@ STW
Ich hab die 8 % durch Atmung mal eben überschlagen: Wenn 7,5 Mrd Menschen pro Tag 1/2 kg Kohlenhydrate futtern, kämen etwa 2 Gt / a an CO2 Ausstoß heraus. Das wären ca. 6 % von 36 Gt. Von daher: Stimmt.
Wobei Menschen üblicherweise nur Nahrung aufnehmen, die kurz vorher noch gelebt hat und daher Teil des natürlichen Kreislaufs ist. OK, ich hab hier auch Säcke mit Nudeln vom letzten Jahr herumliegen, meine Speisekammer ist also schon eine kleine CO2-Senke

Fossile Rohstoffe essen Menschen im Allgemeinen nicht; Die Emissionen, die entstehen, bis das Essen auf dem Teller liegt sind natürlich nicht zu vernachlässigen und (meist) fossilen Ursprungs. Ich baue zumindest aktuell im Garten keine Kartoffeln mit dem Spaten an.
Mit Alfs Quelle Mimikama ist es ein wenig "eigenartig": Er nutzt sie nutzt, um etwas zu belegen (das der CO2-Gehalt nicht ansteigt), obwohl in der Quelle die Messungen von damals angezweifelt werden und etwa in der Mitte der Seite die Aussage: "Durch diese Messungen [in den 1990ern] fand man heraus, dass die Werte der vergangenen 800.000 Jahre niemals über 290 ppm (0,029 Prozent) hinausgingen, erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts steigen die Werte kontinuierlich darüber hinaus" getätigt wird.
Die offizielle Keelingkurve vom Scripps Institution of Oceanography findet man hier:
http://scrippsco2.ucsd.edu/
Und deren Werte starten 1958 bei unter 320 ppm. Es gibt ja viele verschiedene Arten, "Klimaleugner" zu sein. Ich bin ja auch selbst nicht ganz frei davon, träume ich doch manchmal davon, dass sich unser Cfb- Klima in ein Csa-Klima wie am Mittelmeer wandelt und die Palmen im Garten endlich richtig ans Wachsen kommen. Wenn mir dann ein paar Sekunden später wieder einfällt, dass ich hier 300 m vom Emsästuar entfernt auf +- 0 m über Normalnull wohne, bin ich dann doch wieder zufrieden mit dem Klima, das ich habe. Wie auch immer, die Leugnung, dass der CO2-Gehalt in der Luft ansteigt, ist mir dabei hier im Forum bei Alf zum allerersten Mal begegnet.
"Würden wir Menschen gar kein CO2 emittieren, hätten wir eine negative Bilanz, was auf Dauer auch suboptimal wäre, weil die Temperatur global sinken würde.
Das widerspricht aber der These, dass angeblich der CO2-Gehalt lange Zeit konstant gewesen sein soll, auch zu Zeiten, wo die Erde deutlich weniger bevölkert war, fossile Brennstoffe nicht oder kaum genutzt worden sind, und Abholzung des Regenwaldes / auch unserer Wälder noch nicht im großen Stil stattgefunden haben."
Nein, grundsätzlich nicht: Bei 280 ppm war die Aufnahmefähigkeit der Senken und die Emission aller natürlichen Quellen so groß, dass sich ein (verhältnismäßig) stabiler Zustand eingestellt hatte. Bei aktuell 409 ppm in der Luft ist natürlich die Rate an CO2-Molekülen, die je Zeiteinheit auf das Meer auftreffen und gelöst werden, größer als bei 280 ppm. Daher nehmen die Meere aktuell mehr CO2 auf:
https://www.wissenschaft.de/erde-klima/ ... ie-ozeane/
Diese Senke nimmt umso mehr CO2 je Zeiteinheit auf, je höher die Konzentration in der Luft und je niedriger sie im Wasser ist. Gut möglich, dass, wenn die Konzentration morgen 600 ppm in der Luft betragen würde, die Meere in der Lage wären, alle 36 Gt menschliche CO2 aufzunehmen und sich ein neuer stabiler Punkt einstellt. Das geht natürlich nur so lange gut, wie die Konzentration im Meer nicht wesentlich ansteigt und diese dann wieder mehr CO2 freisetzen. Wie du richtig beschrieben hast, wird dieser Prozess ja durch die höheren Temperaturen unterstützt.
