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Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: So 24. Nov 2024, 22:09
von jeff-jordan
timmyneun hat geschrieben: So 24. Nov 2024, 19:26
...
Bei mir hat es immer gequietscht, aber immerhin hat es mich zum vorausschauenden Fahren erzogen. Damit ich so wenig wie möglich bremsen muss
Dann sind die Scheiben beim bergab fahren wahrscheinlich mal zu heiß geworden und "verglast".
Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: So 24. Nov 2024, 22:34
von timmyneun
jeff-jordan hat geschrieben: So 24. Nov 2024, 22:09
Dann sind die Scheiben beim bergab fahren wahrscheinlich mal zu heiß geworden und "verglast".
Verglasen würden doch eher die Beläge? Bei neuen hat es auch gequietscht sobald sie 5 km drauf waren. Es war auch von Anfang an, und der Vorbesitzer ist nur ab und zu im flachen Ruhrpott zum Golfplatz gefahren. Auf jeden Fall war der Klang ein anderer als bei den verglasten Belägen die ich kenne. Ich habe jetzt auch noch die alten Beläge drin, mit den neuen Scheiben ist es trotzdem ruhig.
Der Klang war auch eher so als ob die Scheibe in Resonanz kommt. Wenn es jetzt nicht besser geworden wäre, hätte als nächstes das Lenkkopflager in Verdacht gehabt.
Was mir beim Tausch Aufgefallen ist: Die alten Scheiben haben, wenn man sie angeschlagen hat bestimmt 30s wie eine Glocke nachgeklungen, bei den neuen ist das lange nicht so extrem.
Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: So 24. Nov 2024, 23:53
von jeff-jordan
Nach dem
Wikipedia-Eintrag zur Scheibenbremse können auch die Scheiben verglasen: "Bei häufigen leichten Bremsungen mit leicht verschmutzten Bremsscheiben kann sich auf den Scheiben und Belägen Glas bilden, was zu schlechterem Bremsverhalten führt."
Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: Mo 25. Nov 2024, 05:41
von timmyneun
Das ist aber wieder ein anderes Phänomen, das ist eher eine (hartnäckige) Schmutzschicht die bei häufigem starken Bremsen wieder verschwinden würde.
Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: Mo 25. Nov 2024, 06:36
von Zimmermännche
timmyneun hat geschrieben: So 24. Nov 2024, 22:09
Ich hab den Originaldämpfer drin. Bin da ein wenig skeptisch was die große ungefederte Masse wegen dem E-Motor angeht. Wenn die in einer Kurve mit schlechtem Belag (hier ehr die Regel) wegen zu weichem Dämpfer nicht genug gefedert wird heißt das Abflug. Hast du da gute Erfahrungen?
Mit dem Original Dämpfer bin ich jedem größeren Schlagloch ausgewichen, war immer übel, entweder hat er durchgeschlagen oder ist nicht nachgekommen.
Mit dem neuen Dämpfer ist es vom meinem Fahrgefühl her viel besser, aber ich könnte die Federspannung am neuen Dämpfer auch noch erhöhen.
In Kurven und bei leichter Nässe hätte ich eher Schiss, dass ich abfliege wenn ich die Feinen Reifen drauf hätte welche bei den meisten hier bei Auslieferung drauf waren.
Re: Verschiedene Bremsen der Odin und Ihre Probleme
Verfasst: Mo 25. Nov 2024, 19:33
von timmyneun
So große Probleme hatte bisher nicht. Ja, sie sind hart, aber durchgeschlagen haben sie nicht. Trotz gut 2 Zentnern auf dem Moped. Ich denke bei den Dämpfern ist es wie mit vielen anderen Teilen an der E-Odin: die Fertigungstoleranzen sind so hoch dass die Einen deutlich mehr Probleme haben als die Anderen. Es gibt ja auch Mopeds bei denen die Bremsen gut funktionieren, bei anderen machen sie nur Probleme.
Ich glaube aber ich probiere demnächst mal andere Dämpfer, aus wenn ich mal zu viel Zeit habe.
Re: Verschiedene Bremsen / alternative Bremsen
Verfasst: So 23. Feb 2025, 20:05
von Zimmermännche
So, heute habe ich das schöne trockene Wetter genutzt um draußen unterm Vordach an meiner Odin auch mal die vorderen Bremsscheiben auszutauschen.
Ich habe hier allerdings nicht die Lexmoto Scheiben verbaut, da diese nur schwer zu bekommen sind.
