So, Übermorgen ist es schon eine Woche her, dass ich nach Bruchsal gefahren bin umd mir mal die Fa. Eneway angeschaut habe. Hier nun mein vorletzter Bericht zu aktuellen Veränderungen bei den Neuauslieferungen ab ca. Mitte Juli 2013.
Neue Art der Kabelführung für die elektronischen Bauteile
Schaut Euch mal das Steuergerät mit seinen vielen Steckern an, an das die ganzen Kabelstränge mit ihren Stecker angeflanscht werden:

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Oben am Lenker gibt es die Bauteile Schalter für Licht und Hupe, die Hupe, Bremsgriff links, Bremsgriff rechts, Stromgriff mit den drei LED für die Ladestandsanzeige. Deren Kabel werden alle zusammengeführt und mittels eines Kabelschlauches nach unten zum Akkukasten, in dem sich auch der Controller mit seinen ganzen Anschlüssen befindet, herunter geführt und dort an das jeweils passende Steckergegenstück angeschlossen.
Was passiert, wenn ein Bauteil, wie zum Beispiel der Drehstromgriff, defekt ist? Nun, wird die Reparatur bei Eneway durchgeführt, so musste bislang das Kabel abgeklemmt werden und das Kabel heraus gezogen werden. Der weiße Stecker passt aber nicht durch den Kabelschlauch. Also musste dieser aufgeschnitten werden oder vorher der Stecker abgeschnitten werden, um das Kabel heraus zu bekommen. Aber um ein neues Kabel samt Stecker hindurch zu bekommen, musste also doch alles neu "verschlaucht" werden. Also ein neuer Schrumpfschlauch über alle Kabel des Stranges. Eine aufwändige Arbeit, die auch einen Kunden erwartet, der das selber machen möchte.
Nun haben sich die Jungs bei Enewayetwas ausgedacht, was Ihr auf dem nachfolgenden Bild sehen könnt:
Vom Akkukasten kommt ein Gesamtkabel für alle Bauelemente mit Elektronik. In Höhe der Hupe verzweigt sich das Ganze für die 5 Elektroteile. Und da sind dann Rundsteckerbuchsen angebracht. In diese werden die jeweils dazugehörigen Stecker der einzelnen Elektroteile, wie oben eingangs erwähnt, gesteckt.
Reparaturvorgang: Altes Bauteil abschrauben, Stecker abziehen, neues Bauteil anschrauben und Stecker anschließen. Fertig. Ruck-Zuck gemacht. Und eine gute Zeitaufwandsersparnis für die Techniker bei Eneway für Reparaturen bei den neu auszuliefernden Modellen. Und auch eine Erleichterung für die Besitzer der neuen Modelle, wenn sie das selber machen möchten.
Aber als Nachrüstsatz wird es das sicherlich nicht geben, weil es wenig Sinn macht. Denn welcher Besitzer von Revoluzzi oder Revoluzzer kauft sich gleich fünf neue Bauteile, wenn nur eines defekt ist? Und dann noch die neue, passende Kabelführung dazu? Das wäre ja vom Kostenaufwand irrsinnig.
So, und Morgen gibt es dann meinen Bericht zum "El Commandante", dem Revoluzzer mit dem 1000-Watt-Motor.