Re: Vectrix LI+ gebraucht kaufen?
Verfasst: Mi 10. Sep 2014, 13:13
Dann darf aber kein großer Temperaturunterschied im Akkukasten herschen. Der VX-1 macht bei 10 Grad Unterschied den Lader aus oder reduziert bei der Fahrt mit BatHot Warnung die Geschwindigkeit. Das alles macht ein einfacher Bleier nicht. Das kann passieren wenn die Sonne mit voller Wucht auf eine Seite des Akkukastens scheint. Was einen Li+ angeht da regelt das BMS diese Wärmeunterschiede und sorgt so für einen aktiven Ausgleich. Daher sind LiFePo4 Zellen momentan das optimalste was es an Akkus für die Mobilität gibt. Haltbar, mit BMS unproblematisch und vor allem nicht Brennbar. Wenn es auch Zellen mit größerer Leistungsdichte im Verhältnis zum Gewicht gibt so haben diese doch zumindest eins dieser Merkmale nicht. Super sind z.B. LiCo Zellen, aber bei denen sollte man immer Absprungbereit sein wenn es unter dem Hintern zu Heiß wird. So ausgestattet hätte der Vectrix mehr wie 12,5 kwh im Kasten und das wären mehr wie das Doppelte was ein VX-LI+ nutzen kann. Also bei NiMh Geschwindigkeit ist dann eine Reichweite von mindestens 300 km drin. Gestern die Tour mit beiden Rollern hat es gezeigt das der VX-1 meines Sohnes bei Geschwindigkeiten von 50 bis 70 km/h nach 60 km dringend eine Steckdose benötigte, mein Li++ hatte da noch über 3/4 an Ladung vorrätig. Nach 140 km hatte ich gerade Halbzeit wärend der VX-1 schon zum zweiten mal Leer war. Ein Li-+ müßte jetzt auch an die Steckdose. Also jetzt heißt es rechnen, gebrauchten VX-1 kaufen und für 5000€ auf Li++ aufrüsten oder einen Li+ mit der Gefahr das irgendetwas streikt und es dann eventuell Unmöglich wird dieses zu reparieren weil es keine Teile gibt. Vom VX-1 gibt es genügend Teile und der Umbau ist Autark. Also mit Teilen vom freien Markt die sich immer wieder leicht beschaffen lassen. Und nach dem Umbau eines VX-1 hat man einen Roller dem keiner das Wasser reichen kann, schon gar nicht der BMW-Roller. Der muß passen was Reichweite, Stauraum, Reku und vor allem den Preis angeht. Einziges Manko ist die Leistung des Laders, der kann maximal 1800 Watt aus der Schukodose holen. Aber durch die große Reichweite muß er halt auch nicht so oft an die Dose und das spart wiederum Zeit im alltäglichen Gebrauch. Nur halt wenn es denn mal über die Kapazität hinaus geht kann das Nervig sein.
Noch was zu den Akkutypen hinsichtlich des Fahrverhaltens:
Ein Bleiakku bricht unter Last schnell in der Spannung ein so das also auch nicht gleichbleibende Leistung vom Motor abgegeben werden kann. Der NiMh Akku baut anfänglich sehr schnell ab um dann die Spannung auch unter Last annähernd konstant zu halten. Im letzten Drittel allerdings hört das auf und so ist von der anfänglichen Leistung nichts mehr zu spüren. Da braucht es dann gefühlt Ewigkeiten bis man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, direkt nach der Ladung hatte Beschleunigen noch richtig Spaß gemacht. Li-Akkus wiederum haben egal wie der Ladestand auch ist immer nahezu gleichbleibende Fahrwerte zur Folge. Was auch dazu führt das der Verbrauch höher ist wie bei den anderen Batterietypen, man kann bis zum Ende immer noch Voll und ohne Reduzierung fahren und nutzt das natürlich auch aus. Nur durch das geringere Gewicht der Li-Zellen fällt der Verbrauchsunterschied nicht ganz so groß aus. Mit Tempo NiMh, 30 bis 40 km/h ohne Anfahrspurt, braucht der VX-1 etwa 3,5 kwh auf 100 km, der Li nur etwas weniger und kaum Meßbar. Wenn ich den Li++ normal fahre wie einen Benziner der 400er Klasse dann sind es um die 7 kwh auf hundert. Also gerechnet für den Li+ 70 km Reichweite. Der VX-1 kann höchstens die ersten 20 km mit einem 400er mithalten und fällt dann wirklich in seine Rolle als 125 er zurück, V-Max dann 80 bis 90 km/h, um es dann nach weiteren 30 km mit einem 45er Scooter kaum noch aufnehmen zu können. Dann noch zur Temperatur, das sind alles Werte so um die 20 Grad Celsius.
