legt der Besitzer eigentlich immer drauf. :evil:
Glück für Alfred und Mathias. ;)

Re: Roller abgeschossen...

Verfasst: Mi 23. Jul 2014, 10:57
von STW
Gutachten sind so ein Problem, selbst bei Autos. Für mein letztes Jahr gekauftes Auto (20 Jahre zu dem Zeitpunkt mit belegbaren 28TKm) habe ich vorsichtshalber ein Gutachten erstellen lassen, falls mir mal jemand das Teil zu Klump fährt. Da die Reifen noch mehr als xx mm Profil hatten, wurden sie mit der Hälfte des aktuellen Neupreises in den Fahrzeugwert eingerechnet, bei weniger als yy mm wären sie nicht reingenommen worden. Mein dezenter Hinweis, dass die Reifen ca. 8 Jahre alt seien laut vorliegenden Rechnungen, wurde damit abgetan, dass laut Richtlinien zur Wertermittlung das Alter der Reifen keine Rolle spiele ... Na gut, sollte mir recht sein.

Bei E-Rollern gibt es kaum einen aussagekräftigen Gebrauchtmarkt. Man kann m.E. froh sein, dass die Roller in der Restwertermittlung nicht ähnlichen Benzinrollern (Chinaklasse) gleichgesetzt werden. Dann würde es ganz übel aussehen.

Aber bei einem Restwert von angeblich 3800€ ist doch noch Luft nach oben für die Reparaturkosten. Der Anwalt sollte die Transportkosten noch heraushandeln, schließlich ist dies ein E-Roller, und da sollte schon eine Fachkraft dran arbeiten. Gerne kann er doch auch die Versicherung darum bitten, eine Liste von Werkstätten vorzulegen, die eine Zertifizierung für Elektroarbeiten bei den im Roller auftretenden Spannungen hat. Schließlich will man ja eine sachgerechte Reparatur, und wenn der Roller 3 Wochen nach der Reparatur in der Tiefgarage eines Einkaufszentrums abbrennt, will man ja als Eigentümer und Halter nicht selbst für Menschenleben geradestehen, sondern der Fachbetrieb, der die Reparatur durchgeführt hat.

Dann kommt noch Nutzungsausfall für die Zeitdauer der Reparatur, neuer Helm, Ersatz defekter Schutzkleidung usw.. Getrennt davon sind Heilbehandlungskosten und Schmerzensgeld zu sehen.

Also, da ist mehr drin als die 1800€.