error hat geschrieben: Fr 11. Apr 2025, 11:15
Ohne Schaltbild wäre ich immer noch beim Thema "begreifen". Mal eben den DC fremdstarten, ist bei der Leistung die er raustun kann, keine gute Idee.
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Die Fremdstartidee wird mir aber immer sympathischer. Der DC läuft ja an, wenn der Typ2-Adapter angeschlossen wird, ebenso hört man dann den 12V-Lüfter. Ebenso fängt er an in diesem Zustand den 12V-Hilfsakku zu laden.
Annahme 1: der DC ist in Ordnung.
Annahme 2: Von Ladegerät aus geht gibt es ein Signal, dass (über Umwege) den DC schaltet.
Beobachtung 1:
Mit geschaltetem DC erreiche ich alle zu erwartenden Funktionen im Lademodus, d.h. Ladebildschirm / Developer-Menü. Wähend des Bootvorgangs erscheint kurz der Tacho:
Annahme: der Bootvorgang läuft, somit Bordcomputer usw.. Es sollte daher keinen zerstörerischen Fehler hinter dem DC geben.
Beobachtung 2:
Mit Schlüssel und Startknopf passiert nichts. Hier wird das Schaltsignal für den DC nicht durchgereicht. Der Schlüssel und der Startknopf selbst funktionieren, weil ja das Lenkradschloss aktiviert werden kann. Alarm funktioniert auch nicht (wäre mir egal).
Annahme 1: Es gibt eine kleine Schaltungsgruppe, in der das DC-Startsignal vom Ladegerät ankommt, von Startknopf, vom Gyroscoepchip des Alarms. Die Fehlersuche wäre dort zu beginnen oder Fortzusetzen.
Beobachtung 3:
Es gibt, zumindest zweitweise, einen hohen Standby-Verbrauch. Das deutet auf einen defekten / kurzgeschlossenen Kondensator oder Halbleiter hin. Auch der anfangs noch mögliche Start mittels zweiter parallel geschaltetem 12V-Akku deutet darauf hin, dass wir einen Fehler in dieser Richtung haben, der sich aber durch weitere Zunahme des Leckstroms nicht mehr kompensieren läßt.
Annahme: dieser Leckstrom entsteht zwischen 12V-Batterie und der erwähnten Schaltungsgruppe bzw. deren "Eingang".
Annahme 2: wenn der Fremdstart des DCs zu einem sauberen Bootvorgang und Aktivierung des Fahrmodus ohne Fehlermeldungen vom Sevcon führt, dann wäre die Fehlerursache eingekreist.
Vorgehensweise:
Das Spannungspotential am Schalteingang messen und die Veränderung, wenn das Ladegerät aktiviert wird
=> die obigen Annahmen sind bestätigt, die Schaltspannung bekannt
Gegenprobe: das Kabel vom Schalteingang entfernen, wiederum Ladevorgang anstoßen. Wenn der sich jetzt auch nicht mehr aktivieren läßt, dann stimmen die Überlegungen bis hierhin.
Das Kabel bleibt gelöst, das Ladekabel entfernt, der DC fremdgestartet. Läuft der Bootvorang erfolgreich, und läßt sich gar der Fahrmodus aktivieren, dann wissen wir um den Zustand der allermeisten Platinen bescheid.
Im Diagnosebereich Fehler wiederholt auslesen: bleiben die diesmal weg, dann wissen wir noch mehr Bescheid. Kommen ähnliche Fehlermeldungen wieder, wie z.B. die VIN kann nicht ausgelesen werden, oder Sevcon-Meldungen erscheinen wieder, dann haben wir weiterhin ein (Riesen-)Problem.
Läuft alles glatt: Kabelnachverfolgung zur Identifizierung des Fehlers, oder gleich ganz fies auf Schlüsselschalter umrüsten.
Eigentlich hatte ich keine Lust auf solche Arbeiten, andererseits will ich es jetzt wissen, woran es liegt.