Ich habe mich gestern Abend ausführlich, mit einem studierten Ing. für E-Technik (spez. mit E-Akkus bewandert)
an der hiesigen FH bzw. TU Kaiserslautern im Rahmen eines Grillabends unter FA unterhalten.
Der hat mein E-Motorrad gesehen, ich habe ihm alle Daten zum Akku genannt und wieviel dieser beim Laden an Kwh gezogen hat.
Ladegerät hat er auch gesehen und mir das bestätigt, was ich bisher bei meinem Akku festgestellt habe. (Reichweite usw.)
3x komplett leer fahren und jeweils wieder voll aufladen nach dem Kauf, war auch (seiner Meinung nach) richtig.
Die Einzelzellen in dem Akku, "gewöhnen" bzw. stellen sich über das BMS, auf das "richtige" Laden ein.
Das Balancieren der Einzelzellen erfolgt ca. in den letzten 60 Minuten des normalen Ladens (nicht beim Schnellladen!).
Sind die Zellen nur teilentladen und man lädt z.B. bei 70 % Ladekapazität nach (also 30 %), dann balancieren diese länger,
während der gesamten (kürzeren) Ladephase. Das dient der Schonung des Akkus und der Lebensdauer.
Kürzere Fahrstrecken mit immer wieder nachladen, ist nicht gut für einen LiIon Akku.
(das mit dem Kurzstrecken fahren ist auch beim Verbrenner "tödlich" für das Motoröl....)
Lieber mal dazwischen ab und zu richtig leer fahren (bis zu 20 % Restkapazität) und wieder vollladen.
Ansonsten, sollte man bei den Fällen, dass ein LiIon Akku nicht mehr seine volle Kapazität erreicht, an einen Defekt der BMS/Controllers denken...
Denn:
Der Controller/BMS steuert beim Laden, wieviel Strom mit welcher Stärke in welcher Zeitspanne, in die Einzelzellen des Akkus gepumpt wird.
Gerade wenn es an das Balancieren der Einzelzellen in einem LiIon Akku geht, muss der Controller/BMS funktionieren.
Den Rest kann man sich denken....
Übrigens: Habe heute morgen 70% des vollen Akkus auf 2 Fahrstrecken insgesamt verbraucht.
Aussentemperatur war 12 Grad C (gefühlt aber kälter).
Momentan wird der seit 1 Std. aufgeladen. Bin gespannt, wieviel an Kwh insgesamt reingehen.....
