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Re: Niu richtig laden
Verfasst: Sa 9. Jun 2018, 21:38
von Alf
Ich bins nur.
Das Ladegerät selbst gibt die Antwort.
Einfach mal auf die maximale Spannung schauen.
Re: Niu richtig laden
Verfasst: Sa 9. Jun 2018, 21:49
von vsm
Hi, Du nur!
Da ich ja selbst keinen NIU habe, habe ich gerade im www nach Bildern des Ladegeräts gesucht, auf denen man die Angaben erkennen kann. OUTPUT: 46-70VDC, 4.0A. Hat der NIU N1 nicht einen 16S Akku und sollte somit eine Ladeschlussspannung von maximal 67,2V haben?
Re: Niu richtig laden
Verfasst: Sa 9. Jun 2018, 21:52
von Alf
Nein, der hat einen 17S-Accu.
Also maximal 71,4Volt Ladeschlußspannung.
Re: Niu richtig laden
Verfasst: Sa 9. Jun 2018, 21:57
von vsm
Ahhh. Also wird, wie bei unu auch, die 100%-Marke sowieso nie erreicht und es fließt bei 70V entweder irgendwann sowieso kein nennenswerter Strom mehr (wie beim alten unu Ladegerät) oder die Last wird bei Unterschreiten einer gewissen Stromschwelle aktiv getrennt (wie beim neuen unu Ladegerät).
Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 00:12
von 4KW
Wie der Unistundent vorher schon schrieb ...
0% und 100% ist unbekannt - das kennt nur der Hersteller.
Wenn ich Hersteller der Ladegeräte wäre, würde ich die 100% Marke ( der Datenblätter Panasonic ) nicht ausnützen, sondern aus Sicherheitsgründen leicht darunter kalkulieren wegen ( Lade-, Mess-Toleranzen intern ) Ladergerät ist ja kein Prof. Multimeter
Deswegen logischerweise, würde ich jetzt persönlich annehmen: wenn das Ladegerät auf GRÜN umschaltet ist das laden richtig abgeschlossen und das Ladegerät geht in Erhaltungsladezustand - Modus , wird zwar nicht angezeigt, aber es ist wahrscheinlich.
Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 02:02
von VU18650PF
Doch interessant was die Hersteller so über ihre Produkte wissen:
Quelle Samsung:
.
Auch sehr interssant, DOD (depth of discharge oder Entladetiefe) bei 100%, dh. die Zellen wurden auf 3V oder 0% ihrer Kapazität entladen.
Fazit:
- Niedrigere Ladeendspannung = mehr Zyklen / längere Lebensdauer.
- Entladen auf 0% (3V) schadet der Zelle weniger als sie auf 4,2V zu Laden.
Wie viel jetzt was ausmacht, kann nun jeder selber aus den Tabellen entnehmen.
..... und wer könnte es besser wissen als der Hersteller?
Wenn man nun die Spannung seines Akkus abgreifen kann und folgendes berücksichtigt:
Quelle Kokam:
.
Dann kann man mit diesem Teil....
.
.
https://de.aliexpress.com/item/XH-M602- ... 37897.html
....seine Ladeendspannung beliebig einstellen.
Zum Beispiel:
17s Niu Akku auf ca. 80% laden
17 Zellen mal 4V = 68V Ladeendspannung
Und noch was Herstellerunabhängiges von VDE und Fraunhofer Institut hinterher für die ganz Ungläubigen :
Quelle IST für Elektromobilität:
SOC = Ladezustand
DOD= Entladetiefe
Das ganze Werk zum Download :
https://www.inside-ebike.com/wp-content ... terien.pdf
Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 02:35
von VU18650PF
4KW hat geschrieben: So 10. Jun 2018, 00:12
Wie der Unistundent vorher schon schrieb ...
0% und 100% ist unbekannt - das kennt nur der Hersteller.
Dafür hat der Hersteller Datenblätter.
Wenn ich Hersteller der Ladegeräte wäre, würde ich die 100% Marke ( der Datenblätter Panasonic ) nicht ausnützen, sondern aus Sicherheitsgründen leicht darunter kalkulieren wegen ( Lade-, Mess-Toleranzen intern ) Ladergerät ist ja kein Prof. Multimeter
Deswegen logischerweise, würde ich jetzt persönlich annehmen: wenn das Ladegerät auf GRÜN umschaltet ist das laden richtig abgeschlossen und das Ladegerät geht in Erhaltungsladezustand - Modus , wird zwar nicht angezeigt, aber es ist wahrscheinlich.
Wenn ich der Hersteller wäre und Akkus verkaufen wollte (was nahe liegt), dann würde ich die volle Kapazität ausnützen, sprich auf 4,2V laden oder sogar minimal darüber gehen.....
