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Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Do 9. Nov 2023, 12:31
von MarcS
Außer zwei Motorrädern habe ich noch einen MP3 400 LT.
Beim dem Roller würde ich gerne von Verbrenner (400ccm) auf Elektro wechseln. Da gibt es aber kein passendes Angebot:
Was mir bei den ganzen E-Rollern noch fehlt ist die Mitte zwischen einem sauteueren und sauschweren BMW C Evolution mit 35kW Spitzenleistung und trotzdem Leichtkraftrad-Einstufung dank 11kW Dauerleistung einerseits, und den ganzen China-Rollern mit max 11kW Spitzenleistung andererseits.
Ich will einen Leichtkraft-Roller mit ca. 20kW Spitzenleistung, der bei Preis und Gewicht eher bei den Chinesen und bei Beschleunigung eher bei BMW ist. Ohne unnötigen Schnickschnack.
Stattdessen entnehmbare Akkus die ich in der Wohnung laden kann (unser Haus hat zwar eine Tiefgarage, aber da leider keinen Stromanschluss).

Gibt es denn sowas schon in Europa:
https://www.motorradonline.de/elektro/q ... e-antrieb/

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Do 9. Nov 2023, 13:16
von Markus Sch.
Der Ray?
.

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Do 9. Nov 2023, 13:47
von E-Bik Andi
Stand der Marktlage: musst selber bauen oder warten. Gibt (noch) nix mit Leistung in der Klasse.

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Do 9. Nov 2023, 16:05
von didithekid
Hallo,
das Problem mit den 20 kW maximaler Motorleistung ist eigentlich der Akku, der 23kW elektrische Leistung abgeben können muss.
Und das wird teuer, auch wenn es kein Fahrzeug von BMW ist. "Am Markt" kann es ja nur Fahrzeuge geben, die hinreichend viele Kunden zum Kauf bewegen. Würdest Du denn 12.000€ für einen Roller ausgeben, der zwar nur 125 km/h fährt (11 kW) aber dafür mit 20 kW beschleinigt.
Einen 120 km/h-Roller bekommst Du mit dem Trinity Jupiter für 8.200€ und 16 kW Spitzenleistung. Dessen 45 kilo-Akku trägt aber Niemand einfach mal so zum Aufzug. Der Ray 7.7 hat sogar Spitzenleistung 17,5 kW (und kostet 10.000€), aber einen ähnlich schweren, im Fahrzeug verteilten Akku. Beide können (mit eingebautem Lader) an Ladestationen geladen werden.

Viele Grüße
Didi

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Do 9. Nov 2023, 21:47
von STW
MarcS hat geschrieben: Do 9. Nov 2023, 12:31 ... Ich will einen Leichtkraft-Roller mit ca. 20kW Spitzenleistung ... Stattdessen entnehmbare Akkus die ich in der Wohnung laden kann ...
Das schließt sich leider gegeneinander aus. Akkus, die 20KW abgeben können, sind schwer und daher ab einer gewissen Leistungsklasse fest verbaut.

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Fr 29. Dez 2023, 22:22
von MarcS
STW hat geschrieben: Do 9. Nov 2023, 21:47
MarcS hat geschrieben: Do 9. Nov 2023, 12:31 ... Ich will einen Leichtkraft-Roller mit ca. 20kW Spitzenleistung ... Stattdessen entnehmbare Akkus die ich in der Wohnung laden kann ...
Das schließt sich leider gegeneinander aus. Akkus, die 20KW abgeben können, sind schwer und daher ab einer gewissen Leistungsklasse fest verbaut.
Zero schafft es ja auch, die FX und die FXS hatten jeweils 2 herausnehmbare Akkus á 19kg. Und das bei 33kW Spitzenleistung.
Wollten leider zu wenige Kunden, weswegen die aktuellen FX festverbaute Akkus haben. Schade...

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Sa 30. Dez 2023, 00:12
von error
Bis die Chinesen sowas unter 10K € bauen können, wird es wohl noch etwas dauern. 33kW wären bei 100V ca 330A.
Solche Ströme in einen Motor zu bekommen, bedeutet Mittelmotor. - Ein Hubmotor dürfte die Wärme nicht loswerden.

Klar könnte man auf 200V gehen, um den Strom zu halbieren, aber die Akkus sollen ja entnehmbar sein, müssen entsprechend sicher händelbar sein und entsprechend zusammenspielen, weil ein 19 Kg Akku mit Sicherheit nicht allein diese Leistung bringen wird.

Meiner Meinung nach, ist der Aufwand entnehmbare Akkus und Ladegeräte zu bauen, in dieser Preisklasse nicht möglich. - Wenn man Aufbau und Leistung von aktuellen Fahrzeugen vergleicht, wird man mit Sicherheit locker oberhalb von 15K € liegen, zumal der Rest des Fahrzeugs ja auch die zu erwartenden Fahrleistungen händeln können muss.

Das will sicher niemand bezahlen, deshalb wird es wohl nicht gebaut, auch nicht als Nischenlösung.

Bei den gewünschten 20kW könnte man bei 100V und 200A bleiben. Da wäre auch ein Hubmotor möglich. Aber auch hier würde der Aufwand für Batteriegehäuse, Sicherheitsschaltungen etc. so einen Roller derzeit sicher nicht unter 12-13K € möglich machen.

Grundsätzlich wird so ein System Einschränkungen haben und die Spitzenleistung nur über einen kurzen Zeitraum abgeben können.