Nach längerer Suche hatte ich noch einige Alternativen gefunden und mich für die Bremsscheiben 348 von NG entschieden, eigentlich für eine Suzuki VL 1500 gedacht.
Die Scheiben sind 6 mm dick, Lochbild und Außendurchmesser passen und optisch ähneln sie den Original Bremsscheiben auch sehr. Allerdings sind die Befestigungslöcher nur 8 oder 8,5mm.
Da die "normalen Bremsscheibenschrauben" mit Außensechskant aber zusammen mit den 6 mm dicken Bremsscheiben zu sehr in der Gabel aufbauen (viel Platz ist da nichtmehr) habe ich die Löcher mit einem 10,4er Kegelsenker aufgebohrt um die Originalschrauben M8 mit 10er Schaft (neue Ersatzschrauben)nutzen zu können.
Das hat alles gut geklappt, danach habe ich die Bremssättel neu "vermittelt", sind ja von Werk aus zum Teil schon mit Distanzscheiben/U-Scheiben unterbaut.
Mit den original Scheiben hatte ich Vibrationen beim Betätigen, Unwucht und klackernde Geräusche da die Scheiben sich noch verzogen beim Fahren.
Vorhin natürlich auch gleich die erste Probefahrt gemacht (nur 35 km) und es ist ein Traum, nichts mehr von alle dem zu spüren.
Optisch finde ich kein großer Unterschied zu den original Scheiben, was ich gut finde, aber Qualitativ ein ganz anderer Level.
Einziger Nachtteil ist, dass ich mir ein neues Bremsscheibenschloss zulegen muss, das bisherige Schloss passt nicht über die 6 mm dicken Bremsscheiben.
Anbei einige Bilder hierzu.
Re: Verschiedene Bremsen, Probleme und Alternativen
Verfasst: So 30. Mär 2025, 10:35
von tho-ges74
Hallo,
ich möchte mal an den Beitrag von Jeff-Jordan anknüpfen.
Vor gut zwei Wochen ist bei meiner Odin plötzlich das Lenkkopflager gebrochen. Alles ohne jegliche Symptome wie quietschen oder schwergänging zu sein. Nach einer Linkskurve war der Lenker plötzlich fest. Kein bewegen mehr möglich. Also heftiger Sturz.
Der Anleitung von Jeff (danke dafür), um an die Lager zu gelangen, ist sehr gut. Bei der Reihenfolge kann teilweise variert werden.
Das obere Lager (sitzt oben bündig mit dem Rahmen)ließ sich problemlos entfernen. Um das untere Lager (ist ca. 1mm tiefer im Rahmen)herauszubekommen habe ich mir folgendes Werkzeug besorgt.
[url][
https://www.amazon.de/Lenkhalslagerring ... &psc=1/url]
An dem oberen Lager waren Rückstände von Fett zu erkennen, das untere Lager allerdings war komplett trocken. Da wurde wohl bei der Montage nicht sehr sorgfältig gearbeitet.
Ich hänge mal ein paar Bilder von der Demontage und dem zerstörten Lager an.
Nachdem ich die neuen Lager bekommen habe, habe ich die beiden Lagerschalen über nacht in den Tiefkühler gelegt. Zusätzlich habe ich Eisspray für die Schalen bei der Montage benutzt. Der Einbau der Lager war kein Problem. Das Einstellen habe ich nach Gefühl gemacht. Immer langsam schrauben und dabei den Lenkkopf bewegen.
Für das Zerlegen der Odin habe ich ca. 2 Stunden benötigt, beim Einbau war es etwa die gleiche Zeit.
Re: Verschiedene Bremsen, Probleme und Alternativen
Verfasst: So 30. Mär 2025, 10:43
von tho-ges74
Dann mal gleich noch eine Frage in die Runde.
Gibt es eventuell Ersatzteile für die Bremssättel der Odin?
Bei meiner sehen die Federbleche in den beiden vorderen Sätteln gar nicht gut aus. Teilweise gebrochen und deformiert.
Würde ich gern tauschen ohne gleich neue Sättel kaufen zu müssen. Zudem ist einer der Gummimanschetten (Schwingung) gerissen.
Re: Verschiedene Bremsen, Probleme und Alternativen
Verfasst: So 30. Mär 2025, 18:56
von jeff-jordan
Danke für die "Foto-Doku" zum Lagertausch

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Hoffe Deine Rippen schmerzen nicht mehr allzu sehr vom Abflug

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Bzgl. Bremssattel wäre es natürlich prima, wenn da irgendein preiswerter Standardsattel passen würde.... oder zumindest mit entsprechendem Adapter passend gemacht werden könnte.
Leider sind zur Zeit die Ersatzteilquellen diesbezüglich nämlich ziemlich versiegt

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