Fahrbericht Panthera II
Verfasst: Mo 26. Jan 2026, 00:15
Null Grad, noch Eis auf den kleinen Wegen um das Firmengelände von Trinity herum – die richtigen Bedingungen für eine Probefahrt auf der Panthera II. „Fahr erstmal im 2. Gang an, die Straße ist glatt“, sagt Reinhold Richert. Er hat recht: später auf trockener Straße steigt beim Beschleunigen im ersten Gang das Vorderrad, im zweiten rutscht das Hinterrad weg… was für ein Spaß trotz halbvollem Akku und den geringen Temperaturen.
Mein Besuch bei Trinity viewtopic.php?t=46833 bot mir die Möglichkeit, mit der Panthera eine Probefahrt zu machen. Schon lange habe ich nicht mehr auf einer echten Enduro gesessen. Und zu der Zeit, als ich eine 500er Honda fuhr, wäre die Panthera als echte GS durchgegangen. Hochbeinig, harte schmale Sitzbank, relativ straffe Federung – im Sitzen fühle ich mich trotz des widrigen Wetters gleich zu Hause, im Stehen ist es noch etwas wackelig, weil sie so schmal baut. 21‘‘-Vorderräder fand ich schon immer klasse, auch damals bei meiner Honda.
Ich habe keinen Vergleich zu den vielen anderen E-Enduros von Sur-Ron, Zero, KTM oder der schwächeren Talaria. Aber abgesehen von dem Vieh von Stark Future, das jenseits von gut nur noch böse ist, muss sich die Trinity Panthera II leistungsmäßig nicht verstecken: bis 30 PS, weit über 1.000 Nm Drehmoment und 125 km/h Höchstgeschwindigkeit sind eine Ansage. Am ehesten ist sie mit der Sur-Ron Storm Bee zu vergleichen, die allerdings erstmals auf 105V-Akkus setzt. Den klassischen 72V-Akku der Panthera kann man wie bei einem Roller einfach und schnell wechseln.
Das Ganze ist gut beherrschbar, auch wenn ich bei dem Wetter die Höchstgeschwindigkeit auf den kleinen Straßen nicht erreicht habe. Der Knaller ist natürlich das 4-Gang-Getriebe. Der Umstieg vom Verbrenner sollte damit leichtfallen: Kupplungshebel links, Schalthebel links, Bremspedal rechts, so wie man es kennt - nur, dass man sie nicht abwürgen kann.
Im 4. Gang zieht die leichte Enduro von niedrigen Drehzahlen an bis 100 km/h gut durch. Das Getriebe ist – wenn man diesen Vergleich mit einem Verbrenner ziehen kann – gefühlt kurz übersetzt. Der Eindruck entsteht, weil die kleinen Gänge in kurzer Zeit ausgedreht sind. Dabei geht z.B. der 2. Gang bis Tacho 75 km/h. Also die Kleine geht gut ab.
Solche Kräfte mit einem mechanischen Getriebe zu kombinieren, ist eine Herausforderung. Die Bauform stammte ganz früher von der Honda Dax – dort aber natürlich mit fast null Drehmoment. Diese Getriebe wurden wohl für andere Honda-Geräte weiterentwickelt und nun für die Enduro optimiert.
Die Schaltwege sind recht lang, die Schaltung geht (bei der Kälte) hart, aber präzise. Es erinnert etwas an ältere BMWs. Aber der Schalthebel sitzt richtig, und ich kann ohne Nachdenken sofort sauber und schnell schalten. Dafür sollte man tunlichst die Kupplung benutzen, weil darüber die Drehzahl angepasst wird und vor allem die enormen Kräfte des Motors sanfter auf die Wellen übertragen werden.
Die Panthera gibt es seit 2 Jahren und jetzt in der II. Version. Schade, dass sich in unserem Forum kein Panthera-Fahrer outet – so bleibt sie nach unserer internen Nomenklatur ein „Prototyp“. Anscheinend gibt es wenig Ärger mit der Enduro oder mit Trinity.