Im Prinzip ist RGNT in dieser Leistungsklasse unterwegs und repräsentiert wohl das technisch machbare/vertretbare, allerdings mit fest verbautem Akku.

Denen würde ich einen solchen Roller auch zutrauen.

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 09:05
von MarcS
error hat geschrieben: Sa 30. Dez 2023, 00:12 Bis die Chinesen sowas unter 10K € bauen können, wird es wohl noch etwas dauern. 33kW wären bei 100V ca 330A.
Solche Ströme in einen Motor zu bekommen, bedeutet Mittelmotor. - Ein Hubmotor dürfte die Wärme nicht loswerden.
Jeder Verbrenner-Roller hat Mittelmotor, plus eine aufwendige Variomatik. Ein E-Motor mit Zahnriemenantrieb ist nicht so viel aufwendiger als ein Nabenmotor (deutlich weniger als Vario), reduziert die ungefederten Massen, und kann dank kleinem Sprocket direkt auf der Motorachse und großem Zahnrad hinten mit 4fach höherer Drehzahl deutlich kleiner und billiger ausfallen als ein Nabenmotor, weil er viel weniger Drehmoment bringen muss.
Klar könnte man auf 200V gehen, um den Strom zu halbieren, aber die Akkus sollen ja entnehmbar sein, müssen entsprechend sicher händelbar sein und entsprechend zusammenspielen, weil ein 19 Kg Akku mit Sicherheit nicht allein diese Leistung bringen wird.
Deswegen hat die Zero FXS ja auch zwei 19kg Akkus mit Nennspannung 116V. Mit nur einem Akku fährt sie auch, aber langsamer.

Meiner Meinung nach, ist der Aufwand entnehmbare Akkus und Ladegeräte zu bauen, in dieser Preisklasse nicht möglich.
Das sehe ich ganz anders. 2012 hat Zero das für 12.000€ geschafft - seitdem sind die Akkupreise massiv gefallen (deutlich unter 100$/kWh), und auch Ladegeräte mit 2kW werden nicht mehr in homöopathischen Mengen sondern in Millionenstückzahlen pro Jahr hergestellt. Das müsste heute locker für den halben Preis machbar sein.
Wenn man Aufbau und Leistung von aktuellen Fahrzeugen vergleicht, wird man mit Sicherheit locker oberhalb von 15K € liegen, zumal der Rest des Fahrzeugs ja auch die zu erwartenden Fahrleistungen händeln können muss.
Für 15k € bekommt man Motorräder wie die Honda WN7 mit 50kW oder Livewire One mit 75kW Spitzenleistung.
Für 13k € eine Stark Varg mit 60kW.
Ich will im Roller nur 20kW, also ein Drittel. Das sollte zu max. der Hälfte des Preises gehen.

Bei den gewünschten 20kW könnte man bei 100V und 200A bleiben. Da wäre auch ein Hubmotor möglich. Aber auch hier würde der Aufwand für Batteriegehäuse, Sicherheitsschaltungen etc. so einen Roller derzeit sicher nicht unter 12-13K € möglich machen.
Das sehe ich wie gesagt ganz anders. Stark hat mit der Varg bewiesen dass sich Fahrzeuge mit hoher Leistung gut verkaufen (auch an Jugendliche), und ist anscheinend derzeit der einzige E-Zweiradhersteller der wirklich Gewinn macht.
Grundsätzlich wird so ein System Einschränkungen haben und die Spitzenleistung nur über einen kurzen Zeitraum abgeben können.
Ja sicher - 20kW würden für 160km/h reichen, aber da wäre ein 5kWh Akku in einer Viertelstunde leer.
Ich hätte kein Problem damit, den Roller auf 100km/h oder besser 99km/h zu begrenzen (aus Versicherungsgründen - die schauen nicht mehr auf die Nennleistung, sondern auf die Geschwindigkeit), wofür 7kW Dauerleistung locker reichen würden. Die Spitzenleistung braucht man nur zum Beschleunigen.
Im Prinzip ist RGNT in dieser Leistungsklasse unterwegs und repräsentiert wohl das technisch machbare/vertretbare, allerdings mit fest verbautem Akku.
Denen würde ich einen solchen Roller auch zutrauen.
Nee, mal abgesehen von der Pleite hatten die nicht die Basis für höhere Stückzahlen - aber nur das bringt den Preis runter weil man die einmalig anfallenden Entwicklungskosten auf genügend Fahrzeuge aufteilen kann.

Zero hat ja mittlerweile den LS1 mit zwei bis drei rausnehmbaren Akkus, Mittelmotor, Zahnriemen, 99km/h, 4830€.
https://zeromotorcycles.com/de-de/model/zero-ls1

Leider wieder nur 8,4kW Spitzenleistung. Das wäre eine prima Basis für einen kräftigeren Motor.
Zero sollte sich an Vespa orientieren, in D,A,CH verkaufen die den stärksten Motor am besten. Beim Verbrenner macht es keinen Sinn, die Höchstgeschwindigkeit (aka Dauerleistung) zu begrenzen - beim E-Motor schon.
Ein LS2 mit derselben Nennleistung (weil ebenfalls auf 99km/h gedrosselt), aber 20kW Spitzenleistung für 6800€ wäre genau mein Ding.

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 10:06
von Andirel
Ein fast drei alter Fred... :roll:

Re: Leichtkraftroller mit 20kW?

Verfasst: Mi 26. Aug 2026, 13:10
von Markus Sch.
Andirel hat geschrieben: Mi 26. Aug 2026, 10:06 Ein fast drei alter Fred... :roll:
Manche sind seltener im Forum :D