Re: Das möchte man wohl eher nicht haben...
Verfasst: Mi 16. Okt 2024, 14:09
Die Automobilhersteller sind da leider sehr "pfiffig":
Das Spitzenmodell eines Herstellers mit 4 Ringen wird bis zu zweimal hintereinander zum Leasing angeboten. Mit bis zu 6 Jahren und 60TKm kommen die dann mit einem Jahr Gewährleistung auf den Gebrauchtmarkt. Man kann in den Folgejahren optional noch Servicepakete und Gewährleistungsverlängerungen bis 180TKm einkaufen. Der Preis dafür ist aber schon jenseits von gut und böse.
Ölwechsel ist alle 2 Jahre oder 30TKm vorgeschrieben. Getriebeölwechsel entfällt ganz, "Lifetime-Füllung" wird gesagt.
Wir können schlichtweg mal davon ausgehen, dass in den ersten 6 Jahren keine Schäden durch die langen Wechselintervalle entstehen. Die Motoren verrotzen aber ab 160TKm, wenn man nur alle 30TKm wechselt, das Getriebe macht oberhalb von 180TKm die Grätsche, wenn man auf Lifetime-Füllung hofft.
Die Kisten können also für die Erstkunden / Leasingkunden preiswerter angeboten werden, weil man die Serviceintervalle bis zum geht-nicht-mehr streckt. Den Letztbesitzer trifft es dafür dann umso härter. Dann sind die Karren zumeist um die 10 Jahre alt. Man kann die Lebensdauer der Kiste aber gut verlängern, wenn man den Ölwechsel alle 15TKm macht und eine Getriebespülung bei spätestens 120TKm. Dann halten die beiden Komponenten auch locker die 300TKm durch.
Ebenso berüchtigt ist beim drittgrößten Modell des Herstellers im V6-Diesel die Nockenwelle. Die ist bei 160TKm gerne verschlissen. Falsches Material und lange Ölwechselintervalle setzten der heftig zu. Wenn man sich nicht an die Serviceempfehlungen hält und öfters den Ölwechsel macht, dann kann man hier die Lebensdauer durchaus verdoppeln.
Anderes Beispiel: vor diversen Jahren bot ein Lebensmitteldiscounter auch mal Fernseher an, der Preis war supergünstig. Nach 3 bis 4 Jahren haben die reihenweise die Grätsche gemacht, weil die Kondensatoren am Ende waren. Kostet beim Reparaturbetrieb locker 180€. Aber es war ja Ende der Gewährleistung erreicht, die vermeintlichen Ersparnisse beim Kauf wurden damit aufgefressen, sofern die Fernseher nicht gleich verschrottet worden sind.
Ziel erreicht: die Dinger sind verkauft, und der Kunde kauft sich nach 3 - 4 Jahren wieder einen Fernseher oder nach 4 - 6 Jahren wieder einen "jungen Gebrauchten" beim Autohändler.
Das Spitzenmodell eines Herstellers mit 4 Ringen wird bis zu zweimal hintereinander zum Leasing angeboten. Mit bis zu 6 Jahren und 60TKm kommen die dann mit einem Jahr Gewährleistung auf den Gebrauchtmarkt. Man kann in den Folgejahren optional noch Servicepakete und Gewährleistungsverlängerungen bis 180TKm einkaufen. Der Preis dafür ist aber schon jenseits von gut und böse.
Ölwechsel ist alle 2 Jahre oder 30TKm vorgeschrieben. Getriebeölwechsel entfällt ganz, "Lifetime-Füllung" wird gesagt.
Wir können schlichtweg mal davon ausgehen, dass in den ersten 6 Jahren keine Schäden durch die langen Wechselintervalle entstehen. Die Motoren verrotzen aber ab 160TKm, wenn man nur alle 30TKm wechselt, das Getriebe macht oberhalb von 180TKm die Grätsche, wenn man auf Lifetime-Füllung hofft.
Die Kisten können also für die Erstkunden / Leasingkunden preiswerter angeboten werden, weil man die Serviceintervalle bis zum geht-nicht-mehr streckt. Den Letztbesitzer trifft es dafür dann umso härter. Dann sind die Karren zumeist um die 10 Jahre alt. Man kann die Lebensdauer der Kiste aber gut verlängern, wenn man den Ölwechsel alle 15TKm macht und eine Getriebespülung bei spätestens 120TKm. Dann halten die beiden Komponenten auch locker die 300TKm durch.
Ebenso berüchtigt ist beim drittgrößten Modell des Herstellers im V6-Diesel die Nockenwelle. Die ist bei 160TKm gerne verschlissen. Falsches Material und lange Ölwechselintervalle setzten der heftig zu. Wenn man sich nicht an die Serviceempfehlungen hält und öfters den Ölwechsel macht, dann kann man hier die Lebensdauer durchaus verdoppeln.
Anderes Beispiel: vor diversen Jahren bot ein Lebensmitteldiscounter auch mal Fernseher an, der Preis war supergünstig. Nach 3 bis 4 Jahren haben die reihenweise die Grätsche gemacht, weil die Kondensatoren am Ende waren. Kostet beim Reparaturbetrieb locker 180€. Aber es war ja Ende der Gewährleistung erreicht, die vermeintlichen Ersparnisse beim Kauf wurden damit aufgefressen, sofern die Fernseher nicht gleich verschrottet worden sind.
Ziel erreicht: die Dinger sind verkauft, und der Kunde kauft sich nach 3 - 4 Jahren wieder einen Fernseher oder nach 4 - 6 Jahren wieder einen "jungen Gebrauchten" beim Autohändler.