"Re: BEV - Verbrenner -Beitrag von vsm » So 29. Sep 2019, 08:57" Da gehe ich weitgehend mit. Wir lassen mal die Stadtbewohner außen vor, weil ich da einfach zu viele Schneeflöckchen sehe, die sich über NO2 - Konzentrationen auf der Straße aufregen, die in jedem Büroraum mehr als übertroffen werden."
Natürlich werden die Konzentrationen in Innenräumen niemals langfristig niedriger liegen als diejenigen draußen. Entstehen die Stickoxide draußen, kommen sie mit der Zeit auch rein und man hat drinnen und draußen die Gleichen. Wegwehen können sie drinnen ja nicht. Entstehen die Stickoxide drinnen, sind die Werte drinnen höher als draußen. Man kann dann das Fenster aufmachen und die Werte gleichen sich wieder an.
""Da der beobachtete Anstieg aus 3. kleiner ist als 5 ppm, lässt sich der Anstieg komplett auf den menschlichen Ausstoßß zurückführen."
Da denkst Du jetzt zu einfach. Und nun wäre mal interessant reinzurechnen, wieviel von dem CO2-Überschuss schlichtweg durch globale Erwärmung kommt, plus ein paar Millionen Tonnen aus brennenden Kohleflözen (sind nach meiner Hochrechnung unter 70 Mio Tonnen CO2, aber Kleinvieh macht ja auch Mist). CO2-Umsatz ist ein recht komplexer Regelkreis, und daher halte ich Pauschalisierungen wie "auf den menschlichen Ausstoß zurückzuführen" für zu einfach gedacht."
Für das Klima ist es egal, aus welcher Quelle ein CO2-Molekül kommt. Damit sind natürlich erst mal alle, die CO2 ausstoßen ihrem Anteil entsprechend Schuld am Anstieg, von der einfachsten Bakterie, die Laub zersetzt, bis zu unseren modernen Maschinen. Jetzt sehen wir einen Anstieg von 2,5 ppm / a. Wenn wir das verhindern wollen, müssten wir aktuell also um die 20 Gt im Jahr aus dem Kreislauf entfernen. Ob wir dazu unseren Ausstoß senken oder die Bakterien daran hindern, totes Material zu frühstücken ist egal. Für Letzteres müssten wir nur 5 bis 6 Gt Kohlenstoff im Jahr so endlagern, dass die Bakterien nicht mehr drankommen. Ich empfehle da alte Steinkohlebergwerke: Aus der einen Grube wird der Kohlenstoff herausgeholt, in die andere fährt anderer Kohlenstoff wieder rein. So haben alle Arbeit.
Zur abiotischen Erdölentstehungstheorie: Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, aber war das nicht die Theorie aus der Sowjetunion? Die damals schon fragwürdig war, aber man wollte halt nicht zugeben, dass die Amis Recht haben? So wie die deutsche Physik in den 30ern und 40ern einfach nur etwas Anderes sein wollte als die "jüdische" Quantenmechanik, die ja auch nicht sein konnte, weil sie nicht sein durfte?
@Alf:
Darf ich mich mit "doofstudierten geistigen Bachelor-Flachzangen?" angesprochen fühlen, weil ich nach dem Bologna-Prozess studiert habe oder doch nicht, weil es sich um MINT Fächer gehandelt hat? Flachzangen sind übrigens sehr praktische Werkzeuge, wenn man Aderleitung im 90° Winkel biegen möchte...