Schade auch, dass meine Endurozeiten schon etwas länger her sind. Dieses Spaß- und Sportmobil hätte ich gerne mal durch die Kiesgrube oder einen alten Truppenübungsplatz gejagt. Ob ich dann das Geld gehabt hätte für den zweiten Akku oder ein Schnellladegerät, sei mal dahingestellt. Ein so sportliches Gerät habe ich wohl nie besessen.
Schöne Grüße, Bertolt
Mein Besuch bei Trinity viewtopic.php?t=46833 bot mir die Möglichkeit, mit der Panthera eine Probefahrt zu machen. Schon lange habe ich nicht mehr auf einer echten Enduro gesessen. Und zu der Zeit, als ich eine 500er Honda fuhr, wäre die Panthera als echte GS durchgegangen. Hochbeinig, harte schmale Sitzbank, relativ straffe Federung – im Sitzen fühle ich mich trotz des widrigen Wetters gleich zu Hause, im Stehen ist es noch etwas wackelig, weil sie so schmal baut. 21‘‘-Vorderräder fand ich schon immer klasse, auch damals bei meiner Honda.
Ich habe keinen Vergleich zu den vielen anderen E-Enduros von Sur-Ron, Zero, KTM oder der schwächeren Talaria. Aber abgesehen von dem Vieh von Stark Future, das jenseits von gut nur noch böse ist, muss sich die Trinity Panthera II leistungsmäßig nicht verstecken: bis 30 PS, weit über 1.000 Nm Drehmoment und 125 km/h Höchstgeschwindigkeit sind eine Ansage. Am ehesten ist sie mit der Sur-Ron Storm Bee zu vergleichen, die allerdings erstmals auf 105V-Akkus setzt. Den klassischen 72V-Akku der Panthera kann man wie bei einem Roller einfach und schnell wechseln.
Das Ganze ist gut beherrschbar, auch wenn ich bei dem Wetter die Höchstgeschwindigkeit auf den kleinen Straßen nicht erreicht habe. Der Knaller ist natürlich das 4-Gang-Getriebe. Der Umstieg vom Verbrenner sollte damit leichtfallen: Kupplungshebel links, Schalthebel links, Bremspedal rechts, so wie man es kennt - nur, dass man sie nicht abwürgen kann.
Im 4. Gang zieht die leichte Enduro von niedrigen Drehzahlen an bis 100 km/h gut durch. Das Getriebe ist – wenn man diesen Vergleich mit einem Verbrenner ziehen kann – gefühlt kurz übersetzt. Der Eindruck entsteht, weil die kleinen Gänge in kurzer Zeit ausgedreht sind. Dabei geht z.B. der 2. Gang bis Tacho 75 km/h. Also die Kleine geht gut ab.
Solche Kräfte mit einem mechanischen Getriebe zu kombinieren, ist eine Herausforderung. Die Bauform stammte ganz früher von der Honda Dax – dort aber natürlich mit fast null Drehmoment. Diese Getriebe wurden wohl für andere Honda-Geräte weiterentwickelt und nun für die Enduro optimiert.
Die Schaltwege sind recht lang, die Schaltung geht (bei der Kälte) hart, aber präzise. Es erinnert etwas an ältere BMWs. Aber der Schalthebel sitzt richtig, und ich kann ohne Nachdenken sofort sauber und schnell schalten. Dafür sollte man tunlichst die Kupplung benutzen, weil darüber die Drehzahl angepasst wird und vor allem die enormen Kräfte des Motors sanfter auf die Wellen übertragen werden.
Die Panthera gibt es seit 2 Jahren und jetzt in der II. Version. Schade, dass sich in unserem Forum kein Panthera-Fahrer outet – so bleibt sie nach unserer internen Nomenklatur ein „Prototyp“. Anscheinend gibt es wenig Ärger mit der Enduro oder mit Trinity.
Schade auch, dass meine Endurozeiten schon etwas länger her sind. Dieses Spaß- und Sportmobil hätte ich gerne mal durch die Kiesgrube oder einen alten Truppenübungsplatz gejagt. Ob ich dann das Geld gehabt hätte für den zweiten Akku oder ein Schnellladegerät, sei mal dahingestellt. Ein so sportliches Gerät habe ich wohl nie besessen.
Schöne Grüße, Bertolt