Re: Warum Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke ist.
Verfasst: Mi 15. Apr 2026, 16:49
Ich will mal jetzt nicht suchen, ob das Verkäufe oder Tageszulassungen waren, ist eigentlich egal. Bleiben wir bei den Tageszulassungen Ende 2024: die besagen doch, dass schon in dem Jahr 100.000 Maschine auf Halde standen, zuviel produziert waren, und, je nach Interpretation, die Absatzzahlen 2024 bei weitem nicht die Erwartungen erfüllt haben. Und KTM ist mit vollen Lagern in die Insolvenz gerutscht.
Und geht man weiter zurück: schon 2023 gab es fette Preissenkungen, mein Verbrennerchen 125ccm mit ABS wurde für 2222€ rausgehauen.
Einigen wir uns mal darauf: ab ungefähr Ende 2023 bis 2025 haben wir einen "Scheinmarkt" erlebt, der bei manchen Händlern und Herstellern riesige Erwartungen erzeugt hat. Eine Ursache war der B196, der in 2020 und 2021 zu einem Nachfrageboom geführt hat. Mein Mopedhändler hat bei fast allen 125ern Lieferzeiten von mehreren Monaten gehabt. Und alle dachten, es ginge so weiter. Das war Pustekuchen.
Im E-Motorradmarkt haben sich auch manche verrechnet, RGNT ging von 650 Exemplaren der SE im ersten Verkaufsjahr aus, geworden sind es wohl eher nur 150. Kalkulation kaputt, es gab kein neues Kapital mehr. Energica ..., und ein Massensterben von Händlern und Herstellern (UNU, Kumpan, ...) auch bei den kleineren Rollern, NIU hat den RQi im Preis halbiert und macht anscheinend Ausverkauf in der Motorradecke.
Und nun ging (der erste ?) Stark-Händler in die Insolvenz.
Vom Titel des Threads her: von mir aus kann Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke gerne sein bleiben - aber was nutzt es denn, wenn man der Beste unter den nur bedingt Erfolgreichen ist? Das Geschwalle im ersten Beitrag dazu, das so klingt, als wäre und müßte das ein Selbstläufer werden, weil ein ach so tolles Marketing das Thema begleitet, ist spätestens mit der ersten Händlerpleite ad absurdum geführt.
Nicht ohne Grund halten sich einige Hersteller mittlerweile arg zurück mit dem Expandieren. BTM produziert nur soviel, wie verkauft wird. RGNT will dieses Jahr nur 50 Maschinen verkaufen, ab nächstes Jahr wieder 200/Anno. Maeving ist ebenfalls Kleinserie. Mehr ist da einfach mal nicht drin am Markt.
Die kalkulieren entsprechend, was europaweit verkaufbar ist. Die haben sich also eine Überlebensstrategie hingelegt. Und wenn dann ein Hersteller kommt und auf Masse setzt, begleitet von Sprechblasen und Influencern, und dann geht ein Händler von Bord, ist es Zeit für meinen Lieblingsspruch: "Ich habe es ja gleich gesagt ..."
Und geht man weiter zurück: schon 2023 gab es fette Preissenkungen, mein Verbrennerchen 125ccm mit ABS wurde für 2222€ rausgehauen.
Einigen wir uns mal darauf: ab ungefähr Ende 2023 bis 2025 haben wir einen "Scheinmarkt" erlebt, der bei manchen Händlern und Herstellern riesige Erwartungen erzeugt hat. Eine Ursache war der B196, der in 2020 und 2021 zu einem Nachfrageboom geführt hat. Mein Mopedhändler hat bei fast allen 125ern Lieferzeiten von mehreren Monaten gehabt. Und alle dachten, es ginge so weiter. Das war Pustekuchen.
Im E-Motorradmarkt haben sich auch manche verrechnet, RGNT ging von 650 Exemplaren der SE im ersten Verkaufsjahr aus, geworden sind es wohl eher nur 150. Kalkulation kaputt, es gab kein neues Kapital mehr. Energica ..., und ein Massensterben von Händlern und Herstellern (UNU, Kumpan, ...) auch bei den kleineren Rollern, NIU hat den RQi im Preis halbiert und macht anscheinend Ausverkauf in der Motorradecke.
Und nun ging (der erste ?) Stark-Händler in die Insolvenz.
Vom Titel des Threads her: von mir aus kann Stark die erfolgreichste E-Motorradmarke gerne sein bleiben - aber was nutzt es denn, wenn man der Beste unter den nur bedingt Erfolgreichen ist? Das Geschwalle im ersten Beitrag dazu, das so klingt, als wäre und müßte das ein Selbstläufer werden, weil ein ach so tolles Marketing das Thema begleitet, ist spätestens mit der ersten Händlerpleite ad absurdum geführt.
Nicht ohne Grund halten sich einige Hersteller mittlerweile arg zurück mit dem Expandieren. BTM produziert nur soviel, wie verkauft wird. RGNT will dieses Jahr nur 50 Maschinen verkaufen, ab nächstes Jahr wieder 200/Anno. Maeving ist ebenfalls Kleinserie. Mehr ist da einfach mal nicht drin am Markt.
Die kalkulieren entsprechend, was europaweit verkaufbar ist. Die haben sich also eine Überlebensstrategie hingelegt. Und wenn dann ein Hersteller kommt und auf Masse setzt, begleitet von Sprechblasen und Influencern, und dann geht ein Händler von Bord, ist es Zeit für meinen Lieblingsspruch: "Ich habe es ja gleich gesagt ..."