Re: E-Retro Blei Umbau auf LFP
Verfasst: Do 2. Apr 2026, 15:14
Ich denke, dass erst einmal grundlegend die verwendete Schaltung als mögliche Fehlerquelle auszumachen ist? Die klassischen Batterieschaltungen um die Kapazität zu erhöhen und mit auflegen parallelen Zellen ist einer der Möglichkeiten. Wenn alle drei Akkus parallel verbunden sind hast du immer einen Ladungsausgleich insofern diese nicht durch einzelne BMS aufgebaut sind. (es gibt eine Sonderheit) Bei dieser klassischen Schaltung verbirgt sich aber eine mögliche fatale Fehlerquelle.
Das Worstcase Szenario mit nur einem BMS und mehreren parallel aufliegenden Zellen können einzelne Blöcke die so verschaltet wurden nur durch einer einzigen Unterbrechung oder einer defekten Zelle ausfallen und somit unbemerkt erst einmal an das BMS vorbei gehen. Der komplette eine Block wäre betroffen. Umgekehrt heißt das auch, dass mögliche defekte Zellen die parallel aufliegenden gesunden Zellen schädigen können. Es resultiert daraus ein typisches Fehlerbild wie bei den meisten Batterieproblemen. Das nur eine BMS sieht parallele Zellen als nur eine einzige Zelle. Ein möglicher Blindstrom oder die Kapazitätsverringerung oder ein grober Anstieg des inneren Widerstandes kann explizit nicht auf einer einzelnen Zelle ausgemacht werden. Alsdann müsste man alle Zellen auftrennen und den Übeltäter mit dem Messgerät ausfindig machen.
Die eigentliche Grundschaltung mit nur einem passiven BMS werden aus Kostengründen keine Blöcke gebildet die getrennt werden könnten. Es werden alle Zellen parallel und in Reihe geschaltet. Das ist preiswert und gängig. Die nächste bessere Stufe ist die Verwendung des aktiven BMS. Aber auch hier heißt es, dass BMS wird niemals eine einzelne Zellen in dieser Art des Verbundes erkennen können.
Die Verwendung von parallelen Blöcken ist einfach aber wie schon geschrieben schlecht zu überwachen. Die nächste Qualitätsstufe sind einzelne Blöcke mit identischen Zellenstruktur und einem eigenem BMS. Heraus kommt so ein redundantes System. Solange beide BMS auf Charge on stehen sehen sich die Blöcke und bidirektional erfolgt auch ein Ladungsausgleich. Der Ladestrom teilt sich entsprechend auf. Hier ist es ganz egal ob mit zwei LG oder nur einem. Bei zwei LG hat man den nominalen Ladestrom, als wenn man nur einen einzigen Block mit nur einem LG laden würde. Es ist aber nicht so, dass sich der Ladestrom tatsächlich identisch teilt. Es kommt auf den Ladestatus der Blöcke an und inwieweit die Zellen willig sind Ladestrom zu verarbeiten. Der Ladestrom pendelt daher immer etwas, dass ist so wie zwei Tassen Kaffee die man mit nur einer Kanne befüllt und hin und her wechselt bis beide Tassen gleich voll sind.
Das Ende des Ladevorgangs bestimmt nicht das LG sondern die Zellen und die daraus resultierende Zellenspannung was das BMS misst. Bei meinem System liegt die Systemspannung bei 64Volt. Die Ruhespannung bei vollen Blöcken bei ca 69-70Volt. Das BMS kontrolliert dabei alle zwanzig Zellen eines Blockes und bei erreichen der 3.650Volt nur einer Zelle stellt das BMS auf Charge off. Aber was passiert wenn der zweite Block noch nicht die Sättigung erreicht hat? Das LG lädt weiter, da der zweite Block noch Ladestrom fließen lässt. Block eins ist dabei Charge off und da fließt nichts mehr an Ladestrom. Hierbei ist es auch unabhängig ob mit zwei LG gearbeitet wird. Letztere halbiert nur die Ladezeit.
Wie schon zuvor erwähnt kann ein leichtes Pendel in der Verwendung zweier LG im Ruhezustand hervorgerufen werden, dass passiert nicht immer. Das geschieht wenn beide BMS auf Charge off stehen und sich unbelastet gegenüberstehen. Es passiert nichts was beunruhigend sein könnte. Es fließt ein kleiner Startblindstrom, wenige Milliampere, da quasi kein Block Ladestrom anfordert. Das konnte ich ausmessen und das hat mir auch keine Ruhe gelassen. Der Spuk kann auch beendet werden, indem der Anderson Stecker gezogen wird und so der Block getrennt wird.
