splitframe hat geschrieben: Di 26. Mär 2024, 20:49
rainer* hat geschrieben: So 24. Mär 2024, 18:56
In Stufe 1 sollten es m.E. 100km werden. 60 sind definit zu wenig.
Die Frage ist ob ich da realistische Handhabe gegen den Händler oder Leeb habe
Der Händler muss bei Neuware 24 Monate Gewährleistung geben. Bei Akkus ist die Abgrenzung zwischen normalem Verschleiß und Defekt aber schwierig zu führen. Auch kenne ich Dein Verhältnis zum Händler nicht - der kann da eventuell auch nix für und wird im Regen stehen gelassen.
LEEB hat die Garantie gegeben, sich aber aus dem Geschäft zurück gezogen. Du müsstest die Garantiebedingungen lesen, ob da separat was zu den Akkus steht. Es gibt m.E. Gerichtsurteile, dass, wenn nix separat zu verbauten Akkus drinne steht, dafür ebenfalls 24 Monate gelten. Aber auch hier ist zu prüfen, ob da nicht normaler Verschleiß behauptet wird und bei welchem SoH es von Verschleiß zu defekt wird. Da gehen die Meinungen auseinander.
Bei mir hat LEEB defekte Radlager abgelehnt, die vielleicht 5tkm weg hatten. Auch durchgeschmorte Akkubuchsen sind bei LEEB normaler "Verschleiß". Auch die innerhalb 24 Monate undicht gewordene Vorderrad-Federgabel mit rund 20tkm war normaler Verschleiß. Ich hatte nur kein Lust, bei den vergleichsweise kostengünstig zu behebenden Mängeln einen Rechtsanwalt im EU-Ausland zu beschäftigen und die Karre zur Beweissicherung still zu legen. Möglicherweise ist das auch ein Stück Geschäftspolitik, sowas kleines abzulehnen, der Käufer wird sich schon trotz Recht auf seiner Seite nicht weiter bemühen...
Am besten mal zum Händler gehen, das der zumindest mal eine Garantieanfrage macht. Eventuell hat nur das BMS ein Problem und muss mal zurück gesetzt werden. Leider erfolgen alle Arbeiten an den Batterien wiederum ausschließlich über LEEB. Der Versand nach Österreich ist ein internationaler Gefahrgutversand - viel Spaß mit DHL& Co. Die Händler haben von LEEB keine Möglichkeiten erhalten, die Batterien auch nur auszulesen um die Zyklenzahl oder den SoH zu ermitteln. Das öffnet m.E. auch Tür und Tor bei Betrug. Wer vermutet denn, das z.B. die Batterie meiner TCmax erheblich mehr weg hat, als auf Tacho steht? Der Händler, der das Fahrzeug ggf. gebraucht zum Wiederverkauf annimmt, kann das nicht sehen.
Ich hab meine Batterie zumindest von den Temperaturen schon viel gequält. Auch im Sommer nach der Fahrt geladen. Wenn ich Mittags für einen Termin von Arbeit 40km fahren muss, lädt das Fahrzeug fast den ganzen Tag über, da ich früh mit 20% Akkuladung im Büro ankomme. Meist klemme ich die Batterie aber erst ein paar Stunden nach der Ankunft ans Ladegerät.
Die Akkus scheinen zwei Schutzmechanismen zu haben: Während der Fahrt wird bei Überhitzung die Leistung reduziert - dann fährt man nur noch 50km/h wenn man aus dem Stand beschleunigt, und die Beschleunigung erfolgt mit deutlich weniger Leistung als normal. Wenn man zum Zeitpunkt der Reduzierung schneller unterwegs war, verringert sich Stück für Stück die Geschwindigkeit, bis man auch nur noch die 50km/h hat. Auch die Ladung der Batterie erfolgt dann mit halber Geschwindigkeit. Kann natürlich auch sein, das es wegen Überhitzung von Controller oder Motor kommt. Eine Fehleranzeige erfolgt im Tacho dabei nicht. Bisher hat die Batterie trotzdem keinen merklichen Leistungsverlust, trotz ca. 600 kompletten Ladezyklen.