Mein Ziel für dieses, mein viertes PaceRace, war es, diesmal die ganze mögliche Fahrzeit auszukosten. Die ersten zwei hatte ich ich noch die harte Zero S Sitzbank, die mir nach spätestens 5 Stunden dermaßen den Allerwertesten strapazierte, dass ich mir nicht die volle Zeit nehmen konnte. Letztes Jahr mit schon härterer (und somit besserer) Polsterung hatte meine Planung in der zweiten Hälfte so gründlich versagt, dass ich den zweiten Ladestopp ausgelassen hatte und somit meine Batterie schlicht bis zum völligen Abschalten fuhr, und trotzdem über eine Stunde zu früh zurück kam.
Die Planung dieses Jahr war jedoch die schwierigste bislang, weil zwei Lokal-Mathadore gleich 38 Wege- und Fotopunkte definiert hatten! Oberbayern und Österreich bieten natürlich extrem viele tolle Ecken und Straßen! Aber das hat sicher nicht nur Most und mich massiv gestresst, so viel mussten wir streichen, weil schlicht unerreichbar! Most hatte sogar im initialen Frust überlegt, schlicht auf einer möglichst leeren Autobahn in der Gegend unentwegt km zu schrubben mit seiner Energica Experia
Zuerst wollte ich eine 8 mit ganz viel A8 fahren (Quiz war beim Start/Ziel am Alten Wirt in Weyarn), doch Hauptorganisator Thomas hat mir das glücklicherweise ausgeredet (immerhin war an dem Wochenende Ferienende in Bayern und Baden-Württemberg!), und hat mir nach einiger Überlegung eine machbare und vor allem Südrunde vorgeschlagen. Aus diesem Plan
wurde somit in fast unzähligen Schritten dieser Plan:
Als erstes in Kurviger geplant (siehe obige Screenshots), dann in ABetterRoutePlanner nachgebaut und Ladestopps (zwei) optimiert. Die Planung wurde schon massiv vereinfacht, weil die Lokal-Mathadore auch die Wegepunkte als gpx Dateien zur Verfügung stellten, die in Kurviger und schlussendlich auch im alten Garmin Planungstool BaseCamp importiert werden konnten. Denn in letzterem musste ich meine Strecke auch noch nachbauen, da die Daten nur so in mein altes Garmin Zumo Navi exportiert werden konnten.
Durch ein Missverständnis bezüglich der Sperrung der Kesselbergstraße ganz im südwestlichen Eck meiner Runde für Motorräder habe ich noch von Gegen-Uhrzeigersinn auf Uhrzeigersinn umstellen müssen, und habe so jegliche Abkürzmöglichkeit gegen Ende der Runde verloren, so dass ich volles Risiko des zu spät kommens trug, mit von ABRP geschätzten 16:53 Uhr Rückkehr zum Ziel am Alten Wirt in Weyarn!
Hier war die Startaufstellung noch vereint, kurz vor dem Start um 10 Uhr (Bild von Mitforist Peter G und Startummer 18 mit dem Futura Angry Falcon, im Vordergund, danke dafür):
Ich war wieder Startummer 17, wie im letzten Jahr, direkt neben Peters Wütendem Falken.
Die Starts wurden sogar mit Druckluft-Fanfare markiert, so dass ich trotz Ohrstopfen um 10:32 pünktlich abfuhr, als einer der wenigen vom Alten Wirt aus nach links abbiegend. Denn dank meiner späten Startzeit passte es sehr gut, den Wegepunkt "Zwischen Holzkirchen und Dietramszell" (Nr. 01 oben) als erstes anzufahren, rund 16 Minuten hin, im Wald wenden und 16 Minuten zurück, um als der erste Live Quizzer kurz nach 11 Uhr wieder am Alten Wirt aufzukreuzen. Denn erst ab 11 war der Quiz eröffnet. Doch leider kämpften die Roten Jacken wieder etwas mit der Technik (überhitzende Akkus in ihren Kameras), so dass ich gute 5 Minuten warten musste, bis ich drankam. Hier sieht man mich beim Quiz:
https://www.youtube.com/live/L4SWrP4mZ- ... XjP&t=4724
Auch wenn ich nur die erste Frage komplett korrekt hatte, wurde mir die zweite nach dem völlig unerwarteten Pascal Wehrlein als Formula E Weltmeister 2024 auch noch als richtig anerkannt, also bin ich mit 20 Punkten jetzt in Richtung Süden nach rechts abgebogen, zum zweiten Wegepunkt Transit-Camping Seehamer See (Nr. 3 oben). Die Strecke ging es einige km der übervollen A8 entlang, so dass ich sehr froh war, die A8 nicht genutzt zu haben
Weiter durch den Wegepunkt Leitzach, Nr. 7 und Fischbachau, Nr. 8. Musste aber die Wegepunkte am Navi manuell quittieren, um nicht wieder dahin zurückgeführt zu werden. Auch musste ich die Zeiten nach ABRP im Auge behalten, denn wenn ich Fischbachau nach 11:39 Uhr passiert hätte, hätte ich das extrem kurvige Sudelfeld (Nr. 9, der Zipfel ganz nach Südosten) auslassen müssen. Doch die Fahrzeiten von ABRP waren auf die Minute genau! Also konnte ich mir den Spaß mit dem Serpentinenaufstieg auf den Gipfel meines PaceRace 2024, mit 1138m über N.N., erlauben, mit Wenden auf der Fahrbahn kurz nach dem Wegepunkt Sudelfeld. Wieder unten angekommen stand mein erster Ladestopp mit Mittagspause beim Gasthof Mairhofer in Aurach an, der hinter dem Haus 2 neue 22kW Doppelwallboxen hatte. SEHR gut war mein reell geringerer Verbrauch gegenüber ABRP, da er mir die Ladestopps verkürzte

