Ja, Ladegeräte sind Vertrauenssache. Kurz mal zu meiner Sammlung:
- Mein Roller hat ein eingebautes, immer noch das erste. Das lädt vernünftig, geht irgendwann auf 2W unter und später auf 6-7W hoch (Erhaltungsladung). Ich hab kein persönliches Problem damit, das auch mal 3 Tage eingeschaltet zu lassen. Die Lithiumakkus haben sich zumindest bis heute nicht beklagt.
- Zokes-Ladegerät / eine Devotionalie von einem Forenmitglied: Abschalten ist Glückssache, das Ding ist einfach miserabel drauf. Für Blei nicht zu empfehlen, aber hervorragend, um mal bei Lithiums mit Balancern mit kleiner Stromstärke eine Ausgleichsladung bei Bedarf durchzuführen
- KP48V/6A oder Nachbau dazu (meine Vermutung): war beim Chinaroller dabei, erster Defekt nach einem Jahr (kalte Lötstelle), ein Jahr später ganz kaputt. Die Defekte führten nicht zum Überladen, sondern nur zum Ladeabbruch
- Adly / eingebauter 24V/5A-Lader: der Lüfter ging den Weg alles irdischen, das fiel auf, weil er Geräusche machte. Ich will nicht wissen, was passiert wäre, wenn ich das nicht bemerkt hätte
- KP48V/15A: unproblematisch, lädt ordentlich und schaltet bei einer Reststromstärke von 1A sauber ab, der Lüfter ist laut und vernehmlich hörbar und signalisiert damit auch auf weite Entfernungen das Ladeende
Was nun aber passieren kann bei Blei, ist der "Thermal-Runaway": unter ungünstigen Umständen (welche das auch immer sein mögen) rennen die Akkus nicht in der Spannung hoch, und das Ladegerät findet kein Ende. Ähnliches kann passieren bei Defekten im Ladegerät, wenn z.B. die Einstellpotis für die Spannungen defekt sind (Feuchtigkeit, Dreck, ...) oder so miserabel gesichert sind, dass sie sich nach einem Stoß verstellen.
Wenn man dem Ladegerät nicht vertraut / vertrauen kann, ist die Zeitschaltuhr eine adäquate Möglichkeit. Ob kurz oder lang bekommt man durch Beobachtung heraus, dass z.B. für je 10km 1 Stunde Ladezeit erforderlich sind, und dann insgesamt und unabhängig von den gefahrenen Kilometern z.B. eine Stunde hinterher für die CV-Phase / Balancing-Phase.