Und noch was zu den Bleiern, reine Umweltverschmutzung was Herstellung und Entsorgung angeht. Bei deren kurzen Lebenszeiten sollten die sofort verboten werden und dafür lieber wieder die zwar ebenfalls Umweltgefährdenden NICD Zellen zugelasen werden. Die haben bei einer mittleren Lebensdauer von 25 Jahren sogar die Chance ein zweites mal in ein einen Neuwagen eingebaut werden zu können. Meine ausgebauten NiMh-Zellen fahren heute als Starterbatterien in diversen PKW´s. Dafür sind sie wie geschaffen da ja Spannungsstabil und Hochstromfest. Man hört sofort den Unterschied was die Drehzahl des Anlassers angeht und das nur bei 30 Ah Kapazität. Selbst bei -20 Grad liefern die noch einen ordentlichen Starterstrom. Da würden die so vielgepriesenen LiFePo4 Blöcke keinen Strom mehr abgeben. Beispiel VX-1 und VX-Li+, ersterer schafft bei -16 Grad immerhin noch 80 km/h wärend der Li gar nicht mehr vom Fleck kommt. Da meldet der Controler direkt einen leeren Akku. Und wie alt Bleizellen werden ist ja hinreichend bekannt. Am längsten hat eine Blei-Flies Zelle mal in einem Helix überlebt, das waren 14 Jahre bei täglichem Gebrauch und 170 tkm. Aber das war wirklich eine Ausnahme.
Das sind jetzt alles keine Werte aus dem Bilderbuch oder der Versuchsküche sondern wirklich Erlebte, auch das mit den -16 Grad auf dem Vectrix, Brrrr.
Gruß Uwe
Noch was zu den Akkutypen hinsichtlich des Fahrverhaltens:
Ein Bleiakku bricht unter Last schnell in der Spannung ein so das also auch nicht gleichbleibende Leistung vom Motor abgegeben werden kann. Der NiMh Akku baut anfänglich sehr schnell ab um dann die Spannung auch unter Last annähernd konstant zu halten. Im letzten Drittel allerdings hört das auf und so ist von der anfänglichen Leistung nichts mehr zu spüren. Da braucht es dann gefühlt Ewigkeiten bis man die gewünschte Geschwindigkeit erreicht, direkt nach der Ladung hatte Beschleunigen noch richtig Spaß gemacht. Li-Akkus wiederum haben egal wie der Ladestand auch ist immer nahezu gleichbleibende Fahrwerte zur Folge. Was auch dazu führt das der Verbrauch höher ist wie bei den anderen Batterietypen, man kann bis zum Ende immer noch Voll und ohne Reduzierung fahren und nutzt das natürlich auch aus. Nur durch das geringere Gewicht der Li-Zellen fällt der Verbrauchsunterschied nicht ganz so groß aus. Mit Tempo NiMh, 30 bis 40 km/h ohne Anfahrspurt, braucht der VX-1 etwa 3,5 kwh auf 100 km, der Li nur etwas weniger und kaum Meßbar. Wenn ich den Li++ normal fahre wie einen Benziner der 400er Klasse dann sind es um die 7 kwh auf hundert. Also gerechnet für den Li+ 70 km Reichweite. Der VX-1 kann höchstens die ersten 20 km mit einem 400er mithalten und fällt dann wirklich in seine Rolle als 125 er zurück, V-Max dann 80 bis 90 km/h, um es dann nach weiteren 30 km mit einem 45er Scooter kaum noch aufnehmen zu können. Dann noch zur Temperatur, das sind alles Werte so um die 20 Grad Celsius.
Und noch was zu den Bleiern, reine Umweltverschmutzung was Herstellung und Entsorgung angeht. Bei deren kurzen Lebenszeiten sollten die sofort verboten werden und dafür lieber wieder die zwar ebenfalls Umweltgefährdenden NICD Zellen zugelasen werden. Die haben bei einer mittleren Lebensdauer von 25 Jahren sogar die Chance ein zweites mal in ein einen Neuwagen eingebaut werden zu können. Meine ausgebauten NiMh-Zellen fahren heute als Starterbatterien in diversen PKW´s. Dafür sind sie wie geschaffen da ja Spannungsstabil und Hochstromfest. Man hört sofort den Unterschied was die Drehzahl des Anlassers angeht und das nur bei 30 Ah Kapazität. Selbst bei -20 Grad liefern die noch einen ordentlichen Starterstrom. Da würden die so vielgepriesenen LiFePo4 Blöcke keinen Strom mehr abgeben. Beispiel VX-1 und VX-Li+, ersterer schafft bei -16 Grad immerhin noch 80 km/h wärend der Li gar nicht mehr vom Fleck kommt. Da meldet der Controler direkt einen leeren Akku. Und wie alt Bleizellen werden ist ja hinreichend bekannt. Am längsten hat eine Blei-Flies Zelle mal in einem Helix überlebt, das waren 14 Jahre bei täglichem Gebrauch und 170 tkm. Aber das war wirklich eine Ausnahme.
Das sind jetzt alles keine Werte aus dem Bilderbuch oder der Versuchsküche sondern wirklich Erlebte, auch das mit den -16 Grad auf dem Vectrix, Brrrr.
Gruß Uwe