Drinnen bestellte ich einen Schweine-Krustenbraten mit Knödeln, sher lecker! Ich war noch nicht ganz fertig, da kam Peter G auch an. Er hatte seinen Angry Falcon an der rechten Wallbox zum Strom nuckeln angeschlossen. So sah das dann aus (Bild auch von Peter, danke!):
So trafen sich die zwei Kleinbagtterieler beim ersten Ladestopp, wie vorletztes Jahr jenseits von Hilden
Ich war früher fertig und machte mich auf in Richtung Schliersee (Punkt 11) und Tegernsee, wo es zum ersten Fotopunkt Malerwinkel Rottach (Nr. 14) ging. Doch zuvor hatte ich eine Abkürzung gewählt, im Norden vom Tegernsee, wo mich aber das Navi auf einen Fußgänger-Weg führen wollte. Bin dann aber doch drum herum zum Tegernsee runtergefahren, wo es zum ersten mal zähfließender wurde. Helm ab zum Foto:
Schnell ging es weiter nach Süden durch Kreuth und an Wildbad-Kreuth vorbei, die Weissach entlang, dann die B181 weiter ins nächste Tal, was mich kurz nach Österreich führte, der Ache-Walchen und Walchen entlang, bis auf den zweiten Fotopunkt Sylvensteinstausee, Nr. 16. Nur kurz das Beweisbild geknippst und auf Signal hochgeladen:
Dann die Isar entlang weiter nach Westen, in Vorderriss selbige überquert, 6€ Maut abgedrückt und die Mautstraße am Isar Nordufer entlang, um den dort gelegenen Wegepunkt Mautstraße Vorderriss, Nr. 17 mitzunehmen. Dann fuhr ich nach Wallgau rein für den zweiten Ladestopp, am Gasthof und Hotel zur Post, die hinten Wallboxen mit Kabeln dran hatten, so dass meine Typ 2 Verlängerungsbox zum Einsatz kam:
Ich genoss so lange ein kleines Apfelschorrle im Gasthof. Wieder musste ich weniger laden, so dass ich etwas früher als geplant Richtung Norden und Kesselbergstraße (Nr. 19) aufbrechen konnte, was sich als SEHR vorteilhaft erwiesen hat. Denn um 16 rum hatten sich SÄMTLICHE Münchner Alpenausflügler wieder auf den Heimweg gemacht, und so stauten wir uns die ganzen herrlichen Serpentinen rauf und runter, bis die endlich am Ortsausgang von Kochel am See links in Richtung A95 abbogen und ich Richtung Bad Tölz wieder halbwegs freie Fahrt hatte.
Da ich schon auf dem Hinweg durch Bad Tölz gefahren war und eine Abzweigung verpasst hatte, kam ich jetzt am Samstag problemlos durch und strebte Holzkirchen und dem Ziel in Weyarn entgegen. In Holzkirchen stand ich nichts ahnend an der Ampel, und plötzlich tauchte neben mir eine blaue Energica Experia mit most drauf auf, und direkt hinter ihm auch noch Peter G mit seinem Angry Falcon

So rollten wir als Elektroroller-Forums-Trio die Landstraße Richtung Weyarn entlang, bis wir kurz vorher in verschiedene Richtungen abbogen, um die verbleibenden ca. 10 Minuten bis zum Zapfenstreich noch in gewinnbringende Zusatz-Kilometer umzusetzen. Ich konnte 2 Mal nach Unterdarching (Nr. 25) und zurück zu Nr. 24 fahren, und als mir in Unterdarching das Navi eine Ankunftszeit von 16:58 anzeigte, fuhr ich doch ins Mangfall-Tal runter und wieder steil hoch nach Weyarn, wo ich zusammen mit mehreren Teilnehmern um 16:57 ins Ziel einlief. Und da es so viel auf einmal waren bin ich diesmal unter dem Rader der Roten Jacken dutchgeschlupft und nicht in ihrem Ziel-Livestream aufgetaucht

Doch mein eigenes Ziel hatte ich bis auf die letzten 3 Minuten erreicht! Mehr war für mich schlicht nicht zu holen.
Leider hat das Tracking dieses Jahr bei mir teils wilde Abweichungen produziert (die rote Spur in den Screenshots oben, bei anderen auch), so dass einige meiner Wegepunkte nicht getroffen wurden und mir gleich 6km zu viel angerechnet wurden, so dass die Platzierung schwer ermittelbar war. Zuerst war ich auf dem 12. von 19 Plätzen, bin aber schlussendlich auf dem 13 Platz gelandet, mit der zweitkleinsten Batterie. Peter G (Spidi G im PaceRace 2024) mit der kleinsten hat es auf Platz 15 geschafft, noch VOR diversen Großbatterielern
Das Wetter war einfach bombastisch, die Orga picobello, so dass ich mich doch sehr aufs PaceRace 2025 freue, hoffentlich mal wieder im Norden der Republik!