Novum 77, Batteriezellen zerstört!

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E-Pit
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Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von E-Pit » Mi 6. Nov 2019, 12:23

Hallo zusammen,
ich fahre/fuhr einen Novum 77, bei dem auf einen Schlag alle Batteriezellen zerstört wurden. Nun stehe ich vor dem Dilemma, das Geld für einen neuen Akkusatz nicht aufbringen zu können/wollen. Hat jemand eine Idee, wie der Roller wieder zum Leben erweckt werden könnte, oder ist jemand da, der ihn für Ersatzteile erstehen möchte?
Freue mich auf eure Antworten

didithekid
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von didithekid » Sa 9. Nov 2019, 21:34

Hallo E-Pit,
wenn Du schon überprüft hast, dass tatsächlich alle Zellen tot sind und nicht nur das BMS, gibt es wohl keine preiswerte Lösung.
Theoretisch könnte man so etwas implantieren (2 Stück 60V20Ah für genug Strom), wenn der Platz reicht:
https://www.ebay.de/itm/Akkupack-Pedele ... ev67l0h0hg
Oder man bastelt einen Akku aus 18650er Zellen selbst zusammen (mutiger):
https://eu.nkon.nl/rechargeable/18650-s ... 0vtc6.html
Trotzdem wird wohl hier mit BMS auch eher ein knapp vierstelliger Betrag investiert werden müssen.
LiFePO4-Zellen (wie sie wohl jetzt drin sind) kosten natürlich doppelt so viel.

Erfahrungsgemäß bringt ein älterer Roller ohne Akku zum "Ausschlachten" nur ein paar 100 €.
Wenn Du weiterhin E-Roller fahren willst, also nur einen geringen Beitrag für eine Neuanschaffung.

Viele Grüße
Didi

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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von E-Pit » Sa 9. Nov 2019, 21:54

Hallo Didi,

danke für die "aufmunternden", aber ehrlichen Worte. So wie du es schilderst, denke ich auch. Diesen Vertrag zu investieren, bin ich nicht bereit. Mein Exkurs in die Welt der E-Mobilität scheint damit beendet. für das, was dieser Spass im Endeffekt gekostet hat, hätte ich wirklich gute Fahrzeuge kaufen können. Hat eben nicht sollen sein. Leider kann mir auch niemand sagen, wie es zu diesem Exitus kommen konnte. Das ist somit auch mein Adieu an jede Form von Elektroantrieb. Die Kröte mit dem herben Verlust beim Verschenken des Rollers, werde ich schlucken müssen.
Schönes Wochenende

didithekid
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von didithekid » So 10. Nov 2019, 08:23

E-Pit hat geschrieben:
Sa 9. Nov 2019, 21:54
Hallo Didi,
danke für die "aufmunternden", aber ehrlichen Worte. So wie du es schilderst, denke ich auch. Diesen Vertrag zu investieren, bin ich nicht bereit. Mein Exkurs in die Welt der E-Mobilität scheint damit beendet. für das, was dieser Spass im Endeffekt gekostet hat, hätte ich wirklich gute Fahrzeuge kaufen können. Hat eben nicht sollen sein. Leider kann mir auch niemand sagen, wie es zu diesem Exitus kommen konnte. Das ist somit auch mein Adieu an jede Form von Elektroantrieb. Die Kröte mit dem herben Verlust beim Verschenken des Rollers, werde ich schlucken müssen.
Schönes Wochenende
Hallo E-Pit,
eigentlich wollte ich Dir etwas Hoffnung machen, für den Fall, dass der Exitus aller Akku-Zellen noch nicht durchgängig geprüft wurde.
Es könnte ja auch sein, dass das Batterie-Management System alleine der Übeltäter ist. Dies hätte (intakt) nämlich verhindern müssen, dass alle Zellen sterben. Aufgrund deiner Beschreibung wäre ich jetzt noch nicht vom Tod aller Zellen überzeigt, insbesondere wenn teure LiFePO4-Zellen verbaut sind, die mehr mitmachen. Wurden die Zellen ausgebaut und einzeln getestet?
Wenn es der Fall wäre, dass die meisten Zellen noch leben, würde vielleicht auch Jemand eine vierstellige Summe bieten (und dich von der Schmach "erlösen"). Der NOVUM ist ja ein hochwertiger Roller. Zur Reparatur ist aber auch Elektromobilitätswissen von Vorteil, was viele Werkstätten (noch) nicht haben. Lohnen würde sich die Reparatur durch Kenner wohl, da ein elektrischer L3e-B-Roller neu ja weit über 4.000 € kostet und ein neuer Akku für weitere 20.- 30.000 km (mit Stromkosten 1,5 € je 100 km) gut sein sollte. Dass das BMS weit früher kaput geht, kommt nicht so selten vor.
https://www.elektroroller-bodensee.de/d ... novum.html

Falls Du nach Überwindung des Frustes doch eigene Reparatur-Versuche starten willst, stünde ich für Rat zur Verfügung und Verwandschafts-bedingt bin ich auch häufiger im Raum Remscheid-Wuppertal. Ein EMCO wird aber vermutlich eine "harte Nuss" sein.

