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Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 09:12
von Serotta
Erfahrung 3000Watt auf Paßstrassen.
Ich bin jetzt mehrfach..so zum Test...hier am Gardasee Paßstrassen gefahren....S.Barbara, Monte Baldo, Lago Tenno, S.Giovanni. ..was ich halt sonst so mit dem Mountainbike fahre. Der UNU zieht bis ca.1400 Hm
ohne Einbruch der Leistung, ohne Kühlpause kraftvoll nach oben...leichte Steigungen, so um 5% durchaus mit Tacho Anzeige 50 . Dank des geringen Gewichtes, geht er in Haarnadelkurven so gut, dass ein BMW Fahrer mit Sozia auf der Passhöhe sagte: ...In engen Kurven kann ich dir nicht folgen, das "Ding" liegt ja richtig gut....
Allerdings muß man den Oberkörper stark in die Kurven legen, damit der Hauptständer nicht aufsetzt.
Ich selbst wiege 63kg...hatte jedoch jeweils den 2ten Akku zur Sicherheit dabei. Flachere Strassen, z.B. die alte Brennerstrasse von Innsbruck hoch bis Abfahrt Natters , fuhr der 3000er alles mit 46-50 StKm...an einer relativ neuen 50er Vespa mit zierlicher Fahrerin bin ich (mit einem Akku) locker mit 10 StKm Überschuss vorbei"gerollert".
Also 1450 Hm sind machbar...mehr nicht...auch bei 15% Steigung, geht es noch mit um die 30 StKm voran.
Dennoch wäre es mein Wunsch, würde UNU einen Radnaben-Motor mit 4000Watt als Umrüstteil mit ins Angebot aufnehmen.
Mein Kriterium den UNU zu kaufen, waren das geringe Gewicht, die herausnehmbaren Akkus. .da man mit dem WOMO auf jedes kg achten muss.
Fakt:.... super Teil, läuft gut, weckte in Italien den Italiener in mir...grins
Gruß Bernd
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 11:30
von kai
hatte es an anderer stelle schomma geschrieben:
ich habe einen 3kw mit 2 akkus...
wir haben eigentlich fast überhaupt keine strecken ohne steigung/gefälle hier in der gegend...
meine standfestesten benziner bei steigungen sind: vespa sprint und tomos alpino (3-gang-getriebe)...
der unu schlägt beide um längen
beim anzug aus dem stand/durchzug lässt der unu alle benziner einfach stehen...
auf den wenigen flachen strecken ist der tomos flexer eines freundes unfrisiert einen winzigen tick schneller...dies wird durch das "abfallen" an steigungen aber mehr als relativiert...
alle vergleichsbenziner sind unfrisierte 2-takter...
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 11:53
von wiewennzefliechs
kai hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 11:30
hatte es an anderer stelle schomma geschrieben:
ich habe einen 3kw mit 2 akkus...
wir haben eigentlich fast überhaupt keine strecken ohne steigung/gefälle hier in der gegend...
meine standfestesten benziner bei steigungen sind: vespa sprint und tomos alpino (3-gang-getriebe)...
der unu schlägt beide um längen
...während der 1,497-kWh-Akku mit über 3 kW (über 2 C) belastet wird. Das halte ich nicht für sonderlich förderlich, was die Akku-Lebensdauer betrifft.
Einen Roller-Akku sollte man im Interesse einer langen Lebensdauer m. E. mit nicht mehr als 1 C belasten, d. h. ein 3-KW-Roller braucht eigentlich einen 3-kWh-Akku. Zwar hast du mit deinen beiden Akkus zusammen fast so viel Akku-Kapazität an Bord, weil man beim Unu aber nicht beide Akkus gleichzeitig anschließen kann, werden die Akkus halt nacheinander mit je 2 C geröstet. Ich halte das für einen der Haupt-Nachteile beim Unu. Speziell beim Einsatz in Gebieten mit vielen Steigungen macht sich dieser Nachteil besonders bemerkbar.
Abgesehen davon würde der Unu noch besser abgehen, wenn beide Akkus parallel angeschlossen wären, denn dann sinkt der Innenwiderstand der Akkus und als Folge davon der Spannungseinbruch unter Last auf die Hälfte. D. h. der Motor bekommt mehr Spannung und gewinnt damit an Spritzigkeit. Aber auch darauf müssen Unu-Fahrer leider verzichten.
