Re: BEV - Verbrenner
Verfasst: Mo 30. Sep 2019, 22:43
Tja, STW, wir könnten aufhören. Aber aus meiner Sicht spricht nichts dagegen sich im Unterforum „Umwelt“ auch mal über Themen des allgemeinen Zeitgeists zu unterhalten. Was soll ich auch groß über Elektroroller schreiben? Mein e-max läuft und läuft und läuft. Und davon, dass wir hier im Forum Elektroroller ganz toll und Zweitaktroller weniger toll finden, gehe ich einfach mal aus. Solange man sich nicht beleidigt oder Ähnliches ist doch alles in Ordnung. Es heißt doch oft, dass die Debattenkultur nicht ganz so ausgeprägt ist im Lande. Jetzt haben wir mal die Chance.
Mal nebenbei: Angefangen mit Elektrorollern bin ich 2009 mit einem Geco41 aus dem Grunde, dass ich a) Nach der Ölpreisexplosion 2008 Sorge vor einem globalen Ölfördermaximum in naher Zukunft hatte und ich b) das verbleibende Öl (ist zumindest meiner Meinung nach der kostbarste aller fossilen Brennstoffe) lieber für die Bereiche aufsparen wollte, in denen man es nicht so leicht ersetzen kann, z. B. Flugzeuge. Die fliegen nicht so gut mit Kohle, Methan, Uran oder Akkus. Ja, ich weiß, es gibt Elektroflugzeuge, die sind aber nach meinem Kenntnisstand noch nicht für Transatlantikflüge geeignet. Mit Klimaschutz hatte das damals wenig zu tun.
Was die Ölfelder, die sich wieder auffüllen, angeht: Ölfelder werden ja üblicherweise nicht zu 100% ausgebeutet, zum Ende hin wird es immer teurer, noch an Öl zu kommen. Daher könnte es ja auch sein, dass höhere Preise auf dem Weltmarkt und bessere Technik es einfach lukrativ gemach haben, in einem vorher schon als „leer“ bezeichneten Feld doch noch einmal ein wenig weiter zu bohren. Natürlich entsteht auch jetzt gerade neues Erdöl. Es ist halt nur, egal wie es entsteht, viel zu wenig, um die abgepumpten Mengen zu kompensieren.
Aber nochmal zur Behauptung: „Schon im 19. Jahrhundert waren 380 ppm CO2 in der Luft“ Endlich Montag! Also auf in die Bibliothek und ein altes Lexikon herausgesucht, das den Kohlendioxidgehalt vor seiner Zeit angibt:
„1. Die Lufthülle der Erde (Atmosphäre): Diese besteht in 0 bis ca. 60 km Höhe aus 78,09 Vol.-% N2, 20,95% O2, 0,93% Ar, 0,03% CO2, 0,0018% Ne,, 0,0008% H2O, 0,00052% He usw.“ [NML]
Der CO2-Gehalt lag vor dem Druck dieses Buches also offensichtlich keinesfalls bei 380 ppm, wie postuliert, sondern deutlich niedriger. Leider gibt der Autor für CO2 nur eine tragende Stelle an. Scripps nennt für 1980 einen Wert von ca. 340 ppm. Die 0,04% aus dem 19. Jahrhundert erscheinen unplausibel.
Literatur:
[NML]: Neumüller, Otto Albrecht: Römpps Chemie-Lexikon, 8. Auflage / 51. - 61. Tausend, Franckh'sche Verlagshandlung, W. Keller & Co., Stuttgart / 1981
Mal nebenbei: Angefangen mit Elektrorollern bin ich 2009 mit einem Geco41 aus dem Grunde, dass ich a) Nach der Ölpreisexplosion 2008 Sorge vor einem globalen Ölfördermaximum in naher Zukunft hatte und ich b) das verbleibende Öl (ist zumindest meiner Meinung nach der kostbarste aller fossilen Brennstoffe) lieber für die Bereiche aufsparen wollte, in denen man es nicht so leicht ersetzen kann, z. B. Flugzeuge. Die fliegen nicht so gut mit Kohle, Methan, Uran oder Akkus. Ja, ich weiß, es gibt Elektroflugzeuge, die sind aber nach meinem Kenntnisstand noch nicht für Transatlantikflüge geeignet. Mit Klimaschutz hatte das damals wenig zu tun.
Was die Ölfelder, die sich wieder auffüllen, angeht: Ölfelder werden ja üblicherweise nicht zu 100% ausgebeutet, zum Ende hin wird es immer teurer, noch an Öl zu kommen. Daher könnte es ja auch sein, dass höhere Preise auf dem Weltmarkt und bessere Technik es einfach lukrativ gemach haben, in einem vorher schon als „leer“ bezeichneten Feld doch noch einmal ein wenig weiter zu bohren. Natürlich entsteht auch jetzt gerade neues Erdöl. Es ist halt nur, egal wie es entsteht, viel zu wenig, um die abgepumpten Mengen zu kompensieren.
Aber nochmal zur Behauptung: „Schon im 19. Jahrhundert waren 380 ppm CO2 in der Luft“ Endlich Montag! Also auf in die Bibliothek und ein altes Lexikon herausgesucht, das den Kohlendioxidgehalt vor seiner Zeit angibt:
„1. Die Lufthülle der Erde (Atmosphäre): Diese besteht in 0 bis ca. 60 km Höhe aus 78,09 Vol.-% N2, 20,95% O2, 0,93% Ar, 0,03% CO2, 0,0018% Ne,, 0,0008% H2O, 0,00052% He usw.“ [NML]
Der CO2-Gehalt lag vor dem Druck dieses Buches also offensichtlich keinesfalls bei 380 ppm, wie postuliert, sondern deutlich niedriger. Leider gibt der Autor für CO2 nur eine tragende Stelle an. Scripps nennt für 1980 einen Wert von ca. 340 ppm. Die 0,04% aus dem 19. Jahrhundert erscheinen unplausibel.
Literatur:
[NML]: Neumüller, Otto Albrecht: Römpps Chemie-Lexikon, 8. Auflage / 51. - 61. Tausend, Franckh'sche Verlagshandlung, W. Keller & Co., Stuttgart / 1981