Viele Grüße
Didi

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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von E-Pit » So 10. Nov 2019, 12:45

Hi Didi,
es ist nett, dass du dich so kümmerst. Leider bin ich selber kein Elektrofachmann, sondern nur ein Nutzer. Anders ist das mit der reinen Fahrtechnik, da kann ich wieder dran.
Vom Hersteller hatte ich eine Messanleitung bekommen, nach der ich hinter dem "Regler", die 3 Akkupacks ausmessen sollte. Nach diesen Messergebnissen, wären die Akkus tot. An einigen Stellen wird aber auch offensichtlich, dass ich möglicherweise nicht immer so ganz korrekt gemessen haben könnte.
1. Angebot vom Hersteller waren 3.800€. Nach ein paar Verhandlungen dann 1.870€, zuzüglich der Mwst. Das ist mir einfach zuviel. Trotzdem kann ich mir einen Reparaturversuch vorstellen, keinesfalls aber ohne kompetente Hilfe.
Mein Hauptproblem an der Sache ist, dass mir niemand sagen kann, wie es zu solch einem Schaden gekommen sein kann. Das heisst, auch bei Investition der Summe, kann ich nicht davon ausgehen, dass der Fehler nicht wieder auftritt. Der Roller hat nur 8.600 Km gehalten, das ist nicht viel.
Herzliche Grüße
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von Alf » So 10. Nov 2019, 13:42

Im NOVUM 77 sind Lithiumzellen verbaut. Sind die Accus schädlich behandelt worden?
Accus mögen es vollgeladen und niemals ganz leer fahren. Ich lade nach jeder Fahrt, und meine Zellen haben das immer gut überstanden.
Ein LiFePo4-Accu dürfte schwierig als Ersatz zu installieren sein, weil die Accus größer sind.
Aber ich würde da schonmal einen Fachmann dranlassen um die Accus nachzumessen und sich ein Urteil bilden kann. didithekid würde ich schonmal darüberschauen lassen, denn es ist Eile geboten, weil, wenn die Zellen sich ganz entladen haben diese für den Sondermüll sind.
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von E-Pit » So 10. Nov 2019, 14:09

Hallo Alf,

dass nicht mehr geladen wird, ist jetzt seit dem 27. Juli. So lange ging es zwischen Hersteller und mir hin, wie her. Beim Ausmessen der Zellen, nach Vorgabe des Herstellers, waren am 3. August schon einige Zellen auf 0 Volt. Damit dürfte das Kind wohl schon im Brunnen liegen.

Herzliche Grüße
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von Alf » So 10. Nov 2019, 16:23

Schade. Dann ist der Accu wohl nicht mehr zu retten.
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von didithekid » So 10. Nov 2019, 16:39

Hallo E-Pit,

der dreiteilige Akku von EMCO ist meiner Vermutung nach vom Aufbau her so:
die großen Blöcke haben vermutlich je 8 LiFePO4-Zellen in Serie drin.
Zwei von diesen großen 24 Volt-Akku-Blöcken sind auch in der 48 Volt Ausführung des 3 kW NOVUM mit 45 km/h
Der NOVUM 77 sollte 5kW und ein 60 Volt-System drin haben, die wohl mit einem weiteren kleineren 12 Volt-Akkublock in dem 4 LiFePO4-Zellen erreichtwerden.
Hast Du bisher nur die drei schwarzen Blöcke vermessen? oder auch drinnen in den Blöcken die Einzelzellen?. Da reicht dann eine Zelle von vier oder von acht die tot ist, um Meßspannung 0 Volt am Block auszulösen. Wie es drinnen aussieht, weiß man dann aber ggf. nicht. Wenn da im Sommer noch Zellen mit z. B. 10% Restladung drin waren (wärend die eine und die andere kaput ging) könnten immer noch 5% in den ggf. gesunden Zellen sein. Die Selbstentladung ist sehr gering. Das ist ja kein Blei-Akku.
Wenn Du von 20 LiFePO4 60Ah Zellen die neu 2.000 € Euro kosten und nach 10.000 km noch nicht halb verschlissen sind 15 retten könntest, wäre das schon mal was. Und mit 5 neuen 40Ah-Zellen für 350 € und neuem BMS lässt sich der Roller mit dann 40km Reichweite vielleicht mit 500 € retten.
Für eine sollche Rettungsaktion müsste man aber natürlich auch genug Zeit und Experimentierfreude aufbieten können und einen Platz dafür haben.
Das Öffen der Akku-Blöcke (24 Volt ist ja außer bei Kurzschluss noch nicht gefährlich) und Messen der Batterie-Zellen ist ja zunächst nur Arbeit und erfordert noch keine Investition. Mit Modellbau-Lader könnte man an jeder ausgebauten Einzelzelle dann noch testen, wieviel Ah noch leben.
Ob Investieren sich lohnt, kann man danach ja immer noch entscheiden.

Ich möchte Dich aber natürlich ungern in Arbeitsaufwand hineinreden, der sich ggf. später doch als nicht erfolgreich erweist.

Viele Grüße
Didi
Zuletzt geändert von didithekid am So 10. Nov 2019, 16:53, insgesamt 2-mal geändert.

Peter51
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Re: Novum 77, Batteriezellen zerstört!

Beitrag von Peter51 » So 10. Nov 2019, 16:47

Nun, der Novum 77 hat einen 60V 60Ah Lifepo4 Zellen Akku. Ich kaufte mir einen Lithium Akku bei aliexpress:https://de.aliexpress.com/item/32916201 ... 340cyYGC8X Am 11.11 wärest du mit 853,- Euro dabei. Persönlich nähme ich Panasonic, Samsung oder LG Akkus - wird aber teurer. Das BMS sollte 100A haben. Des weiteren ist das Ladegerät immer dabei.
Dies ist eine plug and play Lösung. Nur der Ausgangsstecker müßte angepaßt werden, der Ladestecker paßt ja mit dem gelieferten LG zusammen. Und vorher Maß genommen werden sollte auch.......
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