Jetzt schreibst du Andi, dein 20% Akku wurde möglicherweise nicht weiter geladen. Wie kann das sein wenn dieser parallel zu den anderen aufliegt? Ist das ein Parallelblock oder wie ich es gebaut habe mit eigenem BMS?
Heute bin ich noch gefahren und das funktioniert super!!!
Schuldigung das ich so viel geschrieben habe
Das Worstcase Szenario mit nur einem BMS und mehreren parallel aufliegenden Zellen können einzelne Blöcke die so verschaltet wurden nur durch einer einzigen Unterbrechung oder einer defekten Zelle ausfallen und somit unbemerkt erst einmal an das BMS vorbei gehen. Der komplette eine Block wäre betroffen. Umgekehrt heißt das auch, dass mögliche defekte Zellen die parallel aufliegenden gesunden Zellen schädigen können. Es resultiert daraus ein typisches Fehlerbild wie bei den meisten Batterieproblemen. Das nur eine BMS sieht parallele Zellen als nur eine einzige Zelle. Ein möglicher Blindstrom oder die Kapazitätsverringerung oder ein grober Anstieg des inneren Widerstandes kann explizit nicht auf einer einzelnen Zelle ausgemacht werden. Alsdann müsste man alle Zellen auftrennen und den Übeltäter mit dem Messgerät ausfindig machen.
Die eigentliche Grundschaltung mit nur einem passiven BMS werden aus Kostengründen keine Blöcke gebildet die getrennt werden könnten. Es werden alle Zellen parallel und in Reihe geschaltet. Das ist preiswert und gängig. Die nächste bessere Stufe ist die Verwendung des aktiven BMS. Aber auch hier heißt es, dass BMS wird niemals eine einzelne Zellen in dieser Art des Verbundes erkennen können.
Die Verwendung von parallelen Blöcken ist einfach aber wie schon geschrieben schlecht zu überwachen. Die nächste Qualitätsstufe sind einzelne Blöcke mit identischen Zellenstruktur und einem eigenem BMS. Heraus kommt so ein redundantes System. Solange beide BMS auf Charge on stehen sehen sich die Blöcke und bidirektional erfolgt auch ein Ladungsausgleich. Der Ladestrom teilt sich entsprechend auf. Hier ist es ganz egal ob mit zwei LG oder nur einem. Bei zwei LG hat man den nominalen Ladestrom, als wenn man nur einen einzigen Block mit nur einem LG laden würde. Es ist aber nicht so, dass sich der Ladestrom tatsächlich identisch teilt. Es kommt auf den Ladestatus der Blöcke an und inwieweit die Zellen willig sind Ladestrom zu verarbeiten. Der Ladestrom pendelt daher immer etwas, dass ist so wie zwei Tassen Kaffee die man mit nur einer Kanne befüllt und hin und her wechselt bis beide Tassen gleich voll sind.
Das Ende des Ladevorgangs bestimmt nicht das LG sondern die Zellen und die daraus resultierende Zellenspannung was das BMS misst. Bei meinem System liegt die Systemspannung bei 64Volt. Die Ruhespannung bei vollen Blöcken bei ca 69-70Volt. Das BMS kontrolliert dabei alle zwanzig Zellen eines Blockes und bei erreichen der 3.650Volt nur einer Zelle stellt das BMS auf Charge off. Aber was passiert wenn der zweite Block noch nicht die Sättigung erreicht hat? Das LG lädt weiter, da der zweite Block noch Ladestrom fließen lässt. Block eins ist dabei Charge off und da fließt nichts mehr an Ladestrom. Hierbei ist es auch unabhängig ob mit zwei LG gearbeitet wird. Letztere halbiert nur die Ladezeit.
Wie schon zuvor erwähnt kann ein leichtes Pendel in der Verwendung zweier LG im Ruhezustand hervorgerufen werden, dass passiert nicht immer. Das geschieht wenn beide BMS auf Charge off stehen und sich unbelastet gegenüberstehen. Es passiert nichts was beunruhigend sein könnte. Es fließt ein kleiner Startblindstrom, wenige Milliampere, da quasi kein Block Ladestrom anfordert. Das konnte ich ausmessen und das hat mir auch keine Ruhe gelassen. Der Spuk kann auch beendet werden, indem der Anderson Stecker gezogen wird und so der Block getrennt wird.
Jetzt schreibst du Andi, dein 20% Akku wurde möglicherweise nicht weiter geladen. Wie kann das sein wenn dieser parallel zu den anderen aufliegt? Ist das ein Parallelblock oder wie ich es gebaut habe mit eigenem BMS?
Heute bin ich noch gefahren und das funktioniert super!!!
Schuldigung das ich so viel geschrieben habe
