Idealist hat geschrieben:Einer meiner Zellen lädt auch nicht mehr über 3,3 V. Das muss ich aber erst noch untersuchen.
Des Dramas nächster Akt:
Ich hatte gehofft, dass ich mit der Analyse des Problems bis zu meinem anstehenden Urlaub warten kann. Ein Fehler! Kurz davor kam ich gerade so noch nach Hause. Spannung meiner Problemzelle: 0 V

.
Nachdem inzwischen die Ersatzzelle gekommen und initial-geladen (auf 4,0 V) war, habe ich den Roller wieder zerlegt. Die Ersatzzelle hatte ich wieder auf das Niveau der übrigen Zellen per Glühlampe entladen (auf 3,32 V). Ich tauschte die tiefentladene Zelle aus und untersuchte den Balancer, den ich im Verdacht hatte, die Zelle entladen zu haben, mit meinem Labor-Netzteil: Bei 3,79 V fing er brav an durchzuschalten. Also ging ich davon aus, dass er in Ordnung ist, und baute ihn wieder auf die Ersatzzelle. Blieb die Frage: Was hat die Zelle zerstört?
Anschließend lud ich die Akkus normal mit dem Ladegerät. Als ich kurze Zeit später die Spannungen kontrollierte, hatte die Ersatzzelle 4,4 V

(ich hoffe, dass sie das noch vetragen kann), die LED des Balancers leuchtete, er schaltete also durch, während die übrigen Zellen bei 3,34 V lagen.
Nach sofortigem Abschalten des Ladegerätes entlud ich die Ersatzzelle wieder auf 3,32 V. Dabei zeigte sich, dass die LED des Balancers nicht mehr aus ging. Der war also entgültig hinüber und wurde von mir ausgetauscht.
Danach lud ich per Ladegerät erneut unter ständiger Überwachung. Der neue Balancer wurde auch bald als erster aktiv, lies aber die Spannung über der Ersatzzelle nicht über 3,85 V kommen. Später setzten dann auch die übrigen Balancer ein.
Was will mir das alles sagen?
Meine Vermutung: Der Balancer über der entladenen Zelle setzte zwar ein, hatte aber so einen Schuss weg, dass er nicht genügend Energie verbraten konnte, so dass die Zelle mal überladen wurde. Ich hatte den Eindruck, dass vielleicht ein Wasser-Tröpfchen auf die Elektronik gekommen war (es sah etwas 'verschimmelt' aus). Dadurch bekam die so einen Knacks, dass sie nicht mehr richtig geladen werden konnte und durch meine Fahrerei dann komplett entladen wurde.
Die neue Zelle scheint außerdem einen höheren Innenwiderstand zu haben als die alten, sonst würde sie beim Laden den anderen nicht so vorauseilen.
Wie seht Ihr das?
By the way: Ich muss allen Recht geben, die bereits darauf hingewiesen haben: Spätestens nach einem halben Jahr sollte man seine Akkus einem genaueren Blick unterwerfen! Ich habe mehrere Schrauben nachgezogen. Und ein Kupferzellverbinder war auch schon korrodiert (aber nur oben).