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Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: So 14. Sep 2014, 18:05
von mediaklaus
Habe endlich fertig.
Je 4 Zellen mit einem sogenannten „Umreifungsset“ (99 €), welches ich in meiner Arbeitsstelle besorgt habe, miteinander verbunden. Das geht sehr gut und man spart sich das Herumhantieren mit Aluplatten, Gewindestangen etc.
Die einzelnen Vierer-Packs verbinde ich aber lieber nicht mit den üblichen Kupferverbindern, sondern mit flexiblen Kabeln, da sie sich sicher im Betrieb leicht gegeneinander bewegen und somit mechanische Belastung auf die Pole käme.
wenn Männer basteln, sind sie Gott am nächsten:
Kabelbaum für die Balancer und den steckbaren BM16-Cell-Monitor
Die Balancer, werden nur bei Bedarf mit dem Roller verbunden
Der Cell-Monitor
Einbau in den Roller, die 0,75mm2 Balancerlitzen sind direkt an den Zellpolen abgesichert:
Die "Hutablage" mit dem Ladekabel, Balancer-Steckverbinder und Phönix-Steckleiste für den Cell-Monitor:
Der Roller läuft jetzt perfekt seit ca. einer Woche, an die Reichweiten-Grenze taste ich mich vorsichtig ran, natürlich nur mit Überwachung durch den Cell Monitor.
Sehr angenehm auch das spürbar geringere Gewicht.
Danke für die vielen Tipps hier!
LG Klaus
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: So 14. Sep 2014, 18:51
von Peter51
Das nenne ich doch einmal eine saubere und VDE gerechte Arbeit. Gratulation zum erfolgreichen Umbau. Klar, die Lastmodule werden nur beim Laden gebraucht. Bei meinem LiFePo4 Umbau hatte ich mich für direkt auf die Zellen geschraubte 1,5A Lastmodule entschieden, im E-Max Batteriefach ist ja genügend Platz. Und alles gut dokumentiert.

Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: So 14. Sep 2014, 22:59
von antonius
Ich fürchte nur, dass es dir die Batterien aufblasen wird.
Meine Zellen waren nach dem Abbau der Aluplatten in der Mitte teilweise um 5-6 mm stärker als oben und unten. Und deine Umreifung greift nur oben und unten.
Leider sind die Zellgehäuse nicht wirklich stabil genug für die Drücke in den Zellen.
Ich weiß zwar nicht im Detail, was passiert, wenn die Zellen ausgebeult sind, aber gut ist es sicher nicht.
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: So 14. Sep 2014, 23:12
von Joehannes
Wenn es ein guter Lader ist okay. Aber mit dem Ori....., nein.
Das mit den Bändern ist eine gute Idee, aber hier wirken dann richtige Kräfte.
Vielleicht die Bänder mit Aluplatten?
Saubere Arbeit, 'learning by doing.
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: So 14. Sep 2014, 23:53
von mediaklaus
aufblasen? Das wird sich zeigen....
Ich glaube nicht, dass es zwingend nötig ist, die Zellen mit Gewalt (Aluplatten etc.) zusammenzuquetschen. Der Innendruck wäre ja trotzdem vorhanden und würde sich dann einfach einen anderen Weg suchen, z.b. durch Anheben der Pole. Ob das dann besser wäre?
Wäre es tatsächlich nötig, die Zellen absolut starr zu verspannen, müsste der Hersteller das auch explizit im Datenblatt angeben.
Vielmehr muss man wohl ein gewissen Arbeiten des Gehäuses einplanen. Ich denke, das ist im Design/Materialwahl der Zellen berücksichtigt. Das Design mit den Rippen weist auch auf eine Befestigung mittels Umreifungsbänder o.ä. hin....
Diese Kunststoff-Umreifungsbänder sind in gewissen Maßen elastisch (sonst hätte ich sie gar nicht gespannt bekommen). Es ist nach allen Seiten einige mm Luft, so dass die Zellen bei grober Fehlbehandlung etwas arbeiten können.
Das Ladegerät
http://faktor.de/ladegeraete/lifepo4-bi ... v-10a.html
(wurde mit dem Akkupack mitgeliefert) scheint eher konservativ und schonend zu laden: schon vor dem Losballern einzelner Balancer schaltet es ab. Die Zellen sind aber momentan nach dem Initialisieren noch sehr gut in Balance.
Die Zeit wird es zeigen....
Gut´s Nächtle,
Klaus
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: Mo 15. Sep 2014, 09:32
von MEroller
Wohin der Druck bei meinen Alu-Platten-verspannten (serienmäßig vom Hersteller so gemacht!) Zellen geht ist mir auch schleierhaft, vielleicht ist quer und in der Höhe noch ein bisschen Platz im Gehäuse? Die Pole rühren sich jedoch nicht vom Fleck.
Fakt ist jedoch, dass in den Zellen ein physikalischer Materialtransport von einer in die andere Elektrode stattfindet, nämlich von Lithium-Inonen. D.h. die eine Elektrode wird dicker, die andere dünner. Und eine der Zwei arbeitet dabei mehr als die andere (weiß gerade nicht, ob Anode oder Kathode). Wenn diese Expansion und Kontraktion (auch nur teilweise) ungehindert stattfinden kann wird die Elektrodenbschichtung zunehmend mechanisch geschädigt (Risse, abplatzen), was die Kapazität vorzeitig dahinschmelzen lässt.
Nur stabile metallische Endplatten können zusammen mit einer zugfesten Verspannung diesem Effekt entgegenwirken. Deine Lösung lässt immer noch einiges an Expansisonsspielraum, sowohl zwischen den Bändern als auch durch die Elastizität der Glasfaser (?)-Bänder selbst.
Ansosnten ist das natürlich absolut saubere Arbeit

Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: Mo 15. Sep 2014, 11:55
von ZukunftERoller
mediaklaus hat geschrieben:
Einbau in den Roller, die 0,75mm2 Balancerlitzen sind direkt an den Zellpolen abgesichert
Hallo,
die Lösung mit den Sicherungen gefällt mir. Ich müsste meine Messstrippen (Kabelanschluß Junsi Cellog an die Zellen 48V/40Ah LifePO4) auch noch nachträglich absichern.
Wie sind die Sicherungen dimensioniert (10A rot , richtig?) und woher hast Du die Sicherungshalter?
Sind das diese hier [url]
http://www.[das große C].de/ce/de/product/857129/Flachsicherungs-Halter-08-bis-20-mm?ref=list[/url]
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: Mo 15. Sep 2014, 12:29
von mediaklaus
ZukunftERoller hat geschrieben:mediaklaus hat geschrieben:
die Lösung mit den Sicherungen gefällt mir. Ich müsste meine Messstrippen (Kabelanschluß Junsi Cellog an die Zellen 48V/40Ah LifePO4) auch noch nachträglich absichern.
Wie sind die Sicherungen dimensioniert (10A rot , richtig?) und woher hast Du die Sicherungshalter?
Sind das diese hier [url]
http://www.[das große C].de/ce/de/product/857129/Flachsicherungs-Halter-08-bis-20-mm?ref=list[/url]
es sind die da:
http://www.voelkner.de/products/174002/ ... wwodRIMAjg
Das Kabel wird nur durchtrennt und dann der Sicherungshalter mit einer Zange aufgepresst. Die Kabel vom Zellpol bis zur Sicherung sind so kurz, dass kaum etwas passieren kann, wenn sich so ein Ding mal abvibriert. Ich habe die Halter auch noch mit etwas Heißkleber gesichert. Ob das auf Dauer hält, wird sich zeigen.
Die Sicherungen sind normale KFZ-Flachsicherungen mit 10A. Die 10A kommen von der Aussage des Händlers des Akkupacks/Balancer etc., dass im worst case auch mal 10A durch den Balancer fließen könnten, wenn eine Zelle beim Laden extrem vorauseilt und das Ladegerät noch den vollen Ladestrom liefert (was dann der 1,7A Balancer macht, ist allerdings eine andere Frage....). Das sollte aber im Normalfall nicht vorkommen, so dass Sicherungen mit ca. 2A auch ausreichen sollten.
LG Klaus
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: Mo 15. Sep 2014, 12:49
von ZukunftERoller
Hallo,
danke für den Link.
Meine Balancer werden eher unter 1A (evt. sogar 0,7A) liegen. Die Sicherungen lägen weiter weg, unter dem Fußbrett. Kabellänge wäre dann ca. 30-100cm (je nach Lage der 16Zellen).
Ich hoffe, meine Ausreißer vor Ladeende sind dann noch verträglich
Re: E-Max 90s: größere Bleiakkus oder gleich LiFeYPO4?
Verfasst: Mo 15. Sep 2014, 15:59
von mediaklaus
2Alf20658 hat geschrieben:Die Dimensioniereung der Sicherungen haben nix mit der Leistung der Balancer zu tun, sondern mit den Leitungen, sogenannter Leitungsschutz! Hinzu kommt das man vieleicht darüber auch mal die Accus pflegen möchte, da sollten ein paar Ampere schon möglich sein.
genau dafür habe ich sie eingebaut: falls irgendwo im nachfolgenden Kabelgedöns ein Kurzschluss entsteht, fliegen die raus. Die Dimensionierung wurde nur durch den möglichen Strom des Ladegerätes bestimmt, und das liefert maximal 10A.
LG Klaus