Sowas nennt man dann geplante Obsoleszenz

Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 08:15
von vsm
Dabei handelt es sich aber um
Teilzyklen, was das Ganze schon wieder etwas relativiert!
Beispiel: Ausgehend von einem 1,5-kWh-Akku erreicht man bei 90% SOD und SOC nach der Grafik etwa 1750 Teilzyklen, entsprechend 2,1 MWh oder etwa 78.750 km über die Lebensdauer. Beschränkt man sich auf 80% SOD und SOC erreicht man nach der Grafik etwa 3500, also doppelt so viele, Zyklen, dies entspricht aber nicht der doppelt nutzbaren Kapazität über die Lebenszeit, sondern 3,2 MWh oder etwa 120.000 km.
Auch wenn wir in diesem Beispiel keine Steigerung der Lebensdauer um 100% erleben, wie die Grafik suggerieren könnte, sondern lediglich bei 50% landen, klingt das ja schon ganz passabel. Allerdings wirkt ein zweiter Faktor dagegen: Wer seine Akku-Packs weniger voll lädt, ist im Durchschnitt natürlich auch mit einer geringeren Zell-Spannung unterwegs, was bei gleicher Leistung unweigerlich den Zell-Strom erhöht, was wiederum zu einer Verringerung der Lebensdauer führt. Wie drastisch dieser Einfluss ist, lässt sich aus Abbildung 4 des verlinkten Dokuments erahnen.
Die natürliche Alterung der Zellen wirkt einer längeren Lebensdauer (in Bezug auf Zeit und nicht auf Zyklen) ebenfalls entgegen. Und Achims Einwand gegen das vorzeitige Abbrechen des Ladevorgangs ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen.
Mein Fazit also:
Ladet Eure Akkus für den täglichen Gebrauch bis zur vom Ladegerät vorgegebenen Ladeendspannung und macht Euch das Leben nicht unnötig schwer.

Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 08:28
von andreas7
Mein krtischer Denkansatz als Benzin-Stinkerfahrer
Man sollte immer daran denken was selbst 1000 Zyklen bedeuten.
Selbst wenn man pessimistisch beim NIU von einer Reichweite von 50km ausgeht dann sind 1000 Zyklen 50.000km Fahrstrecke.
Diese Fahrstrecke sollte man dann in weniger als 10 Jahren runterfahren, denn sonst schlägt die kalendarische Lebensdauer der Akkus zu.
Ich glaube kaum dass die Akkus länger als 10 Jahre halten, egal wieviele Zyklen man fährt.
Gegenrechnung mit meinem 20 jahre alten 50ccm zweitakt Stinker Gilera Runner:
20 jahre Lebensdauer und 53.000km, dann war das Moped defekt.
Bei einem Sprittverbrauch von 3 Litern/100km sind das 1590 Liter Benzin und 50 Liter Zweitaktöl.
Für das Geld hätte man sich in 20 Jahren noch zwei NIU-Akkus kaufen können.
Dann muss man noch den Stromverbrauch beim NIU dazurechnen.
Gerechnet mit rund 1 EUR/100km hat man dann zusätzlich noch 530 EUR Stromverbrauch bezogen auf 53.000km.
Ein Elektromoped ist sowohl in der Anschaffung als auch im Unterhalt momentan immer noch teurer wie ein Benzinstinker
Re: Niu richtig laden
Verfasst: So 10. Jun 2018, 09:01
von Fotomanni
andreas7 hat geschrieben: So 10. Jun 2018, 08:28Man sollte immer daran denken was selbst 1000 Zyklen bedeuten.
Selbst wenn man pessimistisch beim NIU von einer Reichweite von 50km ausgeht dann sind 1000 Zyklen 50.000km Fahrstrecke.
Diese Fahrstrecke sollte man dann in weniger als 10 Jahren runterfahren, denn sonst schlägt die kalendarische Lebensdauer der Akkus zu.
Ich glaube kaum dass die Akkus länger als 10 Jahre halten, egal wieviele Zyklen man fährt.
Genau das ist der Punkt warum mich das in der Praxis überhaupt nicht interessieren wird. Wenn ich einmal die Woche einen vollen Ladezyklus habe bin ich 20 Jahre mit dem Akku unterwegs. Und wenn ich an meinem 90. Geburtstag noch Roller fahren kann werden meine Freunde sicher zusammenlegen und mir einen neuen Akku schenken.
Aber weil ich neugierig bin habe ich doch noch eine Verständnisfrage:
Irgendwo hier im Thread stand, dass am Ende des Ladezyklus das BMS ein Loadbalancing macht. Wenn das notwendig ist wie verträgt sich das mit der Empfehlung nur bis 80% aufzuladen. Oder gar mit den 50% für die Lagerung.