Gruß
Michael
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 12:14
von 165ps
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 11:53
weil man beim Unu aber nicht beide Akkus gleichzeitig anschließen kann
Mal ne ganz dumme Frage:
Was ist denn so schwierig daran, die Akkus parallel zu schalten? Im Prinzip müsste man sich doch nur ein Y-Adapterkabel basteln.
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 13:04
von fiedje
165ps hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 12:14
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 11:53
weil man beim Unu aber nicht beide Akkus gleichzeitig anschließen kann
Mal ne ganz dumme Frage:
Was ist denn so schwierig daran, die Akkus parallel zu schalten? Im Prinzip müsste man sich doch nur ein Y-Adapterkabel basteln.
Es ist technisch schon etwas komplexer als 2 Autobatterien zusammenzuschalten.
Schon da gibt es das Problem, dass wenn bei einer ein Zelle defekt wird, das System kolabiert.
Die noch gute Batterie versucht vergeblich, die Spannung der defekten aufrecht zu halten, es fließen enorme Ströme und hinterher ist vermutlich die gute auch hin. Es kommt darauf an, wie schnell man das merkt.
Bei den Akkus für den Roller ist es wesentlich komplexer. Normalerweise kommunizieren Rollerelektronik und Aklleskuelektronik miteinander.
So ist es z.B. möglich die Rekuperation nicht zu starten oder abzubrechen, wenn der Akku voll meldet. Damit werden Schäden vermieden.
Ebenso wird die Leistung des Motors zurückgeregelt, wenn die Akkuladung unter einen gewissen Level runter geht.
Die einfache elektrische Zusammenschaltung könnte als erstes einen hohen Ausgleichsstrom erzeugen, welcher weit über den normalen Werten läge. Die Rückmeldewerte sollten von woher kommen?
Für mich gibts nur eine richtige Lösung. UNU sollte einen großen Doppelakku anbieten, welcher das Problem komplett lösen sollte.
Ob das dann das Gesamtsystem thermisch überfordern würde (z.B. bei langen Steigungen) weil permanent mehr Leistung abgerufen werden kann wäre dann auch zu prüfen.
Die Elektroniker möchte ich um Toleranz für die vereinfachte Darstellung bitten

Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 18:05
von kai
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 11:53
kai hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 11:30
hatte es an anderer stelle schomma geschrieben:
ich habe einen 3kw mit 2 akkus...
wir haben eigentlich fast überhaupt keine strecken ohne steigung/gefälle hier in der gegend...
meine standfestesten benziner bei steigungen sind: vespa sprint und tomos alpino (3-gang-getriebe)...
der unu schlägt beide um längen
...während der 1,497-kWh-Akku mit über 3 kW (über 2 C) belastet wird. Das halte ich nicht für sonderlich förderlich, was die Akku-Lebensdauer betrifft.
Einen Roller-Akku sollte man im Interesse einer langen Lebensdauer m. E. mit nicht mehr als 1 C belasten, d. h. ein 3-KW-Roller braucht eigentlich einen 3-kWh-Akku. Zwar hast du mit deinen beiden Akkus zusammen fast so viel Akku-Kapazität an Bord, weil man beim Unu aber nicht beide Akkus gleichzeitig anschließen kann, werden die Akkus halt nacheinander mit je 2 C geröstet. Ich halte das für einen der Haupt-Nachteile beim Unu. Speziell beim Einsatz in Gebieten mit vielen Steigungen macht sich dieser Nachteil besonders bemerkbar.
Abgesehen davon würde der Unu noch besser abgehen, wenn beide Akkus parallel angeschlossen wären, denn dann sinkt der Innenwiderstand der Akkus und als Folge davon der Spannungseinbruch unter Last auf die Hälfte. D. h. der Motor bekommt mehr Spannung und gewinnt damit an Spritzigkeit. Aber auch darauf müssen Unu-Fahrer leider verzichten.
Gruß
Michael
verstehe ich das richtig: unu verkauft ein modell/motor, für den der akku gar nicht ausgelegt ist? bin leider in sachen akku-detailfragen/elektronik gar kein spezialist...
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: So 23. Sep 2018, 20:20
von wiewennzefliechs
kai hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 18:05
verstehe ich das richtig: unu verkauft ein modell/motor, für den der akku gar nicht ausgelegt ist?
