Re: FXE Beschleunigung gemessen.
Verfasst: Mo 9. Okt 2023, 20:10
Hola!
Kann ich völlig nachvollziehen die Bedenken den Spannungsabfall betreffend.
Aber... halten wir uns vor Augen:
Die 500A teilen sich 4 parallele Stränge (4p Verschalung des Akkus)
125A müssen also von einem Strang geliefert werden, und fließen,
da Serienschaltung, in (durch) jede Zelle.
Die Nominalkapazität des Akkus ist 7200Wh bei 116V
Ladung Q[Ah] = Kapa E[Wh] / Spannung U[V] ~ 62Ah
Die 62Ah teilen sich in 4 parallel Stränge auf. Macht 15.5Ah pro Strang.
Jetzt fetzen wir von der Ampel weg und ziehen die 125A aus einem Strang (oder die 500A aus dem ganzen Akku)
Entladerate C = Strom I[A] / Ladung Q[Ah] = 500A / 62Ah ~ 8C
Der Akku wird mit 8C entladen - das ist nicht wenig. 10C wären vll. noch möglich.
Aber da steigt auch den akkumarternden Modellbauern der Graus auf.
Aber zur eigentlichen Sache, dem Spannungsabfall.
Bei Stromentnahme aus dem Akku sinkt die Klemmenspannung des Akkus ab.
Sie "fällt" am Innenwiderstand des Akkus "ab" und steht für den Motor nicht mehr zur Verfügung.
Eine 15.5Ah LiIon- Zelle hat ~ 0,014 Ohm Innenwiderstand.
28s4p - 28 in Serie und 4 parallel machen dann einen Innenwiderstand Ri = (0,014/4) * 28 ~ 0,1 Ohm
Das ist der gesamt-Ri den sie Last "sieht".
Dank Herrn Georg Simon Ohm berechnet sich der Spannungsabfall am Innenwiderstand mit
U [V] = R[ohm] * I[A] = 0,1Ohm * 500A = 50V
Die 116V vom voll geladenen Akku abzüglich der 50V Spannungsabfall im Akku = 66V die noch übrig bleiben an den Klemmen des Akkus.
(Jedes Milli-Ohm Innenwiderstand schlägt sich natürlich massiv nieder im Ergebnis)
So weit ist das von den 73V Spannungsabfall aus dem vorangegangen Beitrag nicht entfernt.
Effektivwerte, besondere Verhalten eines Drehstromnetzes, Energiespeicher und komplexe Wechselstromrechnung
mal außen vorgelassen traue ich mich wirklich zu behaupten dass die Klemmenspannung am Akku in der Größenordnung
von 70V liegt wenn die Dose voll anzieht.
Interessantes Detail am Rande. Der Spannungsabfall im Akku gepaart mit dem Strom durch den Akku
erzeugt eine Verlustleistung im Akku - die den Akku erwärmt.
Im Moment der Beschleunigung, mit obigen Zahlen, sind das
P[W] = U[V] *I[A] = 50V * 500A = 25000W = 25kW
Da erblasst jeder Haushaltsboiler vor Neid.
Würde die Maximalleistung länger bezogen ist bald Feuer unterm Arsch.
Die hin-und her Rechnerei ist das eine. Ich werde mal mit dem Multimeter eine Ausfahrt unternehmen
und die Akkuspannung beim Beschleunigen messen. Auch der Innenwiderstand lässt sich relativ einfach messtechnisch ermitteln.
So etwas völlig Anderes dabei herauskommt korrigiere ich mich gerne selbst.
Auch Kritiken sind immer willkommen.
LG
Bernardo
Kann ich völlig nachvollziehen die Bedenken den Spannungsabfall betreffend.
Aber... halten wir uns vor Augen:
Die 500A teilen sich 4 parallele Stränge (4p Verschalung des Akkus)
125A müssen also von einem Strang geliefert werden, und fließen,
da Serienschaltung, in (durch) jede Zelle.
Die Nominalkapazität des Akkus ist 7200Wh bei 116V
Ladung Q[Ah] = Kapa E[Wh] / Spannung U[V] ~ 62Ah
Die 62Ah teilen sich in 4 parallel Stränge auf. Macht 15.5Ah pro Strang.
Jetzt fetzen wir von der Ampel weg und ziehen die 125A aus einem Strang (oder die 500A aus dem ganzen Akku)
Entladerate C = Strom I[A] / Ladung Q[Ah] = 500A / 62Ah ~ 8C
Der Akku wird mit 8C entladen - das ist nicht wenig. 10C wären vll. noch möglich.
Aber da steigt auch den akkumarternden Modellbauern der Graus auf.
Aber zur eigentlichen Sache, dem Spannungsabfall.
Bei Stromentnahme aus dem Akku sinkt die Klemmenspannung des Akkus ab.
Sie "fällt" am Innenwiderstand des Akkus "ab" und steht für den Motor nicht mehr zur Verfügung.
Eine 15.5Ah LiIon- Zelle hat ~ 0,014 Ohm Innenwiderstand.
28s4p - 28 in Serie und 4 parallel machen dann einen Innenwiderstand Ri = (0,014/4) * 28 ~ 0,1 Ohm
Das ist der gesamt-Ri den sie Last "sieht".
Dank Herrn Georg Simon Ohm berechnet sich der Spannungsabfall am Innenwiderstand mit
U [V] = R[ohm] * I[A] = 0,1Ohm * 500A = 50V
Die 116V vom voll geladenen Akku abzüglich der 50V Spannungsabfall im Akku = 66V die noch übrig bleiben an den Klemmen des Akkus.
(Jedes Milli-Ohm Innenwiderstand schlägt sich natürlich massiv nieder im Ergebnis)
So weit ist das von den 73V Spannungsabfall aus dem vorangegangen Beitrag nicht entfernt.
Effektivwerte, besondere Verhalten eines Drehstromnetzes, Energiespeicher und komplexe Wechselstromrechnung
mal außen vorgelassen traue ich mich wirklich zu behaupten dass die Klemmenspannung am Akku in der Größenordnung
von 70V liegt wenn die Dose voll anzieht.
Interessantes Detail am Rande. Der Spannungsabfall im Akku gepaart mit dem Strom durch den Akku
erzeugt eine Verlustleistung im Akku - die den Akku erwärmt.
Im Moment der Beschleunigung, mit obigen Zahlen, sind das
P[W] = U[V] *I[A] = 50V * 500A = 25000W = 25kW
Da erblasst jeder Haushaltsboiler vor Neid.
Würde die Maximalleistung länger bezogen ist bald Feuer unterm Arsch.
Die hin-und her Rechnerei ist das eine. Ich werde mal mit dem Multimeter eine Ausfahrt unternehmen
und die Akkuspannung beim Beschleunigen messen. Auch der Innenwiderstand lässt sich relativ einfach messtechnisch ermitteln.
So etwas völlig Anderes dabei herauskommt korrigiere ich mich gerne selbst.
Auch Kritiken sind immer willkommen.
LG
Bernardo