Äh, ja, latürnich - ich wollte auch "
halben Raddurchmesser" schreiben. Das ist irgendwie verlorengegangen.
Anyway - beschleunigt wird mit dem Zugkraft-Überschuss. Man kann zu jeder Geschwindigkeit die dafür benötigte Kraft ausrechnen, also Luftwiderstand plus Rollwiderstand (abhängig vom Gewicht), plus oder minus Steigung oder Gefälle, sowie (für jeden Gang) die Kraft welche der Motor bei der entsprechenden Drehzahl liefert.
Dann subtrahiert man den Fahrtwiderstand von der Motorkraft und genau dieser Rest steht zum Beschleunigen zur Verfügung. Je größer das ist, umso mehr
zieht der Motor.
Das sieht dann z.B. so aus:
Leider ist die Anfahrrampe der Zero nicht eingetragen - die liefert natürlich NICHT ab Stillstand die volle mögliche Leistung des Motors, sonst würde man beim abrupten Gasgeben im Stand einfach nur einen Rückwärts-Salto machen.
Wenn wir mal davon ausgehen dass Gewicht und Luftwiderstand der beiden Moppeds vergleichbar ist, fährt die Yamaha der Zero im ersten Gang davon, ab Tempo 45 bis Tempo 110 (mph, also ca. 70..170 km/h) hat die Zero mehr Kraft am Hinterrad, darüber wieder die Yamaha.
Für die gefahrene Geschwindigkeit ist das Gewicht (fast) vernachlässigbar, weil der Luftwiderstand (der nicht vom Gewicht abhängig ist) quadratisch mit dem Tempo steigt, der Rollwiderstand aber nur linear. Aber natürlich geht das Gewicht voll in die Beschleunigung ein:
F = m * A => Kraft gleich Masse mal Beschleunigung.
Oder andersrum da wir ja die Kraft kennen und davon abhängig die Beschleunigung ausrechnen wollen:
A = F / m. Bei gegebener Kraft ist die Beschleunigung umso größer, je kleiner die Masse ist.