Ja, so war das gemeint. Wobei der Einfluss der hohen Belastung auf die Lebensdauer des Akkus natürlich davon abhängt, wie häufig man die maximale Motorleistung abruft. Kurzzeitige Belastung mit 2 C sollte den Akkus nicht so viel ausmachen. Aber gerade in Gegenden mit vielen Steigungen braucht man die volle Leistung öfter mal auch über längere Zeit, da dürfte sich der Einfluss deutlicher bemerkbar machen.
Es gibt Roller, bei denen man entweder mehrere Akkus parallel schalten kann (z. B. Emco, Kumpan) oder bei denen statt mehrerer kleiner ein großer Akku zum Einsatz kommt (z. B. Trinity). Bei diesen Rollern lässt sich die Akku-Kapazität passend zur Motorleistung wählen.
Gruß
Michael
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: Mo 24. Sep 2018, 07:17
von vsm
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 20:20
kai hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 18:05
verstehe ich das richtig: unu verkauft ein modell/motor, für den der akku gar nicht ausgelegt ist?
Ja, so war das gemeint. [...]
So kann man das aber nicht stehen lassen. Die Zellen der Akkus sind lt. Datenblatt durchaus für diese (und noch höhere) Ströme ausgelegt. Eine Spitzenlast von 2 C sind in der E-Mobilität generell auch ein recht moderater Wert.
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 20:20
[...]Wobei der Einfluss der hohen Belastung auf die Lebensdauer des Akkus natürlich davon abhängt, wie häufig man die maximale Motorleistung abruft. Kurzzeitige Belastung mit 2 C sollte den Akkus nicht so viel ausmachen. Aber gerade in Gegenden mit vielen Steigungen braucht man die volle Leistung öfter mal auch über längere Zeit, da dürfte sich der Einfluss deutlicher bemerkbar machen. [...]
Die von unu angegebenen 3 kW beschreiben die absolute Spitzenleistung, die Dauernennleistung lt. CoC liegt deutlich (50 %) darunter. Unbestritten geht eine höhere Last zu lasten der Akku-Lebensdauer, aber im Vergleich zum 1-kW- oder 2-kW-unu dürfte die Minderung im unteren, einstelligen Prozentbereich liegen.
wiewennzefliechs hat geschrieben: So 23. Sep 2018, 20:20
[...]Es gibt Roller, bei denen man entweder mehrere Akkus parallel schalten kann (z. B. Emco, Kumpan) oder bei denen statt mehrerer kleiner ein großer Akku zum Einsatz kommt (z. B. Trinity). Bei diesen Rollern lässt sich die Akku-Kapazität passend zur Motorleistung wählen. [...]
Technisch gesehen bietet ein großer Akku natürlich viele Vorteile gegenüber zwei halb so großer Akkus, in der Praxis allerdings auch viele Nachteile. So wäre ein großer Akku auch doppelt so schwer (fällt auf, wenn man in seiner Wohnung im 4. OG Altbau lädt) und man verlöre die Möglichkeit einen Akku zu laden, während man den zweiten zum Fahren nutzt. Auf kürzeren Strecken, die man mit einem kleinen Akku bewältigen kann, spart man obendrein noch Gewicht (was am Ende wieder zu einer Steigerung der Lebensdauer auf Kilometer gerechnet führt) und man hat nutzbaren Stauraum im Akkufach. Das Anbieten von mehreren Akku-Varianten dürfte sich auch negativ im Preis bemerkbar machen. Am Ende muss also immer eine Kompromisslösung stehen.
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: Mo 24. Sep 2018, 08:30
von achim
Ist denn explizit bekannt welche Zellen da verbaut sind. Schließlich ist die Belastbarkeit einer Zelle je nach Hersteller extrem unterschiedlich.
Das geht von 2C bis über 10C. Laut Datenblatt könnte man einen 10P Akku aus Konion Zellen theoretisch mit 300A belasten.
Aber selbst bei 2C wäre das immer noch im grünen Bereich. Ich glaube, hier macht man sich manchmal zu viele Gedanken um die Schonung der Akkus.
Gruß,
Achim
Re: Hat jemand Erfahrung mit dem 3000W Motor?
Verfasst: Mo 24. Sep 2018, 08:58
von vsm
Meinen Informationen nach, sind es die LG 18650 MG1, die dauerhaft mit max. 5 C entladen und max. 2 C geladen werden sollten. Diese Werte würden allerdings schon sehr deutlich auf die Zyklen gehen. Der "Life Cycle Test" wurde von LG selbst mit 2 C / 0,3 C (4,2 - 2,75 